Das Ende meiner Weltreise
Nach fast einem Jahr Reisen war es an der Zeit fĂŒr eine VerĂ€nderung. Mit meiner Ankunft in Thailand merkte ich schnell dass irgendwie die Luft raus war, die Motivation neues zu entdecken war verflogen. NatĂŒrlich habe ich unheimlich viel erlebt und gesehen und trotz meines doch eher langsamen Tempos war es etwas zu viel. Das ist auch der Grund warum ich in Thailand viel lĂ€nger geblieben bin als ursprĂŒnglich gedacht. Und so blieb ich also immer fĂŒr einige Wochen an einem Ort und erkundete langsam, oder besser gesagt sehr langsam, Thailand. Und was soll sagen, in dieser Zeit realisierte ich, dass es zwar so viele Orte auf der Welt zu sehen gibt ich aber jetzt einfach super glĂŒcklich hier in Thailand bin. Und so begann ich nach einer Lösung zu suchen, um erstmal lĂ€nger hier in Bangkok bleiben.
Arbeiten um den Geldbeutel zu Schonen
Von meiner Reise hatte ich zwar noch Geld fĂŒr ĂŒber 8 Monate auf dem Konto, doch das möchte ich mir eigentlich eher fĂŒr spĂ€ter aufheben. Also gab es nur eine Lösung: ich musste irgendwie wieder an Geld herankommen. Da ich hier in Bangkok viele Englischlehrer kenne, war fĂŒr mich die Entscheidung relativ schnell gefallen. Ich werde nach einer Stelle als Englischlehrer in Bangkok suchen, nachdem ich meine Steuerangelegenheiten und andere Aufgaben die sich so angesammelt haben erledigt habe. Angeblich stehen die Chancen garnichtmal so schlecht eine fĂŒr thailĂ€ndische VerhĂ€ltnisse gut bezahlte Stelle zu finden. Ich hatte also einen Plan. Doch wie ich im letzten Jahr schon festgestellt habe, funktioniert das mit PlĂ€nen in meinem Fall eher selten. Und so kam es auch dieses Mal. Eines Abends unterhielt ich mich mit einem Englischlehrer, der mir die Info gab, dass ich auch online als Lehrer arbeiten kann falls ich keine Stelle in einer Schule finde. Und direkt hatte ich einen Geistesblitz: warum sollte ich etwas machen was ich eigentlich nicht kann, wenn ich auf der anderen Seite online auch fĂŒr deutschsprachige Kunden arbeiten kann, in dem ich wirklich gut bin und dabei auch noch mehr Geld verdienen kann.
Mein Start als Digitaler Nomade
So begann ich sofort mir im Internet weitere Informationen zu beschaffen und sah einige Videos ĂŒber Virtuelle Assistenz, Digitale Nomaden und Freelancer an. Ich legte mir also meinen eigenen Plan fĂŒr den Start zurecht und erstellte mir eine Facebook Seite und einige Profile bei einigen Plattformen, denn ich war mir sehr sicher, dass der Anfang sehr schwer werden wird. Mein Focus lag zu Beginn auf einer möglichst hohen Anzahl an Angeboten, um so schnell wie möglich meine ersten UmsĂ€tze zu realisieren. Obwohl ich innerhalb von ein paar Tagen meinen ersten kleinen Auftrag erhalten habe wurde es dann wieder etwas ruhiger. Doch schon eine Woche spĂ€ter bekam ich eine Zusage nach der anderen und hatte mehr Jobs als ich eigentlich wollte. So hatte ich bereits im ersten Monat den Gewinn erreicht, den ich mindestens zum Leben brauche. NatĂŒrlich ist der in Thailand etwas geringer als in Deutschland, trotzdem war ich ĂŒberrascht wie einfach es eigentlich war.
Und wie geht es jetzt weiter?
FĂŒr die meisten Reisenden geht es nach einer Weltreise zurĂŒck in die Heimat. Doch durch meine SelbstĂ€ndigkeit habe ich mir die Möglichkeit geschaffen vollkommen unabhĂ€ngig von meinem Budget zu leben wo ich möchte. Und genau das möchte ich erstmal ausleben. Aktuell mache ich einen Sprachkurs in Bangkok und lerne die nĂ€chsten 8 bis 14 Monate meine erste asiatische Sprache. Danach möchte zwar in SĂŒdostasien bleiben, aber nicht unbedingt in Thailand. Vielleicht geht es dann weiter nach Vietnam oder Indonesien, aber das werde ich spĂ€ter sehen. Denn eines habe ich wĂ€hrend meiner Reise gelernt: PlĂ€ne funktionieren nie. Read the full article










