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Ende MĂ€rz 2016
Filmentwicklung, zweiter Versuch
Die zweite Filmentwicklung meines Lebens, wenige Tage nach der ersten, ist ziemlich gut gelungen, einfach, weil ich dieses Mal weniger blöde Fehler gemacht habe (Fehler, die mit ungeschicktem RĂŒckspulen und vorzeitigem Ăffnen der Kamera zu tun hatten). AuĂerdem habe ich die Chemie-Angelegenheit nach weiterer Rangefinderforum-LektĂŒre umgestellt auf die Rodinal-1:100-eine-Stunde-stehenlassen-Methode, weil gutmĂŒtiger und mit weniger Stoppuhranstarren verbunden. Beim ersten Mal hatte ich den BehĂ€lter wohl auch zu viel geschĂŒttelt, alle 60 Sekunden bei neun Minuten Entwicklungszeit. Der Film war ziemlich grau und die Bilder sehr körnig, wie Kopfsteinpflaster. Dieses Mal hĂ€ngt nach etwa 70 Minuten, davon 60 untĂ€tig, ein fast perfekt entwickelter Schwarz-WeiĂ-Negativfilm zum Trocknen in der Dusche.
Zum Umherzeigen sollen die Bilder aber doch wieder ins Internet. Hier im Ferienhaus steht nur ein mangelhaftes Digitalisierungs-Setting zur VerfĂŒgung: Die Negative lege ich aufs Tablet, wĂ€hle die App âDia-Lightboardâ (einfach eine weiĂe FlĂ€che) aus, dann beuge ich mich mit der Digitalkamera darĂŒber und fotografiere die Negative ab. Ich verwende dabei - mit Adapter - das Makroobjektiv, das bei der Analogen Kamera (Olympus OM-2n) dabei war.
MĂ€ngel: 1. man sieht die Pixel des Tablets (Waffelmuster), 2. zu wenig Licht, um mit weniger als 800 ISO aus der Hand zu fotografieren, 3. sehr kleiner Fokusbereich, ich zapple beim Auslösen manchmal schon wieder raus, 4. die Negative lagen nicht plan (ich kann aber auch nicht ausschlieĂen, dass die HĂ€user unten im Bild wirklich so krumm sind), 5. ich habe noch keine gute Umdrehroutine in Lightroom gefunden, ich arbeite dran.
Dann gibt es noch ganz normale Bildfehler durch laienhaftes Fotografieren und auf einem Negativ einen Fleck, der beim Entwickeln entstanden sein muss. Wenn man Kontrast hinzufĂŒgt, wird aus dem nicht so tollen Foto ein sehr alt aussehendes Foto â itâs a feature not a bug.
(Angela Leinen)