Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
â Live Streamingâ Interactive Chatâ Private Showsâ HD Qualityâ Free Actions
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Lorenz Scheit DEUTSCHE LEUCHT â und SIGNALMUNITION Munition Waffen EUR 44,95Angebotsende: Samstag Jul-16-2016 7:44:55 CESTSofort-Kaufen fĂŒr nur: EUR 44,95Sofort-Kaufen | Zur Liste der beobachteten Artikel hinzufĂŒgen View full post on
BloĂer Kommentar zu Alex Grubers âDuell Zizek vs. Derridaâ aus Sans PhraseÂ
Ein Gastautor veröffentlichte hier einen Text, der sich als Replik auf eine Kritik verstanden wissen wollte. Es war angestrebt, in Ă€hnlicher Weise wie die Kritisierten ein Problem anzugehen. Dadurch sollte kenntlich werden, dass die Art und Weise des Tuns mit dem Gegenstand eine angemessene Kritik des Gegenstandes verunmöglicht oder stark erschwert. Das ist in gewisser Weise eine sehr bequeme Position: Man polemisiert, flechtet Anekdoten ein, bleibt in Behauptungen stecken, aber tut dies, weil die Anderen dies tun, um zu zeigen, dass ein solches Tun keine immanente Kritik ist. Das ist unklug, da so stets behauptet werden kann, man habe dies ja nur getan, um etwas anderes zu zeigen â auch wenn man beispielsweise etwas Falsches getan hat. Eine Geste also, die das Missverstehen herausfordert.Â
Gruber beginnt damit, dass ich dem âWunsch nach Unbefangenheitâ begegnet sei, als ich mich daran versucht habe, eine âKritik [âŠ] als entfaltetes Existentialurteil zu formulierenâ. Ich habe meine Bedenken, man gebraucht in Grubers Kreisen ein Horkheimer-Zitat mittlerweile wie eine Erkennungsmarke. Wer Kritik als Existentialurteil entfalte, der tue schon einmal etwas Richtiges. Ich glaube nicht, dass dieser Begriff eine wirkliche Durchdringung erfahren hat. Er wird wahrscheinlich so gelesen, als mĂŒsse Kritik an etwas stets bedeuten (und wir reden hier von ihrer âwahrenâ Gestalt oder Form), dass man fĂŒr dessen Abschaffung sei. Dies sollte wie das Zentrum all ihrer Texte sein. Ich wĂŒrde mir stattdessen Gedanken darum machen, was genau Existentialurteile sind, welche Geltungen sie gegenĂŒber anderen Urteilsformen haben, wie es ein Urteil beeintrĂ€chtigen könnte, wenn sein âErgebnisâ eigentlich schon fest steht, welches denkwĂŒrdige VerstĂ€ndnis vom VerhĂ€ltnis von Theorie und Praxis eine solche PrĂ€ferenz des Existentialurteils begĂŒnstigt â all dies könnte man sich fragen. Gerade Fragen fĂŒr solche Individuen, die im Existentialurteil die Urteilsform kritischer Theorie erblicken. Geht es wirklich nur um Sein oder Nicht-Sein? MĂŒsste man sich dann nicht fragen, ob hier ein Prinzip zu Grunde liegt, was alles andere Tun bestimmt?Â
Gut, ich versuchte mich also in der Formulierung eines Existentialurteils und tat dann Folgendes â und da werde ich doch glatt darauf aufmerksam gemacht, dass ich gar kein Existentialurteil formulierte, sondern Gruber es war! Nur war seiner Vollstreckung des Versuchens im Existentialurteil mein Wunsch nach Unbefangenheit begegnet. Was ein schönes Bild: Der sich im Existentialurteil Versuchende, dem begegne der Wunsch nach Unbefangenheit. Das ist schon komisch. Aber lesen wir zur Abwechslung wieder mehr in Grubers Text, nicht wie ihm ein Wunsch eines Anderen begegnete, und was ihm der Wunsch nach Unbefangenheit wirklich angetan hat (es war kein Wunsch, es war böse): âWer Heideggers Philosophie als regressiv-antimoderne Revolte auf dem Boden der Moderne charakterisiert und dabei auch noch darauf hinweist, wie sehr Heideggers postmoderne Adepten sich dieser Gedankenform verschrieben haben, der wird zum âProblemâ erklĂ€rtâ. Es werden Behauptungen aufgestellt, die ich so als Kritik formuliert hĂ€tte, um sich dann als âmoralisches Opferâ hinzustellen. Denn jemanden zu einem Problem zu erklĂ€ren, ist doch wohl keine angemessene Handlung.
Ich hatte vor allem kritisiert, wie sich Gruber und Scheit dem Werk Heideggers nĂ€hern, wie sie ihn also kritisieren â und nicht, dass sie ihn kritisieren. Kritik an Heidegger ist wichtig, nur muss sie treffen.
Ich hatte darauf aufmerksam gemacht, dass Scheit und Gruber keine immanente Kritik, sondern eine bloĂe Subsumtion vollziehen: Heideggers Philosophie wird mit einer Interpretation von ihr identisch gesetzt, so dass man sie als diese IdentitĂ€t dann âabschaffenâ kann. FĂŒr ein dialektisches Philosophieren ist dies schwierig, weil es grundsĂ€tzlich davon ausgeht, dass es solche reine IdentitĂ€t nicht gibt. Ărgerlicherweise muss dies dann auch fĂŒr ein philosophisches Werk gelten. Â
Gruber behauptet, dass nicht nur Heideggers Philosophie mit seiner Interpretation identisch sei, da er dessen Zentrum, die Vernichtung, entlarvt hĂ€tte, sondern auch all die Interpretationen Heideggers durch seine  âpostmodernen Adeptenâ. Die eigene Interpretation soll also identisch mit dem Werk sein (sie haben in Wahrheit gesagt, was Heidegger eigentlich gedacht hat), so dass dieses Urteil auch fĂŒr alle anderen Interpretationen gilt, da sie etwas mit demselben Werk tun, so dass sie mit der einzig wahren Interpretation der Heideggerâschen Philosophie identisch werden, die nur darin bestehen kann, dass man das Heideggerâsche Werk fĂŒr nicht anschlussfĂ€hig hĂ€lt, sondern in seiner TotalitĂ€t zum Ăbel erklĂ€rt â und damit auch alles, was mit ihm in Vermittlung steht. Das ist ein sehr merkwĂŒrdiges Denken, was von Philosophien so redet, als wĂ€ren sie in sich irgendwie abgeschlossene Dinge, die man so benĂŒtzte wie einen Hammer. Das Gute an einem Hammer ist ja, dass in seinem Gebrauch uns die Welt wie eine Ansammlung voller NĂ€gel erscheint. Gut also, wenn man so nicht denkt.
Dies nur zu meiner Zielsetzung, als ich in meinem Text âDas Heidegger Problem. VorlĂ€ufige Skizze einer Argumentationâ auch Scheit und Gruber kritisierte. Um dieses Problem geht es in Grubers Replik nicht. Warum auch? In einer FuĂnote erfahren wir durchwegs drastischer davon, was mein eigentlicher Wunsch sei: âBehrisch fĂŒhrt unmittelbar in diesem Zusammenhang einige Kritikpunkte an Heidegger auf, die problematisch seien, aber nicht bedeuteten, dass man von Heidegger nicht ânachvollziehend etwas lernen kannâ. Dass unter diesen Beispielen Heideggers âAuslassungen zur Technik und zu Auschwitzâ angefĂŒhrt werden, weist auf den maĂgeblichen Punkt der Auslassungen: Behrisch will die Vernichtung als heimliches Zentrum von Heideggers Philosophie verdrĂ€ngen. Sie hat fĂŒr ihn ein Akzidenz zu bleiben, das an der GröĂe des verehrten Denkers nicht rĂŒttelt, und jeder, der ihn daran erinnert, dass dem nicht so ist, wird zum austreibenden Störenfried.âÂ
Interessant ist nicht nur, dass Gruber statt ĂŒber den anderen Text zu sprechen, stets wieder von sich spricht: Wie er missverstanden, wie er als âaus[zu]treibender Störenfriedâ falsch behandelt wurde, wie er an der âGröĂe des verehrten Denkersâ rĂŒttelte, aber dies noch nicht mal als ein RĂŒtteln wahrgenommen wurde. Interessant ist doch auch, dass ich nicht gesagt habe, dass sich an Heideggers âAuslassungen zur Technik und zu Auschwitzâ etwas lernen lasse. Die betreffende Stelle ist ĂŒberall nachzulesen, weder verehre ich Heidegger noch bietet mein damaliger Text Indizien dafĂŒr, dass ich eigentlich âdie Vernichtung als heimliches Zentrum von Heideggers Philosophieâ verdrĂ€ngen wolle. Gruber hĂ€tte doch ausreichend Platz gehabt, um dies zu tun, wenn man zu so drastischen Anklagen greift. Aber unter solchen Anklagen ist vielleicht kein "Existentialurteil" zu vollfĂŒhren.
Gruber zeigt dies ja auch nicht an meinem Text, da es bei ihm nicht um wahre oder angemessene Urteile geht. RĂŒhrt Grubers Faible fĂŒr Existentialurteile daher, weil er denkt, dass man dann die BegrĂŒndung los sei? Denn auch schon in Scheits und Grubers Text âDie Schocktherapieâ (Jungle World Nr. 13/2014) war bereits ĂŒber alle Texte der Debatte um Heideggers Schwarze Hefte geurteilt worden, dass sie eben, genau wie ich, dieses âheimliche Zentrumâ insgeheim dann doch verdrĂ€ngen wollten. Auch damals schon war dieses Urteil nicht an den Texten dargestellt worden, sondern man verblieb in Behauptungen. Dass man so willkĂŒrlich urteilt, muss ich gewiss nicht herausstellen.
FĂŒr mich ist die Vernichtung kein âAkzidensâ, sondern erst einmal etwas, was vernĂŒnftig dargestellt werden mĂŒsste, damit es als âZentrum der Heideggerâschen Philosophieâ begreifbar wĂ€re. Gruber zeigt dies nicht, aber anscheinend muss er es immer und immer wiederholen. Wen wollte er denn damit ĂŒberzeugen? Er setzt die Vernichtung als dieses Zentrum als wahr voraus (was doch eine immense Arbeit am Begriff bedeutete, wollte man dies zeigen) und derjenige, der dies bestreitet oder kritisiert, muss jemand sein, der eigentlich die âVernichtung als heimliches Zentrum von Heideggers Philosophie verdrĂ€ngenâ will. Wie könnte man einfacher denken? Man könnte eher denken, dass Gruber seine Interpretation fĂŒr das heimliche Zentrum hĂ€lt, da durch sie alle Werke Heideggers endlich auf das eine zu bringen sind: nĂ€mlich die Vernichtung.
Gruber hat aber schon vernommen, dass ich behaupte, dass Derrida Heidegger kritisiert hĂ€tte. Nun hĂ€tte man die Punkte aufgreifen können, die ich skizziere oder man hĂ€tte Derridas Kritiken an Heidegger konsultieren können. Gruber geht nun dazu ĂŒber, seine lĂ€ngst bekannte Derrida-Kritik auszubreiten. Ihm geht es dabei nicht um einzelne Texte oder Gedankenfolgen Derridas, sondern Gruber will immer ĂŒber Sein oder Nicht-Sein urteilen, also darĂŒber, ob eine Philosophie als solches wahr ist oder falsch ist.
Gruber weiĂ jedoch, dass sich seine Heidegger- und Derridadeutung auch in meinem Text wiederfindet: âNolens volens drĂŒckt sich dies in Behrischs AusfĂŒhrungen selbst aus.â Wie tut sie das? âSo rekurriert er affirmativ auf Heideggers âGleichursprĂŒnglichkeit von Differenz und IdentitĂ€tâ, die auch dasjenige seien, âwas Derrida an ihm stark machtâ und die Heidegger als profunden Hegelinterpreten auszeichneten.â Grubers Heidegger- und Derridadeutungen sollen sich also so in meinem Text ausdrĂŒcken, weil ich auf âHeideggers âGleichursprĂŒnglichkeit von Differenz und IdentitĂ€tâ affirmativ rekurriere? Wie soll das verstĂ€ndlich sein? Wie hat er nun gezeigt, dass sich das, was er darlegte, in meinem Text ausdrĂŒckt?
Getreu seiner Methode beschĂ€ftigt sich also Gruber nicht mehr mit meinem Text, sondern tut nun das, was doch nur folgerichtig ist: Gruber versucht sich nicht nur an Heideggers Hegelinterpretation, sondern muss auch noch eine an Adorno âgeschulteâ Hegelinterpretation vorlegen. Wohl gemerkt: Auf einer halben Seite! Er weiĂ nun nĂ€mlich davon zu berichten, dass Heidegger das Moment von Hegel beerbt hĂ€tte, was das Problem am Hegelâschen Denken sei. Das ist gut fĂŒr Gruber, denn sonst hĂ€tte man wohl noch einmal bei Heidegger oder Hegel nachlesen mĂŒssen.
Wie Gruber dies aus Heideggers Hegelinterpretation herausgelesen hat, erlĂ€utert er nicht weiter, aber er weiĂ, dass bei Hegel das âObjekt [âŠ] ins Subjekt hineingezogen [wird]â und die âNegation der Negation [âŠ] zu einer Positionâ wird â das klingt alles nach einer schlechten Interpretation Adornos unterschiedlicher Untersuchungen zu Hegel, aber dann auch noch so zu tun, als wĂ€re dies auch geltend fĂŒr Heideggers Hegelinterpretation, weil er ja dies von Hegel âbeerbenâ wollte, ist doch schon arg ĂŒberdreht. Ich behaupte etwas, aber nutze diese Behauptung, um etwas anderes zu kritisieren. Warum beschĂ€ftigt man sich mit anderen Texten, wenn es doch auf das hinauslĂ€uft, was von Gruber schon hinlĂ€nglich bekannt ist und fĂŒr unangemessen befunden wurde?
Was Gruber tut, ist willkĂŒrlich Behauptungen so aufzustellen, dass irgendwie dabei herauskommt: Derrida = Heidegger = Vernichtung. Seine âKritikâ meines Textes ist lediglich ein AufhĂ€nger dafĂŒr, die Zitatmontage hervorzukramen, die stets wieder und wieder herausgeholt wird. Das ist nicht ĂŒberzeugend, weil Gruber keine GrĂŒnde dafĂŒr liefert, ihm nicht nur zu glauben, sondern auch zu verstehen, wie er ĂŒberhaupt zu diesen Behauptungen kommt.
Wenn ich also begrifflich einen Text kritisiere, dann subsumiere ich ihn nicht einfach den Schemata oder Vorstellungen, die ich irgendwie schon habe, sondern versuche erst einmal, die Argumentation oder Darstellung des Gegners so zu rekonstruieren, dass selbst er sagen mĂŒsste: Ja, dies habe ich gesagt. Dann mĂŒsste es darum gehen, zu zeigen, wo und wie sich WidersprĂŒche in der Rede des Gegners darstellen, die ich dann also nutze, um die Widerlegung des Gegners zu vollziehen. Ich mĂŒsste also nicht nur eine Vorstellung des Gegenstandes, d.h. dem Text des Gegners, haben, sondern konkret mit diesem Gegenstand ein Tun vollziehen, in dem meine Vorstellung durch den Gegenstand selbst irritiert werden kann, damit ich ihn auch wirklich treffe (und nicht irgendwie einen in sich plausiblen Text abliefere, der mit seinem Gegenstand nichts zu tun hat). Das mĂŒsste der Sinn einer immanenten Kritik sein. Dies ist darum so wesentlich, weil kritische Theorie ein Problem damit hat, dass man einfach etwas als etwas identifiziert, um es dann etwas Unterschiedenem zu subsumieren.
In Subjektivismus gerĂ€t Gruber, weil er willkĂŒrlich etwas behauptet, in den Objektivismus, weil er seine Interpretationen fĂŒr den MaĂstab hĂ€lt, an dem etwas gemessen werden könnte.
Es wĂ€re doch schon spannend gewesen, Gruber hĂ€tte einen Gedanken Heideggers oder Derridas oder irgendeines Denkers mal so rekonstruiert, dass man sagen könnte: Ja, das trifft etwas. In Grubers Texten, die stets restlos die unterschiedlichsten Philosophien auf ein âZentrumâ reduzieren, die mit dem Gestus des letzten Urteils daherkommen, merkt man ihre eigene Ăberforderung an. Und wer schon an so einem schmalen Blogeintrag scheitert, warum dann nicht erst einmal in aller Bescheidenheit und Gelassenheit sich an einer vernĂŒnftigen Interpretation eines Gedankens Hegels versuchen? Wer muss denn direkt ĂŒber ganze Systeme urteilen?
Gedanken zu keinem Ende denken, an keiner Stelle verweilen, stets von Werk zu Werk springen und die BegrĂŒndungen vergessen â worum sollte es noch einmal bei Gruber gehen? Als Kritik, die stets nur vor ihrem Gegenstand verweilt und irgendetwas ĂŒber ihn erzĂ€hlt, anstatt ihn zu durchdringen, davon kann man sich höchstens erhoffen, dass die, die einem schon glauben, es nun auch noch einmal beglaubigen werden. Dass ein Anderer sich davon ĂŒberzeugte, auf so etwas darf man nun wirklich nicht mehr hoffen. Ist es nicht viel schöner, der einsame Kritiker zu sein, der auch noch dann Recht behĂ€lt, selbst wenn keiner ihn erhört? Aber dann könnte der Kritiker immer noch behaupten, alle anderen verdrĂ€ngten ja nur die Vernichtung und unterlĂ€gen dem Wahn. Gut, dass es solche Kritiker gibt, ob sie sich nun auf Adorno oder Heidegger oder irgendeinen Denker berufen, das ist bei solchen Verfahrensweisen recht gleichgĂŒltig. Es mag einer Mode geschuldet sein. Ginge es um Wahrheit oder Angemessenheit des Urteils, dann mĂŒsste man ja Anderes tun. Und freilich, dies wĂ€re anstrengender und gewiss nicht auf ein Existentialurteil zu reduzieren. Aber man kann ja mit Adorno alles mögliche anstellen, schlieĂlich ist es auch erst einmal nur ein Text.