Seit einigen Wochen habe ich die Umidigi Uwatch in Gebrauch und habe positive und negative Erlebnisse mit der Uhr gehabt. Leider gibt es auch wieder wie bei dem Umidigi Smartphone einige grundlegende Dinge, die einfach hätten funktionieren müssen. Ich hoffe, dass Umidigi hier noch dran arbeitet und in wenigen Jahren mit anderen herstellern mithalten kann. Potential haben sie auf jeden Fall.
Negatives zur Umidigi Uwatch
Zu Beginn muss ich die Umidigi Uwatch ein wenig kritisieren. Für einen schönen Fitnesstracker fehlen mir hier noch ein paar Funktionen.
Das für mich größte Problem an der Umidigi Uwatch ist, dass ich meine Fitnessdaten – Schritte, Schlaf, Aktivitäten – nicht in eine andere Fitness-App bekomme. Die Uwatch wird mit der App “Da Fit” verbunden. Doch leider hat diese App aktuell noch keine Schnittstelle zu einer Fitness-App wie Google Fit oder Samsung Health. Eine von beiden Apps brauche ich aber, um meine Aktivitäten mit der AOK Bonus App synchronisieren zu können.
Was auch ein wenig stört ist, dass man nicht den aktuellen und genauen Akkustand sieht. Es gibt zwar ein Batterie-Icon, welches anzeigt, wie voll der Akku ist, allerdings sieht man nicht ob es jetzt 15% oder 5% sind. Das könnte man wenigstens noch im Systemmenü hinzufügen.
Ein wenig schlecht ist es, wenn man mit der Uhr unter der Dusche steht. Das Display wechselt fast im Sekundentakt, da das Wasser als Interaktion auf dem Touch-Button interpretiert wird. Dadurch wird natürlich auch der Akku schneller leer. Hier wäre es schön wenn man wie bei anderen Fitnesstrackern – zum Beispiel dem Xiaomi Mi Band 3 – noch eine Displaysperre integrieren würde.
Will man sich die Uhrzeit anzeigen lassen und nutzt dafür den Touch-Button auf der Frontseite, dann ist es mir nun schön öfter passiert, dass ich diesen zwei Mal getippt habe, weil beim ersten Mal nichts passiert ist. Der Grund ist allerdings nicht, dass ich den Button nicht erwischt habe, sondern, dass die Zeit einfach verzögert angezeigt wird. Tippt man also auf den Touch-Button, muss man ein kleines bisschen warten, bevor die Zeit angezeigt wird.
Von der Pebble, Huawei Watch 2 und auch der Xiaomi Amazfit Bip kenne ich bisher die schönen Anpassungen, die man mit einem Watchface machen kann. Bei der Umidigi Uwatch klappt das allerdings nicht so einfach. Hier gibt es aktuell noch keine Schnittstelle, um Watchfaces erstellen und auf die Uhr laden zu können. Einen kleinen Lichtblick gibt es allerdings. Es sind drei Watchfaces über die App verfügbar, wobei bei einem Watchface die Anzeige der Zeit und der Hintergrund angepasst werden kann. Vielleicht wird es ja hier später auch noch weitere Möglichkeiten geben.
Positives zur Umidigi Uwatch
Meckern kann jeder, doch es gibt auch ein paar positive Eigenschaften bei der Uwatch.
Die Akkulaufzeit der Umidigi Uwatch beträgt etwa eine Woche. Bei meinem ersten Test habe ich die Uwatch am Montag Abend geladen und am Sonntag nachmittag bekam ich dann die Meldung angezeigt, dass der Akku fast leer ist. Im Vergleich zu einer Huawei Watch 2, welche schon nach 2 Tagen geladen werden muss finde ich die Akkulaufzeit schon gar nicht so schlecht. Mit einer Pebble oder Amazfit Bip kann die Uwatch allerdings nicht mithalten.
Das Armband der Umidigi Uwatch kann sehr einfach gewechselt werden, wodurch jeder genau seinen Style bekommen kann. Es gibt diverse 22mm Armbänder in Leder, Stoff, Silikon oder Metall. Aber auch das mitgelieferte Armband kann sich sehen lassen. Optisch ist es gar nicht so schlecht und haptisch kann ich mich auch nicht beklagen. Leider habe ich aktuell kein 22mm Silikon Armband, um dies zu testen. Aber vielleicht bekomme ich ja noch eins.
Das Display ist gar nicht so schlecht. Selbst bei Sonnenschein lässt sich das Display noch ablesen. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist aber auch bei der Uwatch das Display gefühlt aus. Dennoch ist es ein wenig besser als bei anderen Fitnesstrackern.
Ich bin zwar kein Fan von runden Uhren, doch das Design der Umidigi Uwatch gefällt mir recht gut. Wie auch beim Umidigi Z2 Pro Smartphone hat die Uhr eine kleine Carbon-Option integriert. Auch das Armband passt sehr gut zum Gesamtbild und die Uhr sitzt sehr angenehm am Arm. Bei der Optik muss Umidigi glaube ich nicht mehr so viel lernen.
Das Fazit fällt mir ein wenig schwer. Eigentlich ist die Umidigi Uwatch eine schicke Uhr mit Fitnessfunktionen. Zum Preis von 30 bis 60 Euro liegt sie dabei auch im unteren Preissegment. Wenn ich allerdings die Fitnessdaten nicht aus der “Da Fit”-App herausbekomme, dann ist die Uhr für mich persönlich eher sinnfrei. Wer einfach nur seine Schritte auf der Uhr sehen möchte, bekommt hier für wenig Geld einen ganz soliden Fitnesstracker.
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