Eva (*Berlin), Hertie School of Governance, Berlin
English below
Gefragt nach ihrer persönlichen Studienstube, reagiert Eva überrascht und nennt den Namen ihrer Universität, die Hertie School. „Das Studium ist relativ vereinnahmend“, sagt sie als Begründung, weshalb sie die Uni als Raum zum Arbeiten und Lernen begreift und es vermeidet, ihrer eigene Wohnung dafür zu benutzen. Im Bachelorstudium an der Uni Mannheim erkannte sie, dass diese Abgrenzung nötig ist um sich Freiräume zu schaffen, denn „lernen kann man immer und überall.“
Seit Beginn des Semesters lernt Eva ihre Universität auch aus einer anderen Perspektive kennen. Als Tutorin betreut sie einen VWL-Kurs in dem sie vor zwei Jahren noch selber saß. „Es ist schön zu sehen, wie man vorangekommen ist“, erzählt sie. Nebenbei arbeitet Eva an ihrer Masterarbeit über die „Kampagne für Saubere Kleidung“ und politischen Konsum. Der Textilmarkt ist nicht transparent und in Deutschland kann keine Marke wirklich ethisch einwandfreie Kleidung anbieten.
Eva schaut sich komplexe Themen gerne aus verschiedenen Perspektiven an. Zum Beispiel konnte sie in einem Zukunftslabor zur Weiterentwicklung der START-Stiftung ihre Erfahrungen aus einem Jura-Kurs einbringen, bei dem intensiv diskutiert wurde, ob positive Diskriminierung hilfreich ist, um soziale Ungleichheit langfristig auszugleichen. Für Eva sind Bildungs- und Integrationspolitik Themen der Zukunft, bei denen auch immer wieder die Frage aufkommt: „Wie kann man die Welt verändern?“
Bald wird Eva ihre Studienstube zurĂĽcklassen mĂĽssen. FĂĽr sie kommt aber ein rein digitaler Arbeitsplatz nicht in Frage; das wĂĽrde sie traurig machen. Sie stellt sich lieber einen Arbeitsplatz vor, bei dem sie mit vielen unterschiedlichen Menschen interagiert und zusammenarbeitet.
***
When asked about her personal study space, Eva is a bit surprised and mentions the name of her university, the Hertie School. “The curriculum is relatively demanding”, she says in explanation of why she considers the university as a space in which to work and learn, and why she avoids using her own apartment for such purposes. During her bachelor studies at the University of Mannheim she realized that this boundary line is necessary to create neutral space because “you can learn anywhere, anytime”.
Eva has also gotten to know her university from a different perspective since the beginning of the semester. She tutors for the same economics course she attended just two years ago. “It’s nice to see the progress you make”, she says. In addition, Eva is working on her master’s thesis on the Campaign for Clean Clothing and political consumption. The textile market is not transparent and there is not a brand in Germany that can offer ethically correct clothing.
Eva enjoys viewing complex topics from various perspectives. For example, while participating in a Zukunftslabor on further development of the START Foundation she was able to contribute her own experience taken from one of her law classes to the discussion of whether positive discrimination is helpful in offsetting social inequality for the long-term. For Eva, education and integration policy are the topics of the future which will repeatedly lead to the question, “How can one change the world”?
Eva must soon leave her study space behind but she will not entertain the thought of a purely digital work place; that would make her too unhappy. She prefers to imagine a work place where she can interact and work with a diversity of people.
Julia Michalsky Â















