Der Zauber der schwarzen Katze #1
Mein Name ist Matteo, ich wurde in einer Großstadt geboren und hatte mich daher vor ein paar Jahren entschieden, aufs Land zu ziehen. Da mir der Druck und die Rastlosigkeit der Stadt langsam auf die Nerven ging. Außerdem verspürte ich in mir den Wunsch nach einem Neustart, also begab ich mich auf die Suche nach etwas, das mehr auf dem Land oder in den Bergen war. Ich hatte keine großen Ansprüche, ich wollte einfach nur etwas, das gemütlich und harmonisch war. Nach einer gefühlt endlosen suche nach einer Immobilie fand ich schlussendlich eine kleine Holzhütte in einem abgelegenen Ort am Arsch der Welt. Dort wird mich keiner kennen und ich kann endlich so sein, wie ich sein möchte, ohne Einschränkungen.
Eine richtige Besichtigung habe ich nicht gemacht, auf der Seite, wo ich die Anzeige fand, gab es 365° Aufnahmen vom gesamten Haus und der Außenanlage. Ich habe mich sofort darin verliebt, nichts und niemand hätte mich daran hindern können, dort hinzuziehen.
Ich hatte mich sogar vorher über den Ort informiert. Seltsam war nur, dass man kaum was über ihn fand, außer ein paar aufnahmen von dem Dorf und Fotos von alten bauten und Steintoren im Wald. Allein das man kaum etwas über das Dorf erfahren konnte, dass man nur ein paar Einblicke in ein mysteriöses Örtchen hatte, weckte in mir ein riesen Interesse.
Es dauerte nicht lange, bis ich alles gepackt hatte und dort hingezogen war, nur der Wald, das Haus und ich. Als ich das erste Mal vor Ort war, hat es mir fast die Sprache verschlagen. Um zum Haus zu kommen, musste man erst mal durch das ganze Dorf fahren, es war zwar nicht groß aber es war sehr verwinkelt und führte mich trotz Navi ein paarmal in die irre. Ich dachte einmal, dass das Dorf mich nicht zum Haus kommen lassen wollte und mich immer wieder im Kreis führte. Als ich schlussendlich den weg fand, der mich die Straße hinaufführte und so auch immer weiter aus dem Dorf und tiefer in dem Wald hinein. Die Zeit auf der Straße vom Dorf zum Haus beträgt höchstens 7 Minuten, doch es kam mir so vor, als ob die Straße sich zieht wie ein Kaugummi.
Um so näher ich dem Haus kam, umso mehr freute ich mich, doch in mir wuchs nicht nur die Freude, sondern auch ein anderes Gefühl von Unwohlsein und Ungewissheit.
''Was würde mich dort erwarten?''
fragte ich mich die halbe Fahrt dort hin.
Nach einer langen Autofahrt mit meinem Bussi, den Möbeln und den Klamotten kam ich endlich an. Ich stieg aus dem Auto aus und fand eine wesentlich größere Hütte vor mir als gedacht. Zwei Stockwerke, vier große Fenster an der Frontseite des Hauses, zwei massive holz Säulen, die ein kleines Vordach stützten, damit man nicht allzu nass vor der Haustür wird, falls es regnet. Vorne war eine Terrasse, durch die man zum Eingang kam und durch die schwere Holzhaustür eintreten konnte.
Fortsetzung folgt..
















