Apéritif à la française Produkttest
Dank brandnooz durfte ich einige französische Produkte testen. Die Auflage war einen französischen Abend zu organisieren (dafür wurden Servietten, Piekser und eine Girlande zur Verfügung gestellt)... nunja, ich habe einen Grillabend gekapert, aber das hat auch gut funktioniert.
- Chavroux Ziegenkäse Rolle (mild)
- Chavroux Ziegenfrischkäse mit Feige
- Geramont Sommer à Provencale
- Bonbel cremig würzig in Chili und Tomate Basilikum
- Pâtisseries Gourmandes: Le Quatre-Quarts
Um den Käse gut unter die Leute zu bringen habe ich Schnittchen vorberetet, Fingerfood kommt bei Grillabenden immer gut an.
Hier seht ihr den Gerammont Sommer à la Provencale, der auf den ersten Blick wie ein harmloser standard Camenbert aussieht... aber auch nur so aussieht. Sobald man nämlich das Papier wegschlägt kommt einen ein Holzhammer aus Lavendelduft entgegen, woah!
Ich mag Kräuter der Provence, aber meistens ist der Lavendel da nicht so dominant. Mit Lavendel habe ich nicht so viel Erfahrung in der Küche, da ich erst langsam anfange ihn zu mögen.
Dieser Geramont war da auf jeden Fall eine Hilfe, denn Lavendelduft ist nunmal besser als der übliche Camenbert Duft - ich liebe Camenbert, aber gut riechen tut ein guter Camenbert halt normalerweise nicht.
Dieser Käse ist sehr, sehr lecker und aromatisch, die Gewürze sind gut aufeinander abgestimmt und abgesehen vom dominanten Lavendelgeruch übertynchen sie auch nicht einander. Allerdings - nicht alles was man schmeckt ist Gewürz, auf der Packung steht, dass auch Aroma verwendet wurde.
So sahen die Schnittchen dann im Partylook aus, wie ihr seht ist das hier ein anderer Käse: Der Bonbel cremig würzig Tomate Basilikum.
Ich hatte echte Schwierigkeiten hier die Schnittchen vorzubereiten, nicht etwas aufgrund der Baguetteform des Käses - die ist zum Abschneiden und lagern optimal - sondern weil der Käse so unglaublich lecker ist und ich zwischendurch einfach schonmal pur etwas gesnackt habe. Das ist wirklich ein optimaler Käse für zwischendurch oder als Picker - doch auch auf Ciabatta macht er sich gut.
Seinen Cousin, den Bonbel cremig würzig Chili, habe ich hier nicht verwendet (es gab schon genug scharfe Speisen) sondern in der Pfanne zusammen mit einem dünnen Fladenbrot indirekt gebraten. Er wurde herrlich fluffig-cremig und zerging auf der Zunge. Ich habe eine leichte Schärfe verspürt, aber ich bin da auch ganz schön abgehärtet - für andere könnte es schärfer sein.
Und so sehen Parties heutzutage aus... *sigh* ich bin für Smartphone EMP-Stationen.
In guter alter Studentenmanier ging die Flasche um bis jemand endlich mal Plastikbecher fand. Die Meinungen waren dann sehr verschieden: Mir persönlich hat der Blanchet gar nicht geschmeckt. Ich mag trockene Weine, auch Perlweine, nicht sonderlich und dieser Blanchet war wirklich sehr, sehr sauer. Die Dame deren Fuß ihr dort seht und die anderen Herren dagegen waren recht angetan und haben mir die Flasche nur zu gerne abgenommen.
Die Chavroux Ziegenkäserolle konnte ich aufgrund eines Unfalls nicht testen. Ich mag auch an sich keinen Ziegenkäse, meine Mutter isst ihn gerne und sie kennt auch das Produkt - es ist halt Ziegenkäse, ziemlich herb aber in der milden Form nicht gar so herb wie gewöhnlicher Ziegenkäse.
Mit meiner eigentlichen Abneigung gegen Ziegenkäse ging ich dann an den Ziegenfrischkäse mit Feigen heran:
http://ich-liebe-kaese.de/marken-produkte/kaese-marken/chavroux.html
Und ich war vollkommen geflasht.
Probiert habe ich ihn auf einem Kasslerbrot, erst einmal recht dünn aufgestrichen - und er war ja gar nicht böse! *lach*
Das tolle an diesem Ziegenkäse ist, dass er überhaupt nicht bitter ist! Man schmeckt eine gewisse... leichte Frische... im Abgang, die wohl typisch für Ziegenkäse ist. Daneben ist er einfach cremig-fruchtig und unglaublich lecker. Ich habe ihn dann etwas dicker aufgetragen und ein paar Tropfe Cremda de Balsamico di Modena draufgegeben und das war absolute Perfektion!
Eine weitere Perfektion war der Quatre-Quarts. Dabei handelt es sich um einen Sandkuchen, der je aus einem Viertel Mehl, Ei, Butter und Zucker hergestellt ist und den ich bisher _nirgendwo_ in Deutschland auftreiben konnte. Diese Marke übrigens auch nicht, ich hoffe, das kommt noch.
Der Quatre-Quarts hat mich dadurch überrascht, dass er nicht so typisch staubtrocken ist wie man das von deutschen industriellen Sandkuchen so kennt. Er ist auch nicht künstlich quietschsüß, sondern sehr ausgewogen (macht ja Sinn).
Der Kuchen ist vorgeschnitten, was die Entnahme sehr einfach macht, und hat sich in der geöffneten Verpackung über mehrere Wochen gehalten.ohne Saftigkeit oder sonstige Qualitäten einzubüßen.
Ich habe ihn pur, mit Quark oder mit Aufstrich probiert, so wie es im Begleitheft vorgeschlagen wurde und der Punktsieger ist die Kombination mit Wachküsser:
https://www.delinero.de/wachkusser.html
Das ist eine Art Marmelade, die aber eigentlich mehr ein grobes Fruchtpüree ist mit Orange, Mango, Vanille, und total frisch schmeckt.
Quatre-Quarts mit Wachküsser-Aufstrich ist DAS SOMMERFRÜHSTÜCK 2014 besonders an tropischen Tagen, wenn man sonst nichts reinkriegt.