BI verabschiedet sich von Nord-Ost Umfahrung?
(Quelle: Appell der BI an die Stadträte vom 14.7.2020)
Immer wenn ich lese, dass die BI als (neues?) Ziel “Lieber nix als den Tunnel” verfolgt, frage ich mich jedes Mal:
War die Nord-Ost-Umfahrung aus Sicht der BI jemals eine ernsthafte Alternative?
Und wenn ich dann auf die letzten drei Jahre zurückblicke - also die Zeit nach dem Kompromiss “Tunnel bauen - Umfahrung planen” - , habe ich eher den Eindruck gewonnen, dass sich die BI oder die WPS irgendwie für die Nord-Ost-Umfahrung überhaupt nicht mehr interessiert.
War die Nord-Ost-Umfahrung am Ende nur ein Vorwand, um eine realisierbare Verkehrsentlastung vom externen Durchgangsverkehr durch den B 2 Tunnel zu verhindern?
Ich will gar nicht unterstellen, dass bei Gründung der BI das Ziel einer Nord-Ost-Umfahrung ohne B 2 Tunnel erreichbar erschien. Aber spätestens mit dem Wahlkampf 2008 (”Wir glauben, dass eine Nord-Ost-Umfahrung in 6-8 Jahren gebaut werden kann” - übrigens dauert die bisher geplante Bauzeit des B 2 Tunnels auch nicht länger.) wurde meines Erachtens wider besseren Wissens die Realisierbarkeit der Nord-Ost-Umfahrung nur vorgeschoben, um ... ja, was zu erreichen?
Mit dem jetzt abgeänderten Ziel der BI wird klar, was Starnberg an Möglichkeiten für eine Verkehrsentlastung vom externen Durchgangsverkehr hat:
B 2 Tunnel oder nichts ...
Und zwischen genau diesen beiden Möglichkeiten hat sich jede Bürgerin und jeder Bürger aus Sicht von Starnberg zu entscheiden.