Ein Münchner AM Himmel oder ohne Worte
Der Mond stand nicht immer oben AM Himmel.
Er war mal Münchner Tramfahrer mit viel Gebimmel:
Ernst Ludwig Mond aus Wiesenhausen war ein stattlicher Mann,
Dem hatten es Kuchen und Torten angetan.
Kam er auf seiner Fahrt an nem Café vorbei,
Am besten gleich zwei. Ja hast da Worte?
Die Oberen von der Straßenbahn sahen sich das nicht lange mit an.
Sie schmissen ihn raus, denn armen Mann!
Was blieb ihm über? Er ging zu Fuß.
Nichts hält ihn ab von seinem Genuss!
Bald landete Herr Mond im Buch der Rekorde.
Als Welt dickster Mann - ja haste das Worte?
Nicht lang, und er war wie die Straße so breit.
Eines Morgens um kurz vor 10,
War er von Augsburg aus mit dem Fernglas zu sehen.
Kurzum: ihn traf der Schlag. Er fiel einfach um. Fiel auf
Was bleibt ist die Wiesen, mit den Häusern ist's aus.
"Der passt bestimmt nicht durch die Himmels Pforte", rief ein junger Bursche, ja hast du da Worte ?
Noch am nämlichen Tag kam ein Trupp Engel gesungen,
Die ham eine Kette um seinen Bauch geschlungen
Und an den Goldenen Haken gehängt,
Den man von oben herabgesenkt.
Beim Hochziehen ist es dann leider passiert:
Auf halbem Weg ist die Kette "zerklirrt"!
Herr Mond hat's nicht geschafft bis zur Pforte, blieb liegen unterwegs -ja haste da Worte?
Seitdem ist eine Menge Zeit vergangen.
Der Mond steht am Himmel, die Sterne die prangen, als wär nix passiert.
Die Geschichte wurde bald under den Teppich gekehrt.
Wenn man auch fragt , keiner hat was gehört
Von tödlichen Torten, schon gar nicht die hungrigen Touristenhorden.
Doch immer, wenn wo eine Straßenbahn klingelt,
Wird heimlich an den "Münchner am Himmel" erinnert.