âDas Verborgenste ist das, worĂŒber alle Welt sich einig ist, so einig, dass nicht einmal darĂŒber gesprochen wird.â
Pierre Bourdieu
"Nicht nur jede kulturelle Praxis (der Besuch von Museen, Ausstellungen, Konzerten, die LektĂŒre, usw.), auch die PrĂ€ferenz fĂŒr eine bestimmte Literatur, ein bestimmtes Theater, eine bestimmte Musik erweisen ihren engen Zusammenhang mit dem Ausbildungsgrad, sekundĂ€r mit der sozialen Herkunft. Deshalb auch bietet sich Geschmack als bevorzugtes Merkmal von »Klasse« an."
Pierre Bourdieu - Die feinen Unterschiede
Die Negation des niederen, groben, vulgĂ€ren, wohlfeilen, sklavischen, mit einem Wort: natĂŒrlichen Genusses, diese Negation, in der sich das Heilige der Kultur verdichtet, beinhaltet zugleich die Affirmation der Ăberlegenheit derjenigen, die sich sublimierte, raffinierte, interesselose, zweckfreie, distinguierte, dem Profanen auf ewig untersagte VergnĂŒgen zu verschaffen wissen. Dies der Grund, warum Kunst und Kunstkonsum sich ganz unabhĂ€ngig vom Willen und Wissen der Beteiligten so glĂ€nzend eignen zur ErfĂŒllung einer gesellschaftlichen Funktion der Legitimierung sozialer Unterschiede.
Pierre Bourdieu - Die feinen Unterschiede