Blickdicht
Mein Blick auf dich, der ändert sich. Von Zeit zu Zeit, seh‘ ich dein Leid Du trägst es unter‘m makellosen Kleid, das deine krummen Gedanken verdeckt, während anderswo ein Kind dafür verreckt.
Mein Blick auf dich, der ändert sich. Während ihr das Tuch auf seine toten Augen legt, und sich in euch drin, das schwere Nichts bewegt. Um sich schlagend, an euren Gewissen nagend. Es tritt sich an eurem stumpfen Mund, die Füße wund.
Wie das Blut in Bächen von euren Häuptern rinnt, immer neue Formen spinnt, auf der weißen Haut. Ihr schreit so laut, dass es herabsinkt, das makellose Kleid.
Es fällt, in knittrige Falten gehauen, zu Boden, während eure Augen zum Himmel schauen und ihr gar nicht seht, dass ihr nackt vor der Menge steht.










