Santo Spirito in Sassia
Sailko: Italiano: Santo Spirito in Saxia, Rom 2013
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Santo Spirito in Sassia
Sailko: Italiano: Santo Spirito in Saxia, Rom 2013

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Achitekturbeschreibung Santo Spirito in Sassia
Die Santo Spirito entstand 1538/45 in Sassia und wurde 1590 vom Architekten Antonio de Sangallo gebaut. Diese wurde nach dem Geschmack beider Päpste Papst Sixtus V und Papst Gregory XIII gebaut.[1] Hierbei handelt es sich um eine Saalkirche mit Seitenkapellen. Als Krankenhaus wurde die heutige Kirche früher genutzt, dies erklärt auch den Namen. Von damals zu heute unterscheidet sich der Longitudinalbau sowohl von innen als auch von außen.[2] Heute ist es ein Zweistöckiger Sakralbau mit einer aufwendig geschmückten Holzdecke. Der heutige Grundriss weist auf keine Stützen im Saal auf. Auf der Ostseite der Einschiffigen Kirche, direkt beim Gang durch das Hauptportal, fällt der leicht eingezogene Altarraum auf, gerade da der Blick nicht durch andere architektonische Arbeit abgelenkt wird. Dieser ist recht oval in Form und wird durch ein großen Rundbogen geöffnet. Der Grundriss weißt auf, dass der Altarraum tiefer gesetzt ist als das Langhaus. Vor dem Presbyterium führt links ein Gang in das Gebäude neben an und rechts führt der Raum zur Sakristei. Es handelt sich um ein fünf jochiges Langhaus. In jedem der Joche befinden sich Kapellen, jeweils eine an einer Seite. Deshalb scheint die Kirche von außen wie eine Basilika aufgebaut zu sein und hat Obergaden. Jede Kapelle wird von einem Pfeiler mit einem komposit Pilaster von der nachbars Kapelle getrennt. Diese haben ebenfalls Rundbogen. Ein Nebenportal befindet sich in der dritten Kapelle der Südseite. Sonst zeigt der Grundriss, dass sich die Kapellen nicht unterscheiden. Über jeder Kapelle befindet sich jeweils ein Hochschifffenster.
Die Kirche besteht aus eine Reihe von Pfeilern, die bis zum Altarraum führen. Ab diesem wird alles deutlich massiver und geschlossener. Der große Rundbogen, der zur Apsis führt ist sehr robust und weist rillen auf. Ein ähnlicher Bogen befindet sich parallel dazu auf der gegenüberliegenden Seite über dem Portal auf der Fassadeninnenwand. Die Seite des ersten Bogens in Altarraum, die nach Westen zeigt hat eine Weiße Farbe, doch das Innere des Bogens ist farblich dekoriert. Das Stockwerkgebälk ist ebenfalls vaziert. Die Anordnung der Werke im Fries erinnern an ein Zinnenfries, jedoch ist es doch anders. Unteranderem befindet sich ein Vogel mit offenen Flügeln im Fries. Das Architrav ist in Fasciae gegliedert, bedeutet, dass es in mehrere Stufen getrennt ist. Wobei jeder streifen ein anderes Muster hat. Der mittlere ist mit Wellen dekoriert. Das Gesims wird ebenfalls durch ein Muster ergänzt. Das Hauptgebälk und die Decke haben eine goldene Farbe. Das Architrav ist hier auch gegliedert, jedoch mit anderen Mustern dekoriert. Außerdem es wird nicht in den unteren Stufen kleiner, sondern behält die Breite. Der Fries scheint auch eine andere Anordnung aufzuweisen, dies könnte ein Arkanthusfries sein. Die Decke ist durch viele geometrische Formen geordnet, die miteinander verbunden sind. In den einzelnen Nischen befinden sich Figuren die entweder in einem gelben, roten oder blauen Hintergrund liegen. Zwischen den geometrischen Formen späht die eigentliche Decke. Diese hat ebenfalls goldfarbige Akzente auf blauem Hintergrund. Bei den Pilastern und Pfeilern handelt es sich um die Komposite Ordnung mit Kompositkapitell einschließlich einem rechteckigem Schaft. Die Pilaster im Altarraum sind anders als die im Langhaus. Die Schafte im ersteren sind bemalt und haben verschiedene Geometrische Muster. Die Schafte der Pilaster im Langhaus im Erdgeschoß sind kanneliert und Weiß gehalten. Im Stock darüber sind die Pilaster genau über denen im Erdgeschoß, jedoch sind diese noch schlichter, indem sie weiß und nicht kanneliert sind. Diese haben auch viel einfachere Kapitelle. Sie erinnern an die Toskanische Ordnung. Die Kapitelle der anderen Pilaster, sprich vom Erdgeschoß, bestehen aus zwei sich nach außen drehenden ionischen Voluten und Akanthusblättern. Die Kapitelle sind hell. Die kannelierten Pilaster sind an bunte Pfeiler der Kapellen angebaut. Im Westen und im Osten and den Ecken im Langhaus sind mehrere Pfeiler nebeneinander. Dabei wird der, an der Wand anliegende geschnitten. Auf der Fassadeninnenwand handelt es sich um zwei identisch aussehende Pfeiler. Am Altarraum ist ebenfalls der, an der Wand anliegende geschnitten, doch bei diesem ist der Schaft kanneliert und der Pfeiler der ganz bleibt ist geschmückt, somit nicht kanneliert. Das Presbyterium besteht aus zwei weiteren Rundbögen, diese haben auch weitere Pilaster, die sich gleichen. Zwischen den letzten beiden Bögen befindet sich noch jeweils an einer Seite ein Fenster. Die Rundbögen im Langhaus sind deutlich kleiner als die vorher genannten. Diese haben ebenfalls, wie auch der große Rundbogen am Altar, Fasciae, die den Bogen in Stufen abgliedern. Die Rundbögen stehen auf den vorhin erwähnten Pfeilern auf denen die Pilaster angebracht sind. Diese haben unterschiedlich große Platten an den Seiten in denen Werke Platz haben. Jeder Bogen im Innenraum hat eine Kartusche, diese unterscheiden sich jedoch. Die beiden großen Bogen haben deutlich größere Kartuschen und der Bogen über der Hauptportal hat sogar drei. Unter dem Fenster bekleidet eine eingerahmte Malerei die Wand. Bei den Malereien in der dritten Kapelle handelt es sich um Seccomalereien, was bedeutet, dass die Ölfarben direkt auf die Wand aufgetragen werden. Diese Kapelle unterscheidet sich von den anderen mit der Charakteristik von den Gemälden.[3] Deshalb wird es sich bei den anderen Malereien der Kirche wahrscheinlich um andere Techniken handeln.
Der gesamte Bau hat außen eine gleichmäßige Stein Farbe, bis auf die Westfassade, bei dieser handelt es sich um eine vorgeblendete Fassade. Das Marmor woraus die Fassade besteht ist nicht ganz weiß. Die Geschoße werden von einem Stockwerkgesims getrennt. Das erste Geschoß ist an den Seiten mit großen Voluten geschmückt und gibt der gesamten Westfassade etwas Schwung. Somit ist das erste Geschoß schmaler als das Erdgeschoß. Deshalb befinden sich auch die Hochschifffenster im ersten Geschoß über den einzelnen Kapellen. Das Frontispiz hat dieselbe Breite wie das oberer Geschoss und wird von einem Giebelgesims geschmückt. Sowohl das Dachgebälk als auch das mittlere Gebälk sind einfach gehalten. In der Mittelachse ist die Fassade außerordentlich symmetrisch. Dort befindet sich auch das Hauptportal und ein großes rundes Fenster. Welches an eine Fensterrose erinnert, jedoch fehlt die Maßwerkfüllung. Jeweils ein Rundbogennischenfenster beziehungsweise rundbogenförmiges Blendfenster links und rechts rahmt das große Fenster. Das Hauptportal wurde in die Mitte, flankiert von jeweils zwei rundbogenförmigen Nischenfenstern gebaut. Dieses wird mit einem Türgiebel geschmückt. Die Fassade kann in fünf Achsen geteilt werden, die mittlere ist breiter als die anderen, da dort das Portal und das runde Fenster platziert sind. Jede Achse wird durch einen Pilaster gezeichnet.
Die Pilaster sind sich sehr ähnlich und es handelt sich um Kompositen Pilaster mit Kompositkapitelle, wie auch im Inneren der Kirche. Von einer Hierarchie der Säulenordnung ist nicht zu sprechen. Sie sind identisch bis auf die Farbe der Kapitelle. Die oberen vier sind deutlich heller als die unteren sechs. Dies könnte an der Witterung liegen oder an dem Datum, an dem diese gefertigt worden sind. Das Kapitell besteht aus zwei sich nach außen drehenden ionischen Voluten und jeweils fünf vollen Akanthusblättern. Dabei werden immer im unteren Bereich links und rechte ein Akanthusblatt angedeutet. Der Schaft ist nicht kanneliert und ist rechteckig. Somit ist es eine Mischung aus den Pilastern im Erd- und Obergeschoss im Innenraum der Kirche. Außerdem besitzen die äußeren Pilaster eine weitere Seite, somit wirken sie wie Pfeiler und haben mehr Schmuckelemente. Der Sockel auf dem die Erdgeschoßpilaster stehen, besteht wahrscheinlich aus Beton und ist grau und scheint rau zu sein. Das Frontispiz ist recht schmucklos. Den Tympanon dekoriert ein plastischer Vogel in einer Ovalen platte, diese befindet sich wiederrum in einer recht flachen Nische. Diese Vogelabbildung befindet sich ebenfalls im Fries im Inneren der Kirche. Um den Vogel herum befinden sich Linien, die aussehen wie strahlen. Das runde Fenster und das Portal befinden sich ebenfalls im Tympanon. Die Nischenfenster besitzen Fenstergewände. Die Fenster, Nischenfenster und das Portal sind auf einander abgestimmt und passen gut zusammen. Mit den Fenstergewänden ähneln diese dem Aufbau des Portals. Das große Fenster ist vergittert und es ist deutlich die unterschiedliche Helligkeit der Glasstücke zu erkennen. Angeordnet sind sowohl die großen Glasstücke als auch die kleinen Glasstücke in Quadrate. In jedem vollen Gitterquardat befinden sich ein duzend kleine farbige Glasstücke. Die insgesamt sechs Rundbogennischenfenster gleichen sich alle enorm. Es gibt keinen Unterschied vom Erd- zum zweiten Geschoß. In den Nischen befinden sich Muschelkalotten, jeweils eine pro Rundbogen. Diese sind etwas dunkler als das Marmor. Jeweils über und unter einem Nischenfenster befinden sich weitere Nischen, welche gleichermaßen quadratisch sind. Die Nischen, die im unteren Geschoß sind, haben im inneren ein quadratisches Muster mit abgeschabten Ecken. Die im zweiten Geschoß haben ein quadratisches Muster mit etwas breiteren Ecken. Diese gleichen sich ein wenig aus. Die zwei unteren Nischen, die das Portal umarmen, haben noch ein graues Sonnenkreuz im Quadrat. Das Dachgebälk und das Stockwerkgebälk sehen fast identisch aus, allergings ist das Dachgebälk schmaler. Das Fries ist glatt und weist keine Besonderheiten auf. Was alles recht schlicht aussehen lässt. Das Architrav ist durch zwei Fasciae gegliedert. Im Stockwerkgebälk befindet sich ein Wappen zwischen Fries und Architrav. Zwei weitere Wappen befinden sich über dem Türgiebel links und rechts. Diese sind etwas größer als das andere. Ebenfalls befindet sich ein großes Wappen in einer Nische über dem runden Fenster in der Mitte. Dieses haust eine Figur, die einen Hut trägt, der wie eine Mitra aussieht. Hier könnte es sich um den Papst Sixtus V handeln, welcher das ehemalige Krankenhaus neu erbauen lassen hat und somit wird ihm hier die Ehre erwiesen.[4] Oder um den Papst Gregory XIII, denn dieser war auch am Bau beteiligt.[5] Hinter dieser hängt etwas, was an ein Feston oder eine Gardine erinnert. Die großen Voluten an den beiden Ecken sind nach innen gedreht und wirken nicht besonders glamourös, stattdessen schwach und zierlich. Generell fallen die vielen Geometrischen Formen auf. Die vielen Quadrigen Nischen ergänzen die Rundbogen der Nischenfenster. Das große Fenster rundet alles auf. In diesem befinden sich ebenfalls Quadrate. Die beiden Giebel sind parallel zu einander. Denn der Türgiebel weist ebenfalls auf ein Giebelgesims auf. Die einzelnen Elemente komplimentieren sich gegenseitig und lassen die Fassade zu Einem werden.
[1] Pillsbury, Edmund: Jacopo Zucchi in S: Spirito in Sassia, In: Burlington Magazine Publications Ltd. (PUB), The Burlington Magazine, 1975, Vol. 116, Nr. 857, s. 434
[2] Ritzerfeld, Ulrike: Pietas – Caritas – Societas: Bildprogramme karitativer Einrichtungen des Spätmittelalters in Italien, Bonn 2007 S.112-116
[3] Bross, Louise: New Documents for Livio Agresti's St Stephen Chapel in the Church of S. Spirito in Sassia, Rome, In: Burlington Magazine Publications Ltd. (PUB), The Burlington Magazine, 1993, Vol. 135, No. 1082, s. 338
[4] Presciutti, Diana Bullen: Dead Infants, Cruel Mothers, and Heroic Popes: The Visual Rhetoric Of Foundling Care at the Hospital of Santo Spirito, Rome, in: The University of Chicago Press on behalf of the Renaissance Society of America, hg. von Renaissance Quarterly, Vol. 64, Nr. 3, 2011 s. 754
[5]Pillsbury, Edmund: 1975, s. 434
Santo Spirito in Sassia
David Ganz: Barocke Bilderbauten. Erzählung, Illusion und Institution in römischen Kirchen 1580-1700. (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 14), Petersberg 2003, S. 293, Abb. 252.
Il Gesù in Rom
Holst, Maren: Studien zu Balthasar Neumanns Wölbformen, Mittenwald 1981
Santo Spirito in Sassia
Strunck, Christina (Hg.): Rom - Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, Petersberg 2007, S. 161.

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Was ist eine Saalkirche?
Als Saalkirche versteht man einen Saal, der nicht durch Stützen unterteilt ist. Der Raum besteht aus einem beliebig großem Saal. Meistens werden die Wände durch Wandstützen gestärkt um die große Last zu tragen. Einige Saalkirchen haben Anbauten, wie bei der Santo Spirito und bei der Il Gesù die Anbauten Kapellen sind. Der Saalkirchenbau unterscheidet sich enorm von anderen Sakralbauarten wie dem Zentralbau oder der Basilika. Zwar sieht die Santo Spirito in Sassia aus wie eine Basilika aufgrund der Anbauten an der Nord- und Südseite, doch der Innenraum hat eine ganz andere Wirkung. Durch die Mehrschiffigkeit einer Basilika wirkt der Raum einer Kirche viel verschlungener. Es gibt mehr architektonische Bestandteile zu erkunden und bestaunen, mehr zu entdecken in verschiedenen Ecken. Die Kirche scheint direkt viel größer und nicht mehr so persönlich und gemütlich sondern eher Massiv und Mächtig. Gerade auch aufgrund der vielen Anbauten, die eine Basilika hat, wie ein Querhaus oder Vorräume. Ebenfalls kann man die Saalkirche nicht direkt mit einem Zentralbau vergleichen. Eine Saalkirche ist zu betreten und durchgehen ausgelegt, um sich alle Aspekte ansehen zu können. Der Langgezogene Raum animiert den Besucher durchzugehen und zu erkunden.
Aufgrund der Offenheit des Saales beider Kirchen liegt die Orientierung auf den Werken und Fresken die die Wände und die Decke schmücken. Der Raum wirkt größer wegen den fehlenden Stützen, doch zugleich aufgrund der vielen Bildern an den Wänden wirkt er ebenso enger. Gleichzeitig scheint der Saal gerade wegen der Bilder und Fresken sehr dunkel, sowie wegen der kleinen und wenigen Fenster die nur begrenzt Licht in den Saal werfen. Die Kirchen haben zwar keine Stützen im Innenraum, die diesen größer scheinen lassen, doch im Vergleich zu anderen Kircharten, die Stützen haben, sind diese recht klein. Denn Sakralbauten mit viel Stützen und Schiffen können mehr Last tragen, somit größer gebaut werden. Aber gerade weil die Sakralbauten recht klein sind, wirkt es sehr familiär und gemütlich. Das Fehlen der Stützen führt zur Offenheit des Raumes und diese führt zur Fokussierung auf die Fresken die auf den Wänden gemalt sind. Somit ist Religion ein großer Bestandteil dieser Kirche.[1]
[1] Alexander, John: 2004, s. 173
Il Gesù in Rom
Seng, Eva-Maria, Der evangelische Kirchenbau im 19.Jahrhundert, die Eisenacher Bewegung und der Architekt Christian Friedrich von Leins, Dissertationsvorlage, Teilband 4,2 , Abb. 523.
Was hat sich verändert? Was blieb gleich?
Von der Schlichtheit und Einfachheit der S. Spirito zur Extravaganz, doch trotzdem Einfachheit der Il Gesù. Die Wandstützen blieben, heißt der Saal ist weiterhin ein großer freier Raum. Die Wände sind weiterhin stark und massiv um die Lasten tragen zu können. Die Pfeiler des Nachfolgers sind breiter und sehen stärker aus, als in der Santo Spirito. Die Kapellen als Anbauten sind auch geblieben, doch bei der Il Gesú sind diese deutlich eigener, wirken wie Räume für sich selbst. Die Anbauten sind runder und miteinander verbunden. Die Grundlagen einer Saalkirche wie die fehlenden Stützen und der langgezogene Kirchraum sind beigeblieben. Doch die Nachfolger Kirche hat ein Querhaus, welches das Langhaus schneidet. Außerdem schmückt eine Pendentifkuppel den Sakralbau. Ein Tonnengewölbe mit Gurtbögen ist auch eine Addition, die der Vorgänger nicht hat. Der eingezogene Altarraum wurde auch nicht bei behalten. Die Rundbogen sind immer noch großer Bestandteil der Innenausstattung. Doch die Il Gesù weist auf keinen Bogen auf der Innenseite der Fassade. Auffallend sind besonders immer noch die bunt bemalten Wände mit verschiedenen Abbildungen, und die Figuren überwiegen in beiden Kirchen. Dies mach deutlich wie konzentriert die Kirchen auf die Religion sind und wie der Fokus auf dieser bleiben soll.
Die Fassaden haben auch Unterschiede. Die Nachfolger Kirche hat viel mehr Schmuckelemente. Die Fassade ist Plastischer aufgrund der Lisene auf denen die Pilaster und die Mittelachse gebaut sind. Die Portale, Nischen und Fenster sehen ebenfalls plastischer aus und kommen mehr aus der Fassade heraus. Bei der Santo Spirito sehen besonders die Nischen in die Fassade eingearbeitet aus, als beständen sie nur in einer Fläche. Die Il Gesù wirkt viel breiter und vollgepackter obwohl beide aus fünf Achsen bestehen. Die Verdopplung der Pilaster und die Addition der Giebel im Stockwerkgebälk lassen die Il Gesù gewaltiger erscheinen.
Die Il Gesù wurde viel pompöser und anschaulicher gestaltet. Die Einfachheit ist stets recht beibehalten. Die Architektur soll früher noch dezenter gewesen sein und sie wird als Prototyp einer Jesuitenkirche gesehen. Früher glaubte man, je sparsamer die Architektur so bedeutsamer die Religiösen Aspekte.[1] Jedoch wird die Architektur gar nicht so dezent gehalten.[2] Die dekorativen Elemente sind deutlich stärker vertreten, wie man bei der Nutzung des Festons erkennen kann, doch sind sie nicht übertrieben. Das liegt daran, dass Borromeo, ein Erzbischof von Mailand und ein wichtiger Vertreter der katholischen Reform, Tradition würdigen wollte, jedoch Flexibilität ermöglichte.[3] Niemand beteiligtes wollte, dass die Kirche Architektonische Verbote hatte.[4] Die Architektur spielt mit der Kunst an den Wänden die Hauptrolle, anders wirkt dies bei der S. Spirito, hier scheint die Kunst im Innenraum mehr im Fokus zu stehen, als die Architektur selbst.
[1] Alexander, John: 2004, s. 173
[2] Alexander, John: 2004, s. 174
[3] Alexander, John: 2004, s. 165
[4] Alexander, John: 2004, s. 176