My 2nd Tumblr where I post things I write: mschivs-works ;;; This blog is becoming more and more a Firefox ( x Piper) fanpage and I'm so not mad about it
I have not drawn since what, February? and you all can thank @mischievoussilvertongue for this now. a redraw of Firefox (from the Inkheart book series) with a man bun. I remember when I did the first one, I slowly started drawing again that year after YEARS of not doing it continously.
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Okay but Cornelia actually said she loves fanfic and invited everyone to please please come up with more stories, to expand the world, etc etc. She gets it.
And yeah to me Firefox and Piper are a secretly married couple what are you gonna do about it
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Schnaubend trabte sein Pferd den Hang hinunter, während sich der Brandfuchs mit der rechten Hand in die Mähne krallte - nicht etwa, weil er unsicher auf seinem Rücken saß, sondern weil er den Schmerz irgendwo hin dirigieren musste. Trotzdem, das Glück musste auf seiner Seite sein, denn er hatte bereits vielen Männern dabei zugeschaut, wie der Tod sie dank seiner Klinge schneller geholt hatte. Der Schwertstoß musste das Wichtigste verfehlt haben.
Der Brandfuchs ritt gen Norden, wohin auch sonst, und nahm die Straße im Westen. Die Bäume streckten ihre knorrigen Äste bis über seinen Kopf, als wollten sie ihn packen und vom Pferd reißen. Von den Blättern fielen dicke Regentropfen und der Weg vor ihm war grau verschleiert vom Regen.
Räuber und Wegelagerer verschwendeten ihre Zeit zum Glück nur selten auf dieser Seite, da es einfach nicht so viel Geld einbrachte wie die Straße, die am Gasthaus vorbei führte. In seiner Verfassung wäre er nicht in der Lage gewesen, auch nur einen Mann zu töten. Er konnte sich gerade so auf dem Pferd halten.
“Einen Bader, ich brauche einen Bader. Ich würde sogar mit einem Moosweibchen, oder der Nessel vorlieb nehmen, doch die würden mit Vergnügen beobachten, wie mir der letzte Tropfen Blut aus den Adern fließt,” dachte er mit einem bitteren Lächeln. Er musste nach Ombra. Und dann? Wohin sollte er dann gehen? Ihm blieben dann nur wenige Tage, bis der Natternkopf davon erfuhr, dass er noch am Leben war und warum sollte er dann sein Versäumnis nicht beheben? Außerdem konnte er sich, sobald sich die Nachricht herumsprach, nirgends mehr blicken lassen. Man würde ihn ja doch noch töten, egal ob es ein Gepanzerter oder ein wütender Bauer war. Er konnte sich ja nicht verteidigen! Nicht mal ein Schwert besaß er noch.
“Wie erbärmlich. Schau nur, wie tief du gefallen bist…” verspottete er sich selbst. “Ich hätte die fette Schlange im Schlaf erstechen sollen.” Er musste an das Grinsen des Pfeifers denken. “Und ihn gleich mit.” Ein paar Silbermünzen waren anscheinend alles, was es brauchte, um sich seine Loyalität zu erkaufen. Sie kannten sich, seitdem sie alt genug waren, die hübschesten Mädchen Ombras zu umwerben und dann half dieser hinterhältige Hund der Natter. Ja, hielt dem Brandfuchs das vor die Nase, was seinen Tod hervorbringen sollte!
Zugegeben tat das mehr weh als er es wahrhaben wollte. Der Brandfuchs war eigenhändig für einige der besten Lieder der Silbernase zuständig, schon lange bevor sie an den Hof des Natternkopfes gegangen waren. Vor vielen Jahren hatte der Pfeifer die Lieder am selben Lagerfeuer komponiert, an dem sich auch der Brandfuchs die Hände gewärmt hatte, während sie sich einen Becher Wein teilten.
Fluchend trieb er sein Pferd ein wenig schneller die Straße entlang. Wasser stand in den tiefen Rillen der Wagenspuren und der Schlamm spritzte ihm bis auf die teuren Lederstiefel. Bis auf die Knochen durchnässt war er und die Kälte nagte Stunde um Stunde mehr an ihm, trotz des Umhangs aus Fuchsschwänzen. Ein Donnern rollte durch die dunklen Wolken. “Das darf doch nicht wahr sein…” stöhnte er und zog sich den Umhang noch etwas enger um die Schultern.
–
Sein einziger Anhaltspunkt, wie lange er schon unterwegs war, war das schwindende Tageslicht. Als ob Wald und Himmel sich mit dem Natternkopf gegen ihn verschworen hätten, damit der Brandfuchs Ombra bloß nicht vor der Nachricht seiner Ungnade erreichte. Das Schwarz der Nacht nistete sich bereits im Dickicht des Waldes ein. Es kroch immer näher an die Straße heran. Das gefiel dem Brandfuchs gar nicht, denn er konnte sich beim besten Willen nicht darauf konzentrieren, ob da noch etwas anderes zwischen den Blättern des Unterholzes lauerte, ob da nicht ein paar gelbe Augen glänzten. Die pochende Wunde war alles, was ihm durch den Kopf ging, und die Frage, wie viele Atemzüge er noch übrig hatte.
Bei einem Baum mit einer besonders dichten Krone, lenkte er sein Pferd schließlich vom Weg ab. Er lehnte sich langsam auf den langen Hals, zog das Bein hinüber und ließ sich vorsichtig zur Seite runter rutschen, begleitet von einem schmerzlichen Stöhnen. Wenn er jetzt kein Feuer machte, würden die Wölfe und Nachtmahre ihn und seinen Hengst zu deren Abendessen machen. Der Regen stellte dabei keine Schwierigkeiten dar, schließlich hieß er nicht umsonst der Brandfuchs.
Jedes Mal, wenn er sich bücken wollte, musste er sich stattdessen hinknien. Die Klinge seines Messers war zwar scharf, aber auch damit stieß er schnell an seine Grenzen. Der Brandfuchs konnte sich kaum bewegen. Als er endlich die Fackeln aus Flechten, abgeschnittenen Stofffetzen und Baumharz hatte, sah er kaum noch die Hand vor Augen. Erschöpft sackte er neben seinem Pferd auf die Knie und entzündete eine mit Hilfe des Feuersteins, den er immer bei sich trug. Rot-orange erleuchtete sie die Nacht, die ihn bereits wie ein Schleier umhüllte, undurchdringlich und Freund der Jäger. Sein Pferd war natürlich an Feuer gewöhnt und er setzte seinen Ritt fort, auch wenn ihm trotz der Kälte der Schweiß vor Schmerzen auf der Stirn stand. Er konnte nur hoffen, dass die Fackeln im Regen nicht erloschen.
Grelle Blitze durchzuckten den schwarz-grauen Himmel und malten Gestalten im Schatten der Bäume, während die Wolken von Donner zerrissen wurden. Der Brandfuchs spürte die wachsende Unruhe des Tieres, das ihn treu immer weiter trug. Es scheute beinahe, als ein besonders lautes Grollen über sie hinweg hallte und während der Brandfuchs die Zügel anzog und sich nach vorne beugte, verschlug ihm der stechende Schmerz den Atem. Keuchend stieg er vom Pferd, nahm die Zügel fest in die Hand und führte sein Pferd steifen Schrittes weiter. Der Hengst vertraute ihm, das wusste der Brandfuchs ganz genau, aber er war trotzdem darauf vorbereitet, sich in die Zügel zu hängen, falls er davon laufen wollte. Zum Glück geschah das nicht. Ganz im Gegenteil, er konnte förmlich spüren, wie sein Tier bewusst so langsam neben ihm her trottete, wie er eben laufen konnte. “Guter Junge…” raunte er beruhigend. "Du weißt es ja doch, dass mir das Leben davon fließt, nicht?” lachte er leise, bitter. Jeder Schritt zerrte an seinen Kräften und obwohl er sich beinahe an das pochende, stechende Gefühl gewöhnt hatte, wurde es gleichzeitig immer schlimmer. Er lief immer langsamer, blieb stehen, lehnte die Stirn an den warmen Hals des Tieres. Die Fackel rutschte ihm aus der Hand und erlosch in der Pfütze, in der sie landete. Langsam ließ er die Hand über das rotbraune Fell streichen, schloss die Augen und versuchte den Schmerz und die immer schwerer wiegende Schwäche zu ignorieren.
Unwillkürlich verformte sich die Dunkelheit zu Bildern einer warmen Kammer in der Nachtburg. Ein Kamin, dessen Flammen den Raum hell erleuchteten und ein Bett, das mit Fellen ausgelegt war. Eine gedeckte Tafel, ein Festmahl zum Anlass der Unsterblichkeit des Natternkopfes. Kelche bis zum Rand gefüllt mit Wein und ein neues Lied des Pfeifers. So verbrachten die Herrschaften wahrscheinlich die Nacht. Rechtmäßig hätte dem Brandfuchs dort auch ein Stuhl zugestanden. Stattdessen rang er hier um sein Leben, jenseits der sicheren Mauern. Sicherlich verspürte er deswegen Wut, doch er hatte nicht die Kraft sie tatsächlich auszudrücken.
Er merkte erst, dass der Regen aufgehört hatte, als er die Augen wieder öffnete. Der Mond schob sich zwischen den Wolkenfetzen hervor und spendete ihm gerade genug Licht, sodass er die scheinbar endlose Straße vor sich für ungefähr 20 oder 30 Schritte sehen konnte, bevor die Nacht sie verschluckte. Ein Ast knackte irgendwo links vom Weg, dann wurde es wieder totenstill. Er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, legte die Hand wieder an die Wunde, betrachtete sie ihm Dämmerlicht. Sein Blut benetzte sie wie ein Schatten und er schob sie wieder an seinen Bauch, bevor er mit verzerrtem Gesicht den nächsten Schritt tat. Doch der aufgeweichte Boden verschluckte seinen Fuß und seine Knie gaben nach. Ein dunkler Schleier legte sich über seine Sinne.
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