Ich komme in der Zukunft an und muss gar nicht diskutieren
Ein weiteres Kapitel in der Telekom-Saga. Im Herbst 2015 wurde mein Handy geklaut, worauf ich ein neues kaufte und gleichzeitig meinen Vertrag verlĂ€ngerte. Statt auf einen neuen Vertrag mit zukunftsvertrĂ€glichem monatlichen Datenvolumen umzusteigen, blieb ich nach viel Diskutiererei bei meinem alten, denn kurzfristig gehörte die Nutzung der Telekom-HotSpots nicht zu den neuen VertrĂ€gen dazu, ein fĂŒr Vielbahnfahrer essentielles Feature, auf das ich nicht verzichten konnte.
Wenig spĂ€ter wurden bei allen neuen VertrĂ€gen die Datenvolumen verdoppelt und HotSpot-Nutzung wieder ohne Aufpreis zum Vertrag hinzugefĂŒgt. Ich kam mir ein bisschen veralbert vor und bekam immer noch recht pĂŒnktlich zur Monatsmitte eine Mail, dass mein Datenvolumen aufgebraucht sei.
Im FrĂŒhjahr 2016 bekamen wir dann einen neuen Router fĂŒr unser O2-Internet zu Hause. Seitdem funktioniert die FritzBox nicht mehr und wir haben wieder unzuverlĂ€ssiges Internet in Schlaf- und Arbeitszimmer.
Es ist Zeit, mal wieder alles neu zu ĂŒberdenken.
Die Situation ist folgende: Der Internetanschluss ist in der kleinen Wohnung im vierten Stock. Die Hauptwohnung ist aber im dritten Stock, Arbeits- und Schlafzimmer befinden sich also eine Etage unter dem Router und auf der anderen Seite des Hauses. In der dritten Etage ist die Leitung frei.
Diese luxuriöse Situation und meine weise Voraussicht, einen monatlich kĂŒndbaren Vertrag bei O2 abzuschlieĂen, erlaubt uns, parallel einen neuen Internetanschluss zu beantragen.
An einem Samstag begeben wir uns zu einem T-Shop und veranlassen Folgendes:
Internet in der Hauptwohnung im dritten Stock, Standardtarif mit DSL und drei Rufnummern, dazu T-Entertain mit einer 500-GB-Festplatte zum Aufnehmen, in Kombination mit einem Tarifwechsel fĂŒr mich, bei dem ich irgendwie Geld spare, weil ja jetzt auch das Internet ĂŒber die Telekom lĂ€uft mit 3 GB Datenvolumen (statt 1 GB wie vorher) und praktischen Dingen wie EU-Roaming. Das Ganze, ohne dass man kompliziert rumdiskutieren mĂŒsste, der Tarif, den mir der nette Telekommensch nennt ist tatsĂ€chlich ungefĂ€hr das, was ich zu dem genannten Preis auch akzeptieren kann.
Am faszinierendsten ist dabei, dass niemand mehr kommen muss, um irgendwas zu tun. âNee, ich seh ja, dass ihre Leitung frei ist, da muss niemand kommen, das wird einfach freigeschaltet, sie kriegen nur die GerĂ€te zugeschickt.â Der Freischalttermin ist der 21.7., also in zwölf Tagen. Auch das erscheint mir recht flott.
Etwa zwei Stunden spĂ€ter sehe ich, dass auch mein neuer Handytarif freigeschaltet ist und ich nicht nur 2 GB mehr habe, sondern offensichtlich auch der Verbrauch auf Null zurĂŒckgesetzt wurde.
Die zusÀtzliche Datenkarte, die mir beim letzten T-Shop-Besuch in einem unaufmerksamen Moment aufgeschwatzt wurde, behalte ich. Seit ich so ein mobiles HotSpot-GerÀt gekauft habe, finde ich es ganz praktisch, ein zusÀtzliches mobiles Internet dabei zu haben. Man weià nie, wann man mal dringend 1 GB zusÀtzliches Datenvolumen braucht.
DemnĂ€chst habe ich also zum ersten Mal in meinem Leben Fernsehen, das nicht aus der Zimmerantenne kommt und auĂerdem Datenvolumen, das zumindest das nĂ€chste halbe Jahr oder so auch den ganzen Monat reicht.
Ich muss jetzt nur noch daran denken, den O2-Vertrag zu kĂŒndigen.
Update: Wie sich ĂŒberraschend herausstellt, ist der Telefonanschluss in der Wohnung im dritten Stock im Arbeitszimmer, also wird sich rausstellen, wie gut in der Zukunft der Empfang im Studio im vierten Stock ist und wie wir den Fernseher im Wohnzimmer am einfachsten verkabeln.Â