Kann jeder mit KI gute Texte schreiben?
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Kann jeder mit KI gute Texte schreiben?

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KI SEO Optimierung 2026: Was du jetzt wissen musst
Kann jeder mit KI gute Texte schreiben?
Können jetzt alle âguteâ Texte mit KI schreiben? Wenn du unter âschreibenâ so etwas wie âproduzierenâ verstehst, dann lautet die Antwort: Ja. Wenn du damit meinst, ob jede:r gute, hochwertige Inhalte mit Mehrwert kreieren kann: Nein. Denn das entscheidet immer noch dein Kopf!
KI erstellt Content, aber keine QualitÀt
KI-Tools spucken per Klick Texte aus, fĂŒr die du frĂŒher Stunden gebraucht hĂ€ttest. Grammatik sitzt, die SĂ€tze flieĂen, das Ganze liest sich vermeintlich âprofessionellâ.
Und trotzdem merkst du beim Lesen: Da fehlt was â da ist nichts drin.
Kein Gedanke, der hÀngen bleibt.
Kein Satz, der ĂŒberrascht.
Kein wirklicher Mehrwert.
Genau hier liegt der Haken bei KI-generierten Texten: Eine KĂŒnstliche Intelligenz ist nicht darauf trainiert, âgenialâ zu schreiben, sondern âwahrscheinlichâ. Sie berechnet das nĂ€chste passende Wort und landet damit zwangslĂ€ufig im MittelmaĂ.
Vgl. Was können KI-SEO-Texte wirklich? + GEO-Texte sind auch nur SEO-Texte
Seelenlose KI-Texte sind der Standard
Ohne dein Urteilsvermögen und ohne dein eigenes TextgefĂŒhl bekommst du Internettexte, die formal okay sind, aber geistig leer.
Ein hĂŒbsch verpacktes Nichts.
Das MittelmaĂ-Paradoxon
Warum KI nicht aus sich heraus glÀnzt
KI ist auf Durchschnitt trainiert. Das ist wichtig, um ein akzeptables Text-Niveau zu erhalten. Doch Durchschnitt ist per Definition nicht herausragend, nicht besonders und nicht einzigartig.
Wer den Output der KI nicht kritisch hinterfragt, bekommt das Mittel. Leute ohne Schreibkompetenzen akzeptieren einfach, was die KI liefert. Sie merken oft gar nicht, dass das Argument schwach ist oder die Formulierung nicht passt. Und sie ĂŒbernehmen ungefiltert und unbewusst Floskeln, leere Phrasen und AllgemeinplĂ€tze, die sowieso keiner mehr lesen will.
Vgl. Darum lĂŒgt ChatGPT hĂ€ufig â und das ist kein Zufall
Das fĂŒhlt sich fĂŒr dich als Autor vielleicht produktiv an (âWow, schon 1.500 Wörter!â), ist aber nur Content-Rauschen und ein Zeitfresser.
Talentierte und gute Texter, Schreiberinnen, Autoren erkennen sofort, wo der Text fad, beliebig oder unlogisch wird. Um einen KI-Text auf ein menschliches Level zu heben, mĂŒssen Strukturen verĂ€ndert, Aussagen geschĂ€rft, FĂŒlltexte gestrichen und konkrete Beispiele eingefĂŒgt werden. Am besten mit Erfahrungen, Haltung und Stil.
Der Mensch als Wissens- und QualitÀtsfaktor
Im Klartext: Die KI liefert dir das Rohmaterial. Doch du als Mensch entscheidest, ob daraus ein billiger Kunststoffstuhl wird oder ein echtes DesignerstĂŒck.
Vgl. Digitaler SEO-Humanismus: Warum SEO 2026 eine Seele braucht
Prompting ist Schreibkunst
Viele Marketer oder Laien denken, mit dem einfachen Satz: âSchreib mir einen perfekten SEO-Text ĂŒber XYâ erscheine magisch ein origineller Text auf dem Bildschirm. Die bittere Wahrheit ist allerdings: So lĂ€uft das nicht und so hat es auch noch nie funktioniert.
Ein guter Prompt ist selbst ein gehöriges StĂŒck Denk- und Schreibarbeit. Als professioneller Schreiberling oder Autorin musst du:
Kontext klĂ€ren (Wer liest das? Welches Problem hat diese Person? Was soll sie nach dem Lesen wissen, fĂŒhlen oder tun?)
TonalitÀt festlegen (locker, provokant, sachlich, empathisch? Fachpublikum oder Einsteiger? Du-Ansprache oder Sie-Ansprache?)
Struktur vorgeben (Welche Fragen muss der Text beantworten? Wo ist der Spannungsbogen? Welche Argumente gehören an den Anfang, welche ans Ende?)
Das alles ist nichts anderes als klassisches Texten â nur, dass du es hier vor dem Schreiben machst, nicht wĂ€hrenddessen. Ohne SchreibgefĂŒhl klingt dein Prompt vage. Die KI rĂ€t dann fröhlich herum und du wunderst dich ĂŒber beliebige, austauschbare Texte.
Mit SchreibgefĂŒhl formulierst du prĂ€zise. Du grenzt ein, schĂ€rfst, gibst Beispiele und Gegenbeispiele. Und dann liefert die gleiche KI deutlich mehr Substanz!
KI ist dein Praktikant, kein Hirn-Ersatz
Der Fehler liegt in der Logik. Die KI ist wie ein fleiĂiger, unermĂŒdlicher Praktikant:
Er schreibt in 5 Minuten 10 Varianten einer Einleitung.
Er fasst lange Fachartikel in Stichpunkten zusammen.
Er strukturiert dein chaotisches Brainstorming in klare Abschnitte.
Aber: Dein Praktikant hat keine Kompetenz im selbstĂ€ndigen, kreativen Denken. Er hat keine eigene Meinung, keine Lebenserfahrung und keinerlei Intuition. Gibst du ihm keine klaren Anweisungen, erfĂŒllt er nur die wichtigste Pflicht: nach Vorschrift zu arbeiten. Und wenn du seine Ergebnisse nicht prĂŒfst, riskierst du Fehler, BanalitĂ€ten und Phrasen-Friedhöfe in deiner Kommunikation.
Vgl. GEO â Synergie aus KI & SEO
Autoren-Rollen verÀndern sich
FrĂŒher warst du der Produzent, der mit dem weiĂen Blatt kĂ€mpft. Heute bist du die Kuratorin, die sich mit viel zu viel mittelmĂ€Ăigen Inhalten herumschlagen muss.
Gute Schreiberlinge sind heute vor allem hervorragende Text-Kuratoren: Sie wÀhlen aus, streichen radikal und schÀrfen, bis der Text knallt.
Mehrwert ist menschlich
Mehrwert entsteht dort, wo ein Text:
ein echtes Problem konkret löst,
eine neue Perspektive öffnet,
einen Gedanken klarer formuliert usw.
KI kann dir dabei helfen, schneller zu formulieren. Aber sie weiĂ nicht, welche Erfahrung aus deinem Alltag wirklich relevant ist. Sie war nicht in deinen Meetings, hat keine Kundinnen und Kunden gesehen sowie keine Fehler gemacht, aus denen du gelernt hast.
Das bedeutet: Fachwissen, Haltung und punktgenauer Mehrwert kommen von dir. Die KI bringt Geschwindigkeit und Form. Du bringst Inhalt und Relevanz.
Mein Fazit
Muss man gut schreiben können, um mit KI gute Texte zu erstellen?
Wenn du âgutâ definierst als âQualitĂ€t mit echtem Mehrwertâ â dann lautet die Antwort: Ja, du brauchst nach wie vor klare Gedanken, SprachgefĂŒhl und ein VerstĂ€ndnis fĂŒr deine Leserschaft. Nicht jeder muss und kann ein literarisches Genie sein â aber du musst unterscheiden können zwischen Floskel und Aussage; erkennen, wann ein Text hohl ist; wissen, wie man komplexe Dinge verstĂ€ndlich erklĂ€rt.
Die KI senkt die HĂŒrde fĂŒr akzeptable Texte massiv.
Doch die HĂŒrde fĂŒr exzellente Texte bleibt hoch.
Und genau darin liegt deine Chance: Wer Schreiben (und Denken) beherrscht, wird mit KI nicht ĂŒberflĂŒssig, sondern gefĂ€hrlich gut!
Darum lĂŒgt ChatGPT hĂ€ufig â und warum das kein Zufall ist
Wer mit ChatGPT oder anderen KI-Textgeneratoren arbeitet, kennt das PhĂ€nomen: Die KI klingt ĂŒberzeugend, aber manchmal stimmt die Antwort einfach nicht. Warum ist das so? Und lĂ€sst sich das Problem ĂŒberhaupt lösen? Eine aktuelle Studie von OpenAI bringt Licht ins Dunkel â und zeigt, warum KI-Modelle nie aufhören werden, Fakten zu erfinden.
Wie ChatGPT lernt
und warum Fehler dabei unvermeidlich sind
Ein Blick in die Geschichte der Sprachmodelle zeigt, wie rasant sich die Technologie entwickelt hat â und warum die aktuellen Herausforderungen so komplex sind.
UrsprĂŒnglich basierten KI-Textsysteme auf einfachen Regeln und festgelegten Datenbanken. Sie konnten nur das wiedergeben, was zuvor manuell eingespeist wurde. (Vgl. Text-Spinning) Mit dem Aufkommen sogenannter neuronaler Netze und dem Training auf riesigen Textmengen aus dem Internet wurden die Modelle immer leistungsfĂ€higer. Heute âlernenâ Sprachmodelle wie ChatGPT anhand von Milliarden von SĂ€tzen, die sie aus BĂŒchern, Webseiten und Foren analysieren. Doch diese Daten sind nicht immer korrekt, vollstĂ€ndig oder widerspruchsfrei.
Die KI ĂŒbernimmt munter Fehler, MissverstĂ€ndnisse und sogar Falschinformationen. Hinzu kommt, dass die Modelle keine echten âKenntnisseâ haben, sondern Muster erkennen und Wahrscheinlichkeiten berechnen. Sie wissen nicht, was wahr oder falsch ist â sie ahmen lediglich nach, was in den Daten am hĂ€ufigsten vorkommt oder am besten passt.
Deshalb kann ChatGPT zwar beeindruckend formulieren und scheinbar komplexe ZusammenhĂ€nge erklĂ€ren, aber es fehlt ihm das kritische Urteilsvermögen eines Menschen. Die Folge: Auch offensichtliche Fehler werden mit derselben Ăberzeugung prĂ€sentiert wie korrekte Fakten. Vgl. ChatGPT Texte schreiben lassen
KI-Halluzinationen
Wenn die KI sich Antworten ausdenkt
Im Marketing spricht man von âHalluzinationenâ, wenn ein Sprachmodell wie ChatGPT Informationen liefert, die nicht stimmen oder frei erfunden sind. Das ist kein seltener Ausrutscher: Laut OpenAI mĂŒsste ChatGPT bei einem Drittel aller Anfragen eigentlich ehrlich zugeben: âKeine Ahnung.â
Doch das passiert selten. Stattdessen rĂ€t die KI â und das aus gutem Grund. Vgl. KI-Chatbots mit ĂŒber 60 % Fehler
Mathematisch unvermeidbar:
Warum KI halluziniert
Die OpenAI-Studie liefert erstmals eine fundierte mathematische ErklĂ€rung fĂŒr das Halluzinieren von KI-Sprachmodellen. Das Problem liegt nicht nur an fehlerhaften Trainingsdaten. Selbst wenn die Trainingsdaten perfekt wĂ€ren, wĂŒrde die KI immer noch Fehler machen.
Warum? Anders als eine Suchmaschine, die gezielt nach belegten Fakten sucht, arbeitet ein Sprachmodell wie ChatGPT rein auf Basis von Wahrscheinlichkeiten: Es berechnet, welches Wort oder welche Aussage am wahrscheinlichsten auf die gestellte Frage folgt â unabhĂ€ngig davon, ob diese wirklich wahr ist.
So entstehen Antworten, die ĂŒberzeugend klingen, aber nicht stimmen mĂŒssen. Gewissheiten kennt die KI nicht, sie produziert lediglich das, was statistisch am besten passt. Ein Beispiel: Wenn die KI nach dem Geburtstag einer bekannten Person gefragt wird, die nur selten in den Trainingsdaten vorkommt, steigt die Wahrscheinlichkeit fĂŒr eine falsche Antwort deutlich.
Ich kann es nicht oft genug betonen: Textassistenten sind keine Wissensdatenbank â Und ja, das macht einen riesengroĂen Unterschied fĂŒr die Antworten, die du erhĂ€ltst.
Wissensdatenbank vs. KI-Textassistent
Eine Wissensdatenbank ist im Grunde ein digitales Nachschlagewerk. Sie enthĂ€lt geprĂŒfte Informationen, die von Expertinnen und Experten oder Redaktionen sorgfĂ€ltig eingepflegt und regelmĂ€Ăig aktualisiert werden. Wenn du eine Frage stellst, durchsucht die Datenbank ihre EintrĂ€ge und liefert dir eine prĂ€zise, belegte Antwort. Die Inhalte sind klar strukturiert, oft mit Quellenangaben versehen und auf Richtigkeit ĂŒberprĂŒft.
Ein KI-Textassistent wie ChatGPT funktioniert ganz anders. Er hat keine fest hinterlegten Fakten, sondern wurde mit riesigen Mengen an Texten aus dem Internet, BĂŒchern und anderen Quellen âtrainiertâ.
Das System hat daraus Muster gelernt: Es berechnet, welche Wortfolge am wahrscheinlichsten auf deine Frage passt â unabhĂ€ngig davon, ob die Antwort tatsĂ€chlich stimmt. ChatGPT kann also auch zu Themen Auskunft geben, die nicht explizit in einer Datenbank stehen, aber es besteht immer die Gefahr, dass die Antwort nur plausibel klingt, doch sachlich falsch ist.
Beispiel: Du möchtest wissen, wann Albert Einstein geboren wurde.
Wissensdatenbank: Du gibst die Frage ein und erhĂ€ltst die Antwort: âAlbert Einstein wurde am 14. MĂ€rz 1879 geboren.â Die Information ist belegt und stammt aus einer zuverlĂ€ssigen Quelle.
KI-Textassistent: Du stellst dieselbe Frage. ChatGPT antwortet vermutlich ebenfalls korrekt, weil das Geburtsdatum hĂ€ufig in den Trainingsdaten vorkommt. Aber bei weniger bekannten Personen oder Fakten kann die KI auch raten und eine falsche Antwort liefern â zum Beispiel ein erfundenes Datum.
Kurz gesagt: Die Wissensdatenbank liefert geprĂŒfte Fakten, der KI-Textassistent generiert Antworten auf Basis von Wahrscheinlichkeiten und Mustern. Das macht ihn flexibel, aber auch fehleranfĂ€llig.
Das Dilemma der Bewertungssysteme
Ein groĂes Problem ist, wie KI-Programme wie ChatGPT getestet und bewertet werden. Die KIs durchlaufen sozusagen ein PrĂŒfungsprogramm bzw. Training. FĂŒr jede Frage gibt es 1 Punkt. Wenn die KI ehrlich sagt âIch weiĂ es nichtâ, bekommt sie 0 Punkte. Wenn sie rĂ€t und die Antwort falsch ist, bekommt sie ebenfalls 0 Punkte.
Das bedeutet: FĂŒr die KI lohnt es sich nicht, zuzugeben, dass sie etwas nicht weiĂ. Stattdessen rĂ€t sie lieber â denn vielleicht liegt sie ja richtig und bekommt Punkte. So entsteht eine Situation, in der die KI immer versucht, eine Antwort zu geben, selbst wenn sie unsicher ist.
Das Ergebnis, mit dem Verbraucher leben mĂŒssen: Die KI erfindet hĂ€ufiger Dinge, anstatt einfach mal âKeine Ahnungâ zu antworten. Forschende nennen das eine âEpidemieâ von erfundenen Antworten.
Vgl. auch Digitaler Rinderwahn: Wenn KI mit KI-Texten gefĂŒttert wird
Die (theoretische) Lösung â und warum sie nicht angewendet wird
OpenAI verdient Geld damit, dass Nutzerinnen und Nutzer gerne mit ChatGPT arbeiten und dem System vertrauen. Das GeschĂ€ftsmodell setzt darauf, dass die KI immer schnell und zuverlĂ€ssig Antworten liefert â und zwar zu möglichst jeder Frage.
Wenn ChatGPT aber plötzlich bei vielen Anfragen sagt: âIch weiĂ es nichtâ, sind viele Menschen enttĂ€uscht oder sogar genervt. Sie sind es gewohnt, auf Knopfdruck eine Antwort zu bekommen, egal wie schwierig die Frage ist. Diese Frustration kann dazu fĂŒhren, dass Nutzerinnen und Nutzer das System weniger nutzen oder ganz abspringen.
Weniger Nutzung bedeutet weniger Einnahmen fĂŒr OpenAI. Das Unternehmen muss also abwĂ€gen: Einerseits wĂ€re es ehrlicher, wenn die KI Unsicherheiten zugibt. Andererseits könnte das die Kundschaft vergraulen und das GeschĂ€ftsmodell gefĂ€hrden.
Deshalb bleibt OpenAI oft bei der Strategie, immer eine Antwort zu liefern â selbst wenn sie geraten ist.
Wirtschaftliche HĂŒrden:
Rechenaufwand und Kosten
Selbst wenn die Akzeptanz fĂŒr mehr Unsicherheiten steigen wĂŒrde, gibt es noch ein weiteres Problem: die Kosten. KI-Modelle, die Unsicherheiten sauber berechnen und abwĂ€gen, brauchen deutlich mehr Rechenleistung. FĂŒr spezialisierte Anwendungen â etwa in der Medizin oder im Finanzwesen â lohnt sich das. Hier sind die Kosten fĂŒr Fehler hoch, und Genauigkeit ist entscheidend.
Im Alltag fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher ist der Aufwand aber kaum zu rechtfertigen.
Warum sich so schnell nichts Àndern wird
Solange die wirtschaftlichen Anreize so gesetzt sind, dass schnelle und eindeutige Antworten belohnt werden, wird sich an der Halluzinationsrate wenig Ă€ndern. Die Studie von OpenAI zeigt: Die Entwicklung von KI fĂŒr den Massenmarkt steht im Widerspruch zu maximaler VerlĂ€sslichkeit. Fortschritte in der Hardware könnten das Problem in Zukunft abmildern, aber das grundsĂ€tzliche Problem bleibt bestehen.
Vgl. SEO & GEO sind keine Alternativen
WeiĂ ChatGPT, dass es lĂŒgt?
Die Frage setzt einen falsche Kontext. ChatGPT ist kein denkendes Wesen, sondern ein Sprachmodell. Es hat kein Bewusstsein, keine GefĂŒhle und keine Absicht, jemanden zu tĂ€uschen. Stattdessen erzeugt es Antworten, indem es berechnet, welche Wortfolgen statistisch am wahrscheinlichsten auf eine Frage passen.
Es prĂŒft dabei nicht, ob die Antwort wirklich stimmt. Wenn ChatGPT eine falsche Information ausgibt, dann weil das Modell einfach die plausibelste Antwort generiert. ChatGPT kann nicht wissen, ob es lĂŒgt, weil es gar nicht versteht, was Wahrheit oder LĂŒge bedeutet.
Fazit: Zwischen Wunsch & Wirklichkeit
ChatGPT und Co. werden weiterhin Fakten erfinden â nicht, weil es technisch unmöglich wĂ€re, sondern weil es wirtschaftlich und nutzerseitig so gewollt ist. Wer mit KI arbeitet, sollte sich dieser Grenzen bewusst sein und kritisch hinterfragen, was die Maschine ausspuckt. Denn manchmal ist ein ehrliches âIch weiĂ es nichtâ eben doch die beste Antwort.
FĂŒr Dich als Nutzer bedeutet das: Vertraue nie blind auf KI-generierte Inhalte. ĂberprĂŒfe kritische Informationen immer mit unabhĂ€ngigen Quellen. Die Verantwortung fĂŒr die ĂberprĂŒfung der KI-Ausgaben liegt letztlich bei Dir, da die Entwickler nicht alle Fehler verhindern können.
Hier ist eine kurze Prompt-Vorlage, mit der du von einer KI verlÀsslichere und vorsichtigere Antworten erhÀltst:
Bitte beantworte die folgende Frage möglichst sachlich, vorsichtig und mit dem Hinweis auf Unsicherheiten oder WissenslĂŒcken. Vermeide Spekulationen und mache deutlich, wenn eine Information nicht eindeutig belegt ist. BegrĂŒnde deine Aussagen und nenne, falls möglich, unterschiedliche Sichtweisen oder EinschrĂ€nkungen: (konkrete Frage)
Mehr dazu » KI Prompt Engineering: die neue Texter-Disziplin
Quellen:
1) Jörn Brien: 67 Milliarden Dollar Schaden: OpenAI-Studie erklÀrt, warum Chatbots Unsinn erfinden (tn3) 2) Computerwoche: OpenAI: KI-Halluzinationen sind mathematisch unvermeidbar 3) Kalai, A. T., Nachum, O., Vempala, S. S., & Zhang, E. (2025, September 4): Why Language Models Hallucinate (PDF online) OpenAI & Georgia Tech.
Darum lĂŒgt ChatGPT hĂ€ufig â und das ist kein Zufall
Wer mit ChatGPT oder anderen KI-Textgeneratoren arbeitet, kennt das PhĂ€nomen: Die KI klingt ĂŒberzeugend, aber tlws. stimmt die Antwort nicht. Warum ist das so? Und lĂ€sst sich das Problem ĂŒberhaupt lösen? Eine aktuelle Studie von OpenAI bringt Licht ins Dunkel â und zeigt, warum KI-Modelle nie aufhören werden, Fakten zu erfinden (halluzinieren).
Wie ChatGPT lernt
Und warum Fehler dabei unvermeidlich sind
Ein Blick in die Geschichte der Sprachmodelle zeigt, wie rasant sich die Technologie entwickelt hat â und warum die aktuellen Herausforderungen so komplex sind. UrsprĂŒnglich basierten KI-Textsysteme auf einfachen Regeln und festgelegten Datenbanken. Sie konnten nur das wiedergeben, was zuvor manuell eingespeist wurde. Mit dem Aufkommen sogenannter neuronaler Netze und dem Training auf riesigen Textmengen aus dem Internet wurden die Modelle immer leistungsfĂ€higer.
Heute âlernenâ Sprachmodelle wie ChatGPT anhand von Milliarden von SĂ€tzen, die sie aus BĂŒchern, Webseiten und Foren analysieren. Doch diese Daten sind nicht immer korrekt, vollstĂ€ndig oder widerspruchsfrei.
Das bedeutet: Die KI ĂŒbernimmt auch Fehler, MissverstĂ€ndnisse und sogar Falschinformationen aus ihren Trainingsdaten. Hinzu kommt, dass die Modelle keine echten âKenntnisseâ haben, sondern Muster erkennen und Wahrscheinlichkeiten berechnen.
Sie wissen nicht, was wahr oder falsch ist â sie ahmen lediglich nach, was in den Daten am hĂ€ufigsten vorkommt oder am besten passt. Deshalb kann ChatGPT zwar beeindruckend formulieren und scheinbar komplexe ZusammenhĂ€nge erklĂ€ren, aber es fehlt ihm das kritische Urteilsvermögen eines Menschen.
Die Folge: Auch offensichtliche Fehler werden mit derselben Ăberzeugung prĂ€sentiert wie korrekte Fakten.
Halluzinationen â wenn KI sich Antworten ausdenkt
Im Marketing spricht man von âHalluzinationenâ, wenn ein Sprachmodell wie ChatGPT Informationen liefert, die nicht stimmen oder frei erfunden sind. Das ist kein seltener Ausrutscher: Laut OpenAI mĂŒsste ChatGPT bei einem Drittel aller Anfragen eigentlich ehrlich zugeben: âKeine Ahnung.â
Doch das passiert selten. Stattdessen rĂ€t die KI â und das aus gutem Grund.
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Mathematisch unvermeidbar:
Warum KI halluziniert
Die OpenAI-Studie liefert erstmals eine fundierte mathematische ErklĂ€rung fĂŒr das Halluzinieren von KI-Sprachmodellen. Das Problem liegt nicht nur an fehlerhaften Trainingsdaten. Selbst wenn die Trainingsdaten perfekt wĂ€ren, wĂŒrde die KI immer noch Fehler machen.
Warum? Anders als eine Suchmaschine, die gezielt nach belegten Fakten sucht, arbeitet ein Sprachmodell wie ChatGPT rein auf Basis von Wahrscheinlichkeiten: Es berechnet, welches Wort oder welche Aussage am wahrscheinlichsten auf die gestellte Frage folgt â unabhĂ€ngig davon, ob diese wirklich wahr ist. So entstehen Antworten, die ĂŒberzeugend klingen, aber nicht stimmen mĂŒssen. Gewissheiten kennt die KI nicht, sie produziert lediglich das, was statistisch am besten passt.
Ein Beispiel: Wenn die KI nach dem Geburtstag einer bekannten Person gefragt wird, die nur selten in den Trainingsdaten vorkommt, steigt die Wahrscheinlichkeit fĂŒr eine falsche Antwort deutlich.
Ich kann es nicht oft genug betonen: Textassistenten sind keine Wissensdatenbank! Das ist ein riesengroĂer Unterschied.
Unterschiede erklÀrt
Wissensdatenbank vs. KI-Textassistent
Eine Wissensdatenbank ist im Grunde ein digitales Nachschlagewerk. Sie enthĂ€lt geprĂŒfte Informationen, die von Expertinnen und Experten oder Redaktionen sorgfĂ€ltig eingepflegt und regelmĂ€Ăig aktualisiert werden. Wenn du eine Frage stellst, durchsucht die Datenbank ihre EintrĂ€ge und liefert dir eine prĂ€zise, belegte Antwort. Die Inhalte sind klar strukturiert, oft mit Quellenangaben versehen und auf Richtigkeit ĂŒberprĂŒft.
Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)
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Undinge: UmbrĂŒche der Lebenswelt | Einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit liefert luzide Analysen unserer Gegenwart
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Ein KI-Textassistent wie ChatGPT funktioniert ganz anders. Er hat keine fest hinterlegten Fakten, sondern wurde mit riesigen Mengen an Texten aus dem Internet, BĂŒchern und anderen Quellen âtrainiertâ.
Das System hat daraus Muster gelernt: Es berechnet, welche Wortfolge am wahrscheinlichsten auf deine Frage passt â unabhĂ€ngig davon, ob die Antwort tatsĂ€chlich stimmt. ChatGPT kann also auch zu Themen Auskunft geben, die nicht explizit in einer Datenbank stehen, aber es besteht immer die Gefahr, dass die Antwort nur plausibel klingt, doch sachlich falsch ist.
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Beispiel: Du möchtest wissen, wann Albert Einstein geboren wurde.
Wissensdatenbank: Du gibst die Frage ein und erhĂ€ltst die Antwort: âAlbert Einstein wurde am 14. MĂ€rz 1879 geboren.â Die Information ist belegt und stammt aus einer zuverlĂ€ssigen Quelle.
KI-Textassistent (ChatGPT): Du stellst dieselbe Frage. ChatGPT antwortet vermutlich ebenfalls korrekt, weil das Geburtsdatum hĂ€ufig in den Trainingsdaten vorkommt. Aber bei weniger bekannten Personen oder Fakten kann die KI auch raten und eine falsche Antwort liefern â zum Beispiel ein erfundenes Datum.
Kurz gesagt: Die Wissensdatenbank liefert geprĂŒfte Fakten, der KI-Textassistent generiert Antworten auf Basis von Wahrscheinlichkeiten und Mustern. Das macht ihn flexibel, aber auch fehleranfĂ€llig.
Dilemma der Bewertungssysteme
Ein groĂes Problem ist, wie KI-Programme wie ChatGPT getestet und bewertet werden. Stell dir vor, die KI macht bei einer PrĂŒfung mit und bekommt fĂŒr jede Frage Punkte. Wenn sie ehrlich sagt âIch weiĂ es nichtâ, bekommt sie 0 Punkte. Wenn sie rĂ€t und die Antwort falsch ist, bekommt sie ebenfalls 0 Punkte.
FĂŒr die KI lohnt es sich nicht, zuzugeben, dass sie etwas nicht weiĂ. Stattdessen rĂ€t sie lieber â denn vielleicht liegt sie ja richtig und bekommt Punkte. So entsteht eine Situation, in der die KI immer versucht, eine Antwort zu geben, selbst wenn sie unsicher ist.
Die Folge: Die KI erfindet hĂ€ufiger Dinge, als sie einfach mal âKeine Ahnungâ sagt. Forschende nennen das eine âEpidemieâ von erfundenen Antworten.
Die (theoretische) Lösung â und warum sie nicht angewendet wird
Gesundheit und Krankheit im Zeitalter der Digitalisierung (Regensburger BeitrÀge zur Digitalisierung des Gesundheitswesens)
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Digitale Ethik: Ein Wertesystem fĂŒr das 21. Jahrhundert
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OpenAI verdient Geld damit, dass Nutzerinnen und Nutzer gerne mit ChatGPT arbeiten und dem System vertrauen. Das GeschĂ€ftsmodell setzt darauf, dass die KI immer schnell und zuverlĂ€ssig Antworten liefert â und zwar zu möglichst jeder Frage.
Wenn ChatGPT aber plötzlich bei vielen Anfragen sagt: âIch weiĂ es nichtâ, sind viele Menschen enttĂ€uscht oder sogar genervt. Sie sind es gewohnt, auf Knopfdruck eine Antwort zu bekommen, egal wie schwierig die Frage ist.
Diese Frustration kann dazu fĂŒhren, dass Nutzerinnen und Nutzer das System weniger nutzen oder ganz abspringen. Weniger Nutzung bedeutet weniger Einnahmen fĂŒr OpenAI.
Das Unternehmen muss also abwĂ€gen: Einerseits wĂ€re es ehrlicher, wenn die KI Unsicherheiten zugibt. Andererseits könnte das die Kundschaft vergraulen und das GeschĂ€ftsmodell gefĂ€hrden. Deshalb bleibt OpenAI oft bei der Strategie, immer eine Antwort zu liefern â selbst wenn sie geraten ist.
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Wirtschaftliche HĂŒrden: Rechenaufwand und Kosten
Selbst wenn die Akzeptanz fĂŒr mehr Unsicherheiten steigen wĂŒrde, gibt es noch ein weiteres Problem: die Kosten. KI-Modelle, die Unsicherheiten sauber berechnen und abwĂ€gen, brauchen deutlich mehr Rechenleistung.
FĂŒr spezialisierte Anwendungen â etwa in der Medizin oder im Finanzwesen â lohnt sich das. Hier sind die Kosten fĂŒr Fehler hoch, und Genauigkeit ist entscheidend.
Im Alltag fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher ist der Aufwand aber kaum zu rechtfertigen.
Warum sich so schnell nichts Àndern wird
Solange die wirtschaftlichen Anreize so gesetzt sind, dass schnelle und eindeutige Antworten belohnt werden, wird sich an der Halluzinationsrate wenig Àndern.
Die Studie von OpenAI zeigt: Die Entwicklung von KI fĂŒr den Massenmarkt steht im Widerspruch zu maximaler VerlĂ€sslichkeit. Fortschritte in der Hardware könnten das Problem in Zukunft abmildern, aber das grundsĂ€tzliche Problem bleibt bestehen.
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WeiĂ ChatGPT, dass es lĂŒgt?
Die Frage setzt einen falsche Kontext. ChatGPT ist kein denkendes Wesen, sondern ein Sprachmodell. Es hat kein Bewusstsein, keine GefĂŒhle und keine Absicht, jemanden zu tĂ€uschen. Stattdessen erzeugt es Antworten, indem es berechnet, welche Wortfolgen statistisch am wahrscheinlichsten auf eine Frage passen.
Es prĂŒft dabei nicht, ob die Antwort wirklich stimmt. Wenn ChatGPT eine falsche Information ausgibt, dann weil das Modell einfach die plausibelste Antwort generiert.
ChatGPT kann nicht wissen, ob es lĂŒgt, weil es gar nicht versteht, was Wahrheit oder LĂŒge bedeutet.
Prompt-Vorlage, mit der du von einer KI verlÀsslichere und vorsichtigere Antworten erhÀltst:
Bitte beantworte die folgende Frage möglichst sachlich, vorsichtig und mit dem Hinweis auf Unsicherheiten oder WissenslĂŒcken. Vermeide Spekulationen und mache deutlich, wenn eine Information nicht eindeutig belegt ist. BegrĂŒnde deine Aussagen und nenne, falls möglich, unterschiedliche Sichtweisen oder EinschrĂ€nkungen:
(konkrete Frage)
Fazit: Zwischen Wunsch & Wirklichkeit
Philosophie der Maschine
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Philosophie Magazin Sonderausgabe "Klimakrise": Was können wir wissen â Was sollen wir tun â Was dĂŒrfen wir hoffen
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ChatGPT und Co. werden weiterhin Fakten erfinden â nicht, weil es technisch unmöglich wĂ€re, sondern weil es wirtschaftlich und nutzerseitig so gewollt ist. Wer mit KI arbeitet, sollte sich dieser Grenzen bewusst sein und kritisch hinterfragen, was die Maschine ausspuckt. Denn manchmal ist ein ehrliches âIch weiĂ es nichtâ eben doch die beste Antwort.
BrĂŒchige Wahrheit: (#Affiliate-Link/Anzeige) Zur Auflösung von Gewissheiten in demokratischen Gesellschaften
FĂŒr Dich als Nutzer bedeutet das: Vertraue nie blind auf KI-generierte Inhalte. ĂberprĂŒfe kritische Informationen immer mit unabhĂ€ngigen Quellen. Die Verantwortung fĂŒr die ĂberprĂŒfung der KI-Ausgaben liegt letztlich bei Dir, da die Entwickler nicht alle Fehler verhindern wollen.
Quellen:
1) Jörn Brien: 67 Milliarden Dollar Schaden: OpenAI-Studie erklÀrt, warum Chatbots Unsinn erfinden (tn3) 2) Computerwoche: OpenAI: KI-Halluzinationen sind mathematisch unvermeidbar 3) Kalai, A. T., Nachum, O., Vempala, S. S., & Zhang, E. (2025, September 4): Why Language Models Hallucinate (PDF online) OpenAI & Georgia Tech.

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