ALKOHOL
Am 09.01.2022 habe ich das letzte Mal Alkohol getrunken. Ich bin durch. Ein für alle mal. Mit 15 Jahren begann ich damit, Alkohol zu konsumieren. Heute bin ich 23. Und ich würde definitiv sagen, ich habe überdurchschnittlich viel Alkohol getrunken. Immer wieder habe ich Pausen eingelegt, in denen ich abstinent war. Doch länger als ein paar Monate gingen die nicht. Ebenso hatte ich oefter mal Phasen, in denen ich Tage und Wochen am Stueck getrunken habe. Nach einer Trennung z.B habe ich mir fast 14 Tage lang am Stueck jeden Tag eine Whiskey Flasche und eine Cola geholt und die komplett alleine weg gesoffen. Mitten am Tag ging es los. Und auf Partys, mit Freunden, mit Fremden, auf Geburtstagen, zu Halloween, zu Silvester, wenn ich alleine war. Egal ob ich wütend, traurig oder euphorisch war. Einen Grund fand ich immer. Auch wenn ich mal nicht trinken wollte, habe ich mich dann doch ueberreden lassen. Nein sagen fiel mir unheimlich schwer. Doch als Sucht habe ich das ganze nie betrachtet. Ich konnte ja schließlich jederzeit aufhören. Doch dass ich immer wieder angefangen habe, das beschäftigte mich weniger. Ich muss sagen, vom 1 Tag an hat es mir nicht geschmeckt und schon mit 18 wollte ich es endgültig lassen. Ich begann Alkohol zu trinken aus Selbsthass, Wut und Verzweiflung. Ich befand mich zu der Zeit in schweren Depressionen und hatte mit einigen Traumata zu kaempfen. Ich trank immer haeufiger und irgendwann jeden Tag. Mit den Jahren entwickelte ich einen tiefen Hass gegenueber dem Alkohol. So viele Kater, so viele Abstuerze, so viel Geld ausgegeben, das ich nicht hatte. So viel Streit, so viele unangenehme und riskante Momente. Erbrechen, peinliche Dinge tun und sagen. Vor alle Dinge tun, die man nicht will. 80% meiner sexuellen Erfahrungen entstanden, als ich stark alkoholisiert war. Und an die wenigsten erinnere ich mich. Heute stelle ich erschreckend fest, ich kann kaum noch nuechtern Sex haben. Ich begreife jetzt, ich habe ein Alkohol Problem. Meine Mitmenschen koennen mich nicht mehr ernst nehmen, wenn ich sage, ich hoere auf. Und ich auch nicht. Ich habe die Schnauze gestrichen voll davon, meinen Koerper dermaßen zu vergiften und mir selbst das Leben schwer zu machen. Ich brauche ja noch nicht mal Alkohol um Spaß zu haben, locker zu sein, kontaktfreudig, um zu entspannen.. Ich will nicht mehr trinken und ich will nicht mehr rauchen. Ich habe gemerkt, dass ich stark fremdgesteuert war mein Leben lang und das aendert sich nun. Ich erkenne den Alkohol endlich als meinen Feind an. Alkohol ist wie ein toxischer Freund. Er nutzt dich lediglich aus, raubt die Kohle ohne Ende, laesst dichh erst gut fuehlen, um dich dann fallen zu lassen. Redet dir ein er sei gut fuer dich und wuerde dir helfen. Bullshit. Er schadet dir gesundheitlich so sie psychisch. Er will alles, aber bestimmt nicht das gute fuer dich. Er bringt die schlechteste Seite in dir hervor. Er tut dir nicht gut. Er zerstoert deine Organe. Stueck fuer Stueck. Er macht dich verwundbar. Sensibel. Er laesst dich Dinge sagen, die du nicht so meinst. Dinge machen, die du nicht moechtest. Er ruiniert deine Routinen, deinen geregelten Alltag. Er macht deine Beziehungen kaputt, sabotiert sie und dich. Ich hasse ihn. Den Alkohol. Und es wird Zeit ihn los zu lassen. Ueberall zu blockieren und zu loeschen. Die Tuere zu schließen. Das Kapitel zu schließen. Sei dankbar fuer die Zeit, die du mit ihm hattest aber erkenne, dass du ohne ihn immer am selben Fleck stehen bleiben wirst und es eines Tages womoeglich zu spaet sein wird. Du schaffst das! Ich glaube ganz fest an dich. So viele Menschen haben es bisher bereits geschafft, du schaffst das auch! Hoer nicht morgen auf, naechste Woche oder naechstes Jahr. Hoere JETZT auf! JETZT!















