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Der Traum einer gleichberechtigten Welt
Eine offene Welt. Eine Welt die offen ist für Jeden und Alles. Bei welcher das Thema der Rollenverteilung überhaupt nicht mehr angesprochen werden muss. Bei der nicht mehr gefragt werden muss, woher man doch ursprünglich komme, weil die Erde als Ganzes und für Jeden gleich verstanden wird. Kein Mensch wird mit Vorurteilen verstanden, weil der Mensch als Individuum gesehen wird. Ein Individuum, dass ein Recht auf die individuelle Gestaltung seines Lebens hat und von keinem abhängig ist, sich nicht für seine sexuelle Orientierung oder sein Äußeres rechtfertigen muss. Eine Welt innerhalb der es keine Stereotypen mehr gibt und jede Frau* oder jeder Mann* so sein kann, wie er es möchte. Es gibt keine Machtverhältnisse zwischen Mann* und Frau* und sie werden vom System gleich verstanden und auch in der Gesellschaft aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer geschlechtlichen Orientierung erfahren sie keine Diskriminierung mehr. Eine Welt innerhalb der es egal, ob der Mensch an eine Höhere Macht, an ein nächstes Leben oder auch gar nicht glaubt. Eine Welt, innerhalb welcher sich die Menschen nicht einander kränken, die Würde verletzen und keine Gewalt ausüben. Keiner hat vor einer anderen Person Angst und fühlt sich unter Druck gesetzt. Frauen* werden nicht weiter zum Opfer von männlicher Gewalt und die patriarchalen Strukturen sind dieser Welt unbekannt. Eine Welt in der kein Lebewesen höher als das ein anderes Lebewesen gestellt wird. Ein Leben gefüllt von Respekt und Akzeptanz. Eine Welt, die nicht Deine oder Meine ist, sondern UNSERE.
- Hilal
#HilalsTraum #heroes # hero #offenbach #equality #gleichberechtigung
"Sie schloss den Jungen in ihr Herz und ihr Vater die Tür."
Heimat. Memleket.
Memleket. Heimat. Vielleicht doch lieber ein heimisches Gefühl?
Was bedeutet für mich Heimat und wo fühle ich mich „zuhause“ und „angekommen“?
Eine Frage, die ich mir seit längerem stelle und darauf hoffe, Antworten dazu zu erlangen. Diese Frage führte mich auf eine tiefe seelische Reise, um die Erkenntnis zu erlangen, dass genau dieser Zwiespalt zwischen mehreren Gefühlen meine Antwort auf alles sein könnte.
Ich hörte irgendwann auf, mich zuzuordnen. Ich lehnte es ab, ein Gefühl mit mir tragen zu müssen, mich in eine feste Heimat drängen zu müssen, an einen bestimmten Ort oder in einen bestimmten Kreis.
In der Türkei die „almanci“ und in Deutschland „türkisch“ zu sein stört mich nun nicht weiter. Ich halte für mich fest, mich nirgends beim Wort zu festigen; es ist völlig irrelevant wie ich bezeichnet werde.
Memleket ist für mich ein Gefühl von einem Wohlbefinden. Ein Wohlbefinden, welches ich tief im Innern meiner Seele trage und mein inneres Ich Zuflucht findet. In der Türkei kristallisiert sich meine innere Disziplin und Pünktlichkeit, da spüre ich die „almanci“ in mir und in Deutschland tanze ich gerne „Halay“ auf Schlagermusik.
Was bedeutet nun Heimat für mich?
Heimat ist für mich ein Ort oder vielleicht sind es doch mehrere Orte, an welchen ich mich wohl fühle. Es sind auch Menschen, die mich an gewissen Orten wohl fühlen lassen. Ich fühle mich an jenem Ort wohl, an dem mich keiner mit Andeutungen und Fragen durchbohrt, woher ich denn wirklich komme, wenn ich sage, dass ich Offenbacherin bin.
Heimat ist ein sich stetig wandelndes Gefühl in mir, keine feste Zuordnung. In einem kleinen Dorf fühlt sich plötzlich alles so heimisch an, manchmal aber dann doch nur für einen Moment.
Der ganze Lärm, alle fünf Meter der Ausblick auf eine Shishabar und der Trubel in Offenbach ziehen mich nach zwei Wochen in der mir zugeschriebenen Heimat Usak (Stadt in der Türkei) wieder zu sich und ich sehne mich wieder nach dem heimischen Gefühl der Vielfalt in den Offenbacher Straßen. Manchmal kann der Ort mir noch so fremd sein, aber es sind die Menschen um mich herum, die mir ein unglaublich heimisches Gefühl bieten.
Und genau dieses heimische Gefühl zählt für mich. Es ist schön von sich behaupten zu können, sich an nichts Festes klammern zu müssen, um sich selbst zu verstehen. Der Gedanke von Schwarz oder Weiß tut mir nicht gut. Gut tut mir, mir überall nur das zu nehmen, was mir in diesem Moment zuspricht, selbst wenn es morgen nicht mehr so ist.
- Eure Hilal
Bei der Netzaktion #ChallengeAccepted posten Frauen hübsche Fotos von sich. Untergraben sie damit nicht genau das, was sie erreichen wollen:

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Hanau
Aus meinen Notizen vom 20. Februar 2020: Heute ist ein kalter Tag. Ein seltsamer Tag. Wie als ob alles an uns vorbei schwebt. Ich fühle mich wie aus dem Leben gerissen. Wie als ob mein einziger Zufluchtsort nun auch ein Ort ist, an dem ich Furcht und Sorge tragen muss. Mein Zuhause macht mir Angst. Ich dachte, wir wären hier sicher und mittlerweile würden wir dazu gehören. Aber es fühlt sich seit gestern Nacht nicht mehr so an. Es rückt immer näher und auch ich spüre es das erste Mal. Ich habe Angst. Angst vor dem, was kommt und was passieren wird. Jegliche Warnsignale werden missachtet und nun sitze ich hier und schaue alle paar Sekunden zur Scheibe hinaus auf die Straße, ob etwas passiert ist. Ich habe Angst vor der Lautstärke und momentan ist es still. Viel zu still, um ehrlich zu sein. Ich sitze an der Kasse eines türkischen Geschäfts und traue mich nicht wie gewöhnlich mit Freude am Fenster zu sitzen und hinaus zu schauen. Keine Menschen, die lächeln, sondern verzweifelte wandernde Körper mit schwachen Seelen. Ich sehe keine Menschen, die mir zuwinken. Ich verspüre Leere und einen Hauch von Wind. Wie als ob die toten Seelen an uns vorbeischweben und schon bald in Vergessenheit geraten. Die Zahl der Menschen, die ihr Leben auf unnatürliche Art verlieren, steigt und sie werden nur noch zu einer Zahl von Statistiken. Menschen verabschieden sich nicht weiter mit „hab einen tollen Tag“, sondern mit einem „pass gut auf dich auf“. Öffentliche Orte vermeide ich tief im Innern, weil ich nicht weiß, ob es im nächsten Moment auch mich treffen kann. Es fühlt sich an, als ob mir jemand auf den Rücken schaut und auf den Moment wartet bis er mich schwach erwischt. Diese Menschen haben sich doch schon auf eine Welt vorbereitet, in der sie alt werden. Mit Träumen und Hoffnungen. Von was träumten sie noch am Vorabend? Ist auch mein Traum schon bald vorbei? Ich habe Angst. Ist es morgen oder gleich soweit? Ich habe Angst. Der 19.02.2020. Eigentlich ein schönes Datum, das man mit schönen Ereignissen verknüpfen sollte. Ich werde das stumpfe Geräusch und meine benebelten Gedanken, die schreie der Angehörigen, den Hass der Menschen und die schadenfrohen Menschen nicht vergessen. Wird morgen ein besserer Tag oder habe ich Angst mit jeder weiteren Sekunde meines Daseins? Mein Atem wird schwer und meine Schultern sacken, meine Augenlider schwer und meine Füße führen mich langsamer. Aber egal wohin es mich führt, ich gleite mit Angst.
In Gedenken an
Mercedes K. Gökhan G. Ferhat U. Sedat G. Hamza K. Kaloyan V. Fatih S. Vili P. Said H.
- Never forget.
Eure Hilal
compare.