#036 Die Lasten der Welt
Hallöchen zukünftige Leser, heute ist mir etwas klar geworden, dass ich mit euch teilen möchte. Viel zu lange bin ich ein Sklave der Zeit gewesen! Und damit meine ich nicht von Termin zu Termin zu hetzen, sondern vielmehr dem Lebenszweck dienlich zu sein. Jeder hat eine ungefähre Vorstellung, wie man sein Leben perfekt nutzen kann. Ich selbst sehe mich gerne als Weltretter, der mit seinen Worten die Welt nachhaltig verändert. Andere wollen jeden Quadratzentimeter der Erde erkunden, andere widerrum alle Krankheiten heilen, usw. Doch sind wir mal ehrlich; welche unserer Vorstellungen ist schon realistisch? Aber wie oft setzen wir uns dennoch unser Lebensglück mit eben der Erfüllung dieser 'Aufgabe' gleich? Wenn wir anfangen, unser Selbstbewusstsein damit zu bewerten, sind wir nichts anderes als Schuldner unserer Schicksalslast. Und all die Zeit unseres Lebens wird nicht ausreichen, um diese Schuld zu tilgen. Was ist die Konsequenz? Wir empfinden alles, was nicht der Aufgabe dienlich ist als Zeitverschwendung. Mit steigender und unausweichlicher Enttäuschung bald alles, was uns einst mit Leidenschaft antrieb. Es wird praktisch sinnlos. Nur ein Umdenken kann da unsere Rettung sein. Wer sich von diesem Text angesprochen fühlt, dem möchte ich etwas zum Nachdenken geben. Wir alle sind nur ein Teil vom großen Ganzen. Warum sollen wir uns dann die Lasten des gesamten Universums auf uns nehmen? Das Leben ist kein Werkzeug zum erfüllen irgendeiner kosmischen Pflicht. Unser Leben ist ein von der Natur gegebenes geschenkt. Ob wir leben oder sterben, es spielt keine Rolle für die Welt. Sie wird sich trotzdem weiterdrehen. Unser Leben ist einzig für uns selbst bestimmt. Ist es also dann nicht logisch, dass wir bei unseren Lebensziele nicht von müssen, sondern von wollen reden sollten? Dass es löblich ist, wenn wir unsere Lebensziele erreichen wollen, dies aber längst nicht mit Zwang verbunden ist? gez. ein einfacher Student


















