“The roots of loneliness are very deep … They find their food in the suspicion that there is no-one who cares and offers love without conditions.”
— Henri Nouwen
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@dead-flower-diary
“The roots of loneliness are very deep … They find their food in the suspicion that there is no-one who cares and offers love without conditions.”
— Henri Nouwen

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You’ve sat there patiently waiting,
You have been now for years.
Through all the talk and nonsense.
Through all the laughs and tears.
I hate to keep you guessing,
But I haven’t got the strength.
The years just keep on rolling by,
It must be like the tenth?
How is it you’re so patient?
I can’t grasp the fact you care.
I’m terrified you’ll change your mind,
A thought I just can’t bear.
Life without you it just scares me,
But so does that leap to make you mine.
I’m aware that it’s a pathetic excuse,
I know I’m running out of time.
ich denke noch an dich
ich denke noch an dich
auch wenn du nicht an mich denkst
ich denke an dich an deinem geburtstag
aber auch an jedem anderen tag
dein bester freund erzählt mir er hat deinen geburtstag vergessen
und ich denke mir
welch ironie
dass ich an dich denke, an deinem geburtstag
aber auch an jedem anderen tag
und du nicht an mich
dein bester freund erzählt mir
du warst traurig dass deine freunde nicht an dich gedacht haben
an deinem geburtstag
welch ironie
dass ich an dich gedacht habe
aber du nicht mal mehr einen gedanken an mich verschwendest
wie gerne ich noch zu dir gefahren wäre
leicht betrunken von aperol auf meinem fahrrad
wie gerne ich noch bei dir geklingelt hätte
um dir zu sagen
ich habe an dich gedacht
an deinem geburtstag
aber auch an jedem anderen tag
aber ich tue es nicht
wie dumm und naiv wäre das gewesen
der text ist noch nicht fertig, aber ich musste meine gedanken loswerden, sonst wäre ich wahrscheinlich tatsächlich noch zu ihm gefahren. schreibt mir eure meinung dazu, vielleicht kennt jemand das gefühl ja

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Pokémon Concierge (2023)
Basic holds up a sign, just for you!
Es ist nicht gut mich zu öffnen. Ich kann klarer denken, wenn ich schreibe und ich sollte nicht klar denken. Ich sollte funktionieren. Es ist Sonntag und in ein paar Minuten gehe ich zur Arbeit, ziehe vorher meinen Lippenstift nach und male mir ein Lächeln und das ist gut. Es gibt so viele gute Dinge und auch wenn ich sie nicht fühle so sind sie doch da. Vielleicht sehe ich eine Katze auf dem Weg, vielleicht denke ich an Minis Wärme und Annas unabsichtlichen Humor und vielleicht, wenn ich mich nur richtig anstrenge, kann ich wieder etwas Gutes spüren und wenn es auch nur ein Tropfen Geschmack im Meer meines Wasserglases verdünnt ist. Ich wäre wirklich gerne glücklich und ich würde gerne daran arbeiten glücklicher zu sein, aber jedes Mal, wenn ich es versuche und mich öffne werde ich von meinen Depressionen verschluckt und es ist schwer das zu überleben und deswegen muss ich mich abschotten. Ich war letztens spazieren und ich hab mein Bestes getan aber ich bin auf einer Bank zusammen gebrochen. Ein Hund ist zu mir auf die Bank gesprungen und hat seinen Kopf auf meine Knie gelegt und ich hab die Besitzerin gefragt ob ich ihn streicheln darf und das durfte ich und ich hab an Mini gedacht und wie sie Hunde liebt und ich konnte wieder weiter gehen, auch wenn es nicht leicht war, aber das heißt ja, dass irgendwas bei mir angekommen sein muss. Ich gebe mir Mühe. Ich stehe jeden Tag auf, auch wenn ich nicht will. Ich laufe jeden Tag eine Stunde, auch wenn ich nicht will. Ich sage keine Termine ab, auch wenn ich so kraftlos bin. Ich gebe mein Bestes. Was soll ich auch sonst tun? Ich gebe mein Bestes. Aber es ist echt schwer.
quote from Dead Girls Don’t Cry ✟
In an alternate universe I hope I am loved.
unconditionally,
irrevocably,
eternally,
and endlessly.

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Ich habe aufgehört in mir zu schreiben. Die Wände meiner selbst sind beschmiert, Höhlenmalereien, Graffito, Handabdrücke aus Blut die schlierenhaft nach unten weiter ziehen. Schleifend.
Dieser Ort ist kalt. Eine Renovierung wäre Ressourcenverschwendung. Ich lege eine Tischdecke auf den Sarg der mir als Küchentisch dient und stelle eine Ikea Duftkerze drauf und dennoch riecht es nach Verfall.
Ich kann nicht ausziehen, also sitze ich auf dem Boden und hab meine Augen für Jahre geschlossen.
Ich habe jeden Abend einen Film gesehen oder seelenlose Serien gebinged, nur um nichts fühlen zu müssen. Ich höre kaum noch Musik, dafür höre ich jeden Tag stundenlang Podcasts und Hörbücher um meine eigene Stimme auszublenden.
Meine Augen sind offen. Es ist seltsam mit mir selbst an einem Konferenztisch zu sitzen, eine Bekannte deren Gesicht beim Einkaufen darauf schließen lässt sie schon Mal getroffen zu haben. Aber wann?
Ich bin nicht gerne wach. Wenn ich wach bin muss ich mir eingestehen, dass das kein Leben ist, Wassertropfen die von den Wänden rinnen, Ruine. Es ist alles so oberflächlich und ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal ehrlich oder authentisch gefühlt habe. Wann ich das letzte Mal war. Die Konsistenz von Esspapier.
Ich fühle mich wie unter Escitalopram, eindimensional. Looking at you through the glass, dont know how much time has passed aber nicht waving through the window.
Ich hab das stricken verlernt, aber ich konnte es auch nie richtig. Bei der Ukulele vergreife ich mich in den Saiten, aber ich spiele sowieso nicht mehr, da meine Gedanken nicht streifen dürfen. Farbe auf den Wänden. Ich hätte gerne eine Raufasertapete die zu meiner Betäubung passt.
Ich habe Angst wieder zu fühlen, denn ich fühle Angst und diese Angst bringt Angst bringt Angst. Ich fühle mich betäubt und bin betäubt bei dem Gedanken betäubt zu sein.
Ich würde gerne alles von mir abwerfen was ich selbst bin. Ich würde gerne nicht sein. Den Mietvertrag mit mir selbst kündigen, ich fühle mich nicht, als wäre ich mein Eigentum.
Ich weiß, wenn ich meine Betäubung nicht selbst aufrecht erhalten würde, würde ich ertrinken. Es gibt für mich kein langsames Auftauchen, kein Strand, nur Sturm. Skylla und Charibdis.
Es ist alles performativ und ich weiß, ich sollte nicht in mir schreiben und ich sollte nicht hier schreiben und sonst irgendwo, weil es mich anlockt.
Es ist nicht gut ich zu sein und es ist nicht gut nicht zu sein und .. es ist nicht gut.
Ich suche nach Erlösung und bin nicht mein eigener Messias. Ich stecke in einem Skilift fest denn ich nicht selbst bediene und kann springen oder warten, obwohl ich ahne, dass ich vergessen wurde und mich nie wieder bewegen werde. Ich sitze fest. Ich springe nicht.
Ich schließe die Augen.
An den Wänden steht ein altes Zitat von mir:
"Ich komme mir vor wie ein Geisterschiff, die Crew ist weg und ich zerschlage am Riff."
Aber ich zerschlage nicht. Ich ertrage.. und starte den nächsten Podcast.
I opened my copy of The Tale of the Body Thief & immediately had to close it again because of this silly little annotation
"But only 2% of the population is intersex. It's not that common. Why should we reframe or perception of gender for intersex people?"
Completely ignoring the fact that empathy exists. You do realize that 2% of the population in the medical field is considered very common, yes?
2% of children and 0.5% of adults have a peanut allergy and that's so common that they have entire rules around in in public spaces.
0.24-1% of the population has Rheumatoid arthritis. That's an eighth to a half of the number of intersex people!
1-2% of people are estimated to have autism, and that's considered a common condition.
0.1%-2.6% of people will get melanoma in their life time, and that's considered common.
1.2% of people have epilepsy and that's considered common.
Completely ignoring statistics like 6% of women have PCOS (which is a condition that can fall under the intersex umbrella). 2% of the population in the medical field is considered a common condition, and ergo by medical terms intersex is in itself common.
I don't think you realize how big 2% is. That's 2 in 100 people. If you walk into 3 fully filled classrooms (when I was in school a full classroom was 40 students). Chances are you just saw 2 intersex kids and didn't even know it.
So yeah. I think intersex is common enough to include in our discussions around gender and how transphobic rules affects intersex people.
-fae
Good tags for conceptualizing how much 2% is
Die Wortfindungsstörung
Es tat weh nicht mehr tanzen zu können.
Es war ärgerlich, nach jedem Stockwerk mehrere Minuten Pause machen zu müssen, weil ich fast umgekippt wäre.
Es war gruselig, als ich in der Mitte des Sees gemerkt habe, dass ich nicht mehr kann, keine Luft mehr habe, als es mir wieder besser ging, eigentlich.
Es war traurig, als ich meinem jüngeren Geschwisterkind sagen musste, dass, so lustig die Wasserschlacht auch wäre, ich eine Pause brauche.
Die Wortfindungsstörung war schlimmer.
Am Anfang konnte ich keinen geraden Satz mehr bilden. Ich hatte einfach keine Worte mehr. Es war so frustrierend, manchmal lagen mir die Wörter auf der Zunge, während Tränen über meine Wangen liefen und ich mehr Salz als Buchstaben geschmeckt habe.
Ich hab nicht mehr richtig denken können. Konzepte, Bilder, wo früher die Heimat war die ich aus Wortkonstrukten und Vokabeln erbaut hatte.
Als Kind hatte ich keine Freund*innen, nur Bücher die zu solchen wurden.
Eloquenz ist so ein schönes Wort, mein Vokabularrepertoire wurde ausgeraubt, Seiten aus mir heraus gerissen, Fetzen, Tinte statt Blut, Konfetti.
Wiederkehrender Verlust von Zuhause und Begleiter*innen.
Ich kann wieder tanzen und schwimmen, wenn auch nicht so lange. Ich kann wieder toben. Aus dem vierten Stock bin ich umgezogen, auch wenn ich von meinem Erdgeschoss kein Feuerwerk mehr sehen kann.
Meine Gedichte reimen sich nicht mehr und ich kann keine Songs mehr schreiben. Mein Gehirn arbeitet immer noch anders. Ich versuche diese Bilder mit Worten zu tapezieren. Tinte statt Alpina Weiß. Ich will, dass Worte wieder meine Sprache werden.
Tinte statt Alpina Weiß.

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Ich wünschte es wäre wie andere Krankheiten.
Ich würde in ein Krankenhaus kommen, operiert werden ohne etwas mitzubekommen, denn ich wäre unter Narkose.
Man würde es aus mir heraus schneiden und danach läge ich in einem Bett und würde lächeln, Blumen auf dem Tisch.
Es würde ein wenig dauern, bis ich wieder ganz gesund wäre, müsste mich von der OP erholen, aber ich würde wieder lächeln, wenn auch am Anfang nur schwach. Es wäre echt.
Aber man kann es nicht herausschneiden, es ist so in mir verwoben, dass ich nicht weiß wo ich aufhöre und es anfängt.
Ich wünschte es wäre wie andere Krankheiten.
Hey. Ich wäre gerne glücklich.
Aber das ist nicht leicht.
Ich hab mein Herz verloren.
Ich hab mein Zuhause, meine Heimat verloren.
Ich hab meine weiße Weste verloren.
Ich hab meine Freund*innen verloren.
Ich hab mich verloren.
Ich hab meine Worte verloren, meine Luft und meine Art zu denken wie ich es tue.
Und das tut weh.
Aber ich arbeite an mir. Ich wäre gerne glücklich.