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wieso mach ich irgendetwas nettes für die menschen um mich herum
ich gar nicht so wirklich magÂ
die mich dann einfach nur veraschenÂ
auch wenn nur unbewusst
warum bin ich so verdammt sensibel
und warum bin ich ein netter mensch
warum kann ich nicht einfach an mich denkenÂ
und das tun was mir gesagt wurde
nichts extraÂ
nicht mehr
nicht versuchen die dinge auch für andere leichter zu machen….
y____y
Mit den Großen spielen
- "TÄTÄRÄTÄÄ TÄTÄ TÄTÄ, TÄRRÄÄÄ TÄTÄ TÄ TÄÄÄÄ TÄÄÄ" Ich seufze und stelle die gerade herausgeholte Kaffeetasse unbenutzt zurück in den Schrank. - "Brainzz, PJ", melde ich mich. - "PJler, PJler,  kommen schnell!", ruft eine aufgeregte Schwester mit osteuropäischem Akzent. "Ist Operrrration in Saal drrrrei!" - "Alles klar. Bin in fünf Minuten da." In Wahrheit brauche ich dann über fünfzehn Minuten, ist aber nicht schlimm. Die aufgeregte Schwester hat was falsch verstanden, ich habe mich also wie so oft schon völlig umsonst beeilt und sitze noch etwa zwanzig Minuten herum, bis es mit der Laparoskopischen OP losgeht.
Laparoskopisch assistieren finde ich nicht besonders dankbar. Den Großteil der Zeit wird mit kleinen Zangen und Elektrobruzzlern in Fettgewebe rumgewühlt und man muss als Assistent irgendwas zur Seite halten und macht es sowieso aus Prinzip falsch.
Außerdem habe ich das irgendwie immer noch nicht so ganz raus, mit welchem dezenten Zucken der Hand mir der Operateur sagen möchte, dass ich ein Gerät halten soll. Als Faustregel gilt: Wenn du, dummer Student, von dir aus danach greifst, will der Operateur seine Ruhe haben. Wenn du nicht danach greifst, wird der Operateur dich ungehalten anfahren, wieso du geistesabwesend bist. In jedem Fall wirst du es in mindestens 50% der Fälle falsch machen!
Hilfsbereit und vorausschauend, wie ich bin, greife ich nach etwa 4 Stunden OP nach einem mit zuckender Hand in meine Richtung gehaltenen Werkzeug. - "Soll ich das halten?", frage ich. - "Nein", antworte Prof. Freu knapp und beginnt dann unvermittelt, zu lachen. Er schaut seinen Oberarzt an und lacht nochmal. - "Thehe. So wie damals auf dem Schulhof: Darf ich bei euch Großen mitspielen? Nein, dafür bist du noch nicht cool genug!" Die beiden lachen nochmal kräftig und operieren dann weiter.
Ich kann mir nicht mal ein müdes Grinsen abringen. Kinder auf dem Schulhof können und dürfen grausam sein, denn sie wissen es nicht besser. Von studierten Menschen ist meiner Meinung nach mehr zu erwarten. Auch, wenn es nur ein unscheinbarer Witz zwischendrin ist - wenn man mit so einem Spruch den Falschen erwischt, weckt man schlafende Hunde.
Prof. Freu hat dabei trotz Allem völlig Recht. Was die Stimmung und das Miteinander hier betrifft, geht es wirklich zu wie auf dem Schulhof…
Ich habe gerade die alten Casper CD's entdeckt. Jetzt sitz ich hier und heule wie ein Schlosslöwe, haha.