Ich habe eine Vergangenheit
In der ich die Toten liebte und die Lebenden hasse
Den Tod begehrte aufgrund der bloĂen Fantasie,
Dass ich nie wieder von dir lasse
Dir liebe Zukunft, dir liebe Hoffnung
Du bleibst doch, wenn ich meinem Namen alle Ehre mache?
Du bleibst doch, wenn mein Kind zerspringt
Ich habe eine Vergangenheit,
Die mich leiden lieĂ und meine Gedanken liest,
Sie zerfetzt und durchbohrt mit heftigem Sturm,
Lauter Atem, Zug fährt vor
Meine Vergangenheit schreit nach dem Sprung
KopfĂźber ins Becken, ohne Sicherung
Ich habe eine Vergangenheit
Die mich an allem zweifeln lässt
An GefĂźhlen und Schmerz und meinem KĂśrper, los gehts, Vertrauen fehlt,
Steh ich auf ihn oder ist mein Kopf verzerrt?
Tut er mir weh, weil die Erinnerung schmerzt, oder weil ich den Schmerz so begehr?
Der Zweifel ist da, aus Saat ein weites Feld gewachsen,
Aus weinenden Kindern und TrĂźmmermassen,
Schutter und Asche, in meinen Augen hast du mich verlassen.
Ich habe eine Vergangenheit,
Die nach mir schreit, wie eine Mutter nach dem Kind,
Das grad vor die Gleise springt,
Denn es hat seinen Kopf verloren,
Und mit hohem Haupt ging er am Zug verloren.
Ich habe eine Vergangenheit,
Sie ist mein Leben, und verdrängt Gegenwärtiges noch.
Die Zukunft hat sie längst vertrieben,
Zu viele Hiebe hat sie ihr gegeben,
alles was bleibt, ist die Hoffnung auf Leere.
Auf die Meere, auf das Morgen,
Dann fĂźhl ich mich vielleicht geborgen.