Wir werden das Wechselbalg schon schaukeln.
Ich erinnere mich an deine Babyschritte, heraus aus einer Krankheit, die andere nicht einmal als solche anerkennen. Sieh dich an: Dir liegt nicht mehr so viel Nacht im Auge wie frĂŒher, du lĂ€sst Wachstum zu, um irgendwann vielleicht etwas Neues in dir sammeln zu können als diese Aschebrocken, du sprichst von Zukunft, auch wenn du noch nicht ganz daran glaubst.
Noch immer lĂ€sst du viele Dinge fallen, stöĂt dich vielleicht etwas hĂ€ufiger als andere Menschen, auch an Dingen, die dir nicht im Weg standen und siehst absichtlich in eine andere Richtung, wenn du mit dem Teppichmesser ein Paket öffnest; ich bemerke das und rede mir ein, dein LĂ€cheln sei BekrĂ€ftigung genug, um mich weiter hoffen zu lassen, du wĂŒrdest es schaffen, wir wĂŒrden es schaffen.
Manchmal schmilzt dein Schutz fĂŒr kurze Zeit und ich darf dir Halt schenken, deine Zweigarme an mir spĂŒren, ohne zu wissen, wie das stete Klopfen deines Pulses auf dich selbst wirkt: vielversprechend, beĂ€ngstigend, abstoĂend, bedrohlich? Und nie vermag ich, dich lange zu stĂŒtzen, ohne dass du wund wirst durch so viel NĂ€he.
Letztlich tragen wir am selben Leid, aber ich kann versprechen: fĂŒr jede Erinnerung, die du dir wie Salz in deine Wunden streust, werde ich eine andere finden, die dir Licht und WĂ€rme und ein Zuhause schenkt.














