Celimene
Glaube nicht, daĂ ich aus Dummheit
Dulde deine Teufeleien;
Glaub auch nicht, ich sei ein Herrgott,
Der gewohnt ist zu verzeihen.
Deine NĂźcken, deine TĂźcken
Hab ich freilich still ertragen.
Andre Leut an meinem Platze
Hätten längst dich tot geschlagen.
Schweres Kreuz! Gleichviel, ich schlepp es!
Wirst mich stets geduldig finden -
Wisse, Weib, daĂ ich dich liebe,
Um zu bĂźĂen meine SĂźnden.
Ja, du bist mein Fegefeuer,
Doch aus deinen schlimmen Armen
Wird geläutert mich erlÜsen
Gottes Gnade und Erbarmen.
â Heinrich Heine















