Der Spielfilm „Attentat Sarajevo -1914“ verglichen mit den Fakten
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Großereignis 1. Weltkrieg aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Eine dieser Perspektiven thematisiert einen Spielfilm des Fernsehsenders ZDF aus dem Jahre 2014, in dem das Attentat auf den Kronprinzen Franz Ferdinand in Sarajevo begonnen worden ist. Dieser Spielfilm beruft sich zum Teil auf geschichtliche Fakten, wird jedoch in einigen Teilen von meist fiktionalen Element definiert. Diese Tatbestände gilt es nun aufzudecken. Betrachtet man die geschichtlichen Begebenheiten mit denen des Filmes, so trifft man nicht nur auf einige Ungereimtheiten, sondern teils auf bizarr verzerrte Verschwörungstheorien. Diese werden als geschichtlich wahr dargestellt, haben jedoch keinen wirklichen Bezug zur Realität. Betrachtet man allein die große Schuldnachfrage, so entwickeln sich schon erhebliche Zweifel. Während der Spielfilm sich anhand von geschichtlich-ungünstigen Zufällen langsam zu einer immer größer werdenden Verschwörungstheorie entwickelt, verliert er gleichzeitig auch immer mehr an Wahrheitsgehalt. So wird von Anfang an größtes Bemühen der Deutschen proklamiert, die Serben für ihre eindeutige Schuld an dem Tod des Kronprinzen zu verurteilen. Das Land Serbien ist dem deutschen Reich ein Dorn im Auge, weil dieses den Plan einer geplanten Eisenbahnstrecke von Berlin nach Bagdad im Wege steht. Die Bahn würde sich nämlich direkt durch das serbische Reich erstrecken. Um dennoch das Großprojekt Eisenbahnstrecke von Berlin nach Bagdad durchzuboxen, inszeniert Deutschland ein heimtückisches Attentat, dass Serbien angreifbar und somit auch frei für die geplante Bahn machen soll. Das Attentat fand also nicht auf Seiten der Serben, sondern auf Seiten der Deutschen statt und macht Deutschland letztendlich zum großen Weltkriegsverursacher. Soweit nach dem Spielfilm, der sich immerhin auf vermeintlich geschichtliche Daten berufen möchte. Nach geschichtlichen Fakten jedoch zur Folge, war ein solches Bahnprojekt gar niemals realisierbar. Wäre es wirklich Deutschlands Plan gewesen, den Serben die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben, obwohl sie selber die Initiatoren gewesen sind, nur um eine solche Berlin-Bagdad-Eisenbahn zu bauen, so hätte sich das Deutsche Reich schnell mit großen finanziellen Problemen konfrontiert gesehen. Weiter noch war ein Krieg aufgrund der geschehenen Tatsachen unausweichlich und war somit schon selbst ein riesiger finanzieller Aufwand. Letztendlich ist es sehr stark fragwürdig, ob sich die Geschichte wirklich so abgespielt hat und eine Verschwörungstheorie, wie sie im Film dargestellt wird, wirklich jemals von Statten gegangen ist. Weitere Fragen wie: Hat die serbische Regierung von dem bevorstehenden Attentat wirklich nichts geahnt oder hat es, wie im Film behauptet, sogar versucht es zu verhindern? War der Tod des unbeliebten Kronprinzen tatsächlich Grund genug, um einen Weltkrieg anzuzetteln? Immerhin ist bis vier Wochen nach dem Attentat keine große internationale Aktivität zu beobachten gewesen. Hätte Deutschland oder Österreich dann nicht gleich nach dem Attentat Serbien angreifen können, um es somit endgültig aus dem Weg schaffen zu können? Diese und viele Fragen stehen bis heute noch offen und werden noch immer von Historikern heiß diskutiert. Es erscheinen stets neue Bücher, die sich mit der Thematik der Kriegsschuld des 1. Weltkriegs beschäftigen. Es ist jedoch festzuhalten, dass die Abhandlung des Filmes mehr Fragen aufwirft, als wirklich fundierte Antworten liefert.
Letzendlich nicht geklärt ist zum Beispiel bis heute geblieben, ob Princip und seine Freunde am Ende auf eigene Rechnung handelten oder doch im Auftrag der geheimen Gesellschaft „Vereinigung oder Tod“ mit dem intriganten Belgrader Offizier Apis Dimitrijevic an der Spitze. Im letzten Moment hatte der Vorstand der Gesellschaft das Attentat, das er vorbereiten half, abgeblasen, und ein Bote hätte den Verschwörern in Sarajevo den Beschluss mitteilen sollen. Ob der Bote dann aber doch – womöglich im Auftrag von Apis – grünes Licht gab, wird immer unklar bleiben. „Die serbische Regierung“ schreibt Mayer, „die das Attentat nicht aufzuhalten vermochte, war schließlich an maximaler Vertuschung interessiert, als das Malheur nun schon einmal in der Welt war.“
http://www.fr-online.de/der-erste-weltkrieg/gregor-mayer--verschwoerung-in-sarajevo-der-kult-der-tat,1477454,26082998.html
Der Tag war äußerst unglücklich gewählt, denn es war der 28.6.1914- ein serbischer National(Trauer)- Tag an dem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand seinen Besuch in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo durchführte.
->Zusammenfassung von 7 Quellenberichten bezüglich dem Ablauf des Attentats auf den Thronfolger Franz Ferdinand:
Der Student Gavrilo Princip war ein Student aus Bosnien-Herzegowina und begann mit sechs weiteren Mitbestreitern, ebenfalls alle Studenten, das Attentat (Gavrilo Prinzip) den Thronerbe Franz Ferdinand. Ob sie nun Mitglieder von der radikalen Untergrundgruppe "Mlada Bosna“ (junges Bosnien) gewesen sind oder Anhänger der „Schwarzen Hand“ oder der russischen „Planslawischen Bewegung“ angehörten, geht nur aus den Vernehmungsprotokollen der untersuchenden Beamten hervor. Es liegen also fragwürdige Dokumentationen von subjektiv affektierten Beamten vor, deren Schriftsatz auch manipuliert sein könnte. Das Attentat fand an zwei Stellen statt: Einmal wurde von einem Mittäter namens Nedeljko Čabrinović eine Bombe auf die Autokolonne geschleudert, prallte jedoch aus gewissen Gründen vom Ziel ab. Unterschiedliche Quellen berichten, wie der Thronerbe selbst die Bombe abgewehrt hat. Desweiteren wird behauptet, dass die Bombe an einem unidentifizierbaren Gegenstand abgeprallt sei. Es wurde jedoch eins der sechs Vehikel getroffen und die Insassen wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Student Nedeljko Cabrinovic versucht sich mit einer Zylankalytablette das Leben zu nehmen. Das Gifts wirkte auf unergründliche Weise nicht. Als die Attacke fehl schlug, ging man fälschlicher Weise davon aus, dass die Gefahr gebannt sei und die Kolonne nun unbehelligt ihren Weg zum Rathaus fortfahren könne. Nach einem Kurzbesuch des Thronerben im Krankenhaus ging es auch mit demselben Auto und offenem Verdeck weiter Richtung Rathaus. Nach dem Besuch beim Bürgermeister begaben sich Franz Ferdinand und seine Frau wieder in das Auto. Die Autos verließen den Rathausplatz und fuhren Richtung Bahnhof, über Cumurija-Brücke zurück, wo der erste Attentatsversuch stattgefunden hatte ?
Während einem bisher unergründlichen Wendemanövers des Autos, kurz vor der Cumurija-Brücke, an der Lateinerbrücke, schoss der Student Gavrilo Princip auf das Paar. Eine Kugel traf Prinzessin Sophie, Franz Ferdinands Frau im Unterleib. Eine andere den Thronfolger an der Halsschlagader. Beide erlagen ihren Verletzungen im Krankenhaus.
Nicht geklärt und fraglich sind folgende Aspekte:
Warum war die Wagenkolonne nicht besser geschützt?
Wie konnten gleich zwei Attentate hintereinander auf das Ehepaar erfolgen?
Wieso fuhr der Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie mit einem offenen Verdeck?
Wieso fuhren sie nach dem ersten Anschlag unbehelligt weiter?
Waren es lediglich sechs Studenten alleine, die das Attentat geplant haben?
Wieso haben die eigentlich tödlich Zyankalikapseln nicht gewirkt?
Diese und viele weitere Fragen können nicht hundertprozentig geklärt werden und sind von daher bestens als Vorlage für eine Verschwörungstheorie geeignet.
http://www.dw.de/das-attentat-von-sarajewo/a-3968666
http://www.mein-oesterreich.info/geschichte/sarajevo.htm
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46174425.html
http://www.bild.de/politik/ausland/attentat/von-sarajevo-jaehrt-sich-zum-hundersten-mal-36557480.bild.html
http://www.tagesschau.de/ausland/sarajevo-chronik-xl-100.html#
http://science.apa.at/rubrik/kultur_und_gesellschaft/1914_2014_-_Sarajevo_Der_Ablauf_des_Attentats/SCI_20140603_SCI54612457618660696
http://www.kaisergruft.at/kaisergruft/attentat.htm