Nachdem ich vor ein paar Stunden von der Rückkehr von Felix Stark zum Berliner Tatort erfahren habe bin ich heute auf der absoluten Gefühlsachterbahn, und um das zumindest ein bisschen zu verarbeiten präsentiere ich euch: Till vs dieser Karow
"Karow?!" krakeelte es durch die ganze Wohnung, "Robert Karow?!"
Felix rieb sich übers Nasenbein. "Till–"
"Nee nee, nix Till", meckerte jener, kaum leiser als zuvor, "Robert Karow!"
Till tigerte unentwegt auf und ab vor der Couch auf der Felix Platz genommen hatte, das belastende Schriftstück mittlerweile halb zerknittert zwischen seinen Fingern von Tills wiederholten Raubversuchen und Felix' überlegenen Reflexen. KHK Robert Karow stand da, eingefasst in einer wie gewohnt absurden Menge Behördendeutsch, aber natürlich extra fett gedruckt damit Felix auch wirklich gar keine Chance hatte Till geistig auf die Information vorzubereiten. Toll.
"Es ist doch erst einmal nur eine Übergangslösung–"
"Erst einmal!", echauffierte sich Till und riss melodramatisch die Hände in die Höhe als versuche er, mit einer höheren Macht zu ringen, potentiell der kompletten Polizei Berlin. "Erst einmal sagt er!"
Unglückliche Formulierung, schalt Felix sich gedanklich, und seufzte.
"Till, ich finde es wirklich schwierig wie vorverurteilend du–"
"Nee, Kleiner, jetzt komm mir nicht so–" Tills fuchtelnder Zeigefinger in seinem Gesicht war für Felix dann doch zu viel.
"Würdest du mich bitte einmal ausreden lassen!", hob er die Stimme. "Till!" Na super, jetzt war er auf dem gleichen Niveau. Naja. "Du ziehst hier jetzt diese riesen Show ab", Till fiel es jetzt schon sichtlich schwer ihm nicht ins Wort zu fallen, "nur weil du vom Flurfunk gehört hast, dass dieser Karow auch auf Männer steht, als wäre das alles was es bräuchte damit ich dir fremdgehe, oder wie." Till, mit großen Kulleraugen, holte tief Luft, aber Felix hob nur einen Zeigefinger und fuhr bemüht ruhig fort.
"Nur weil ich mich vor über zwanzig Jahren in meinen Partner verguckt habe heißt das nicht, dass das dann jetzt direkt wieder passiert. Selbst wenn sich besagter neuer, temporärer Partner von vornherein seiner Sexualität bewusst ist."
Zeigefinger unten, und sofort war Till am quengeln: "Aber Felix, darum geht's doch überhaupt nicht!" Beteuernd hob er die Hände. Was ein Theater, also wirklich. "Mir ist doch völlig egal, auf wen dieser Karow steht oder nicht steht, ich vertrau dir doch!"
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Guys I'm in too deep...hab heute in einem Museum beim Hören einer Tonaufnahme zu einem gezeigten Video gedacht "Das ist doch Mark Waschke". Was soll ich sagen. Es war Mark Waschke.
Hab jetzt ein paar Filme mit Felix Stark geschaut und kann es jetzt leider kaum erwarten bis der neue Tatort Berlin Film kommt. Felix ist so eine liebe, geduldige Maus! Genau so jemanden braucht Karow jetzt!
Ich hätte so viele Sachen zu tun,,, aber mein Hirn hat sich dazu entschieden, Adam in slutty Outfits zu packen und Karow sehr normal darauf reagieren zu lassen
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Ich habe die Sexszene von Karow und Rubin jetzt 2 mal replayed und ich verstehe sie einfach nicht. Sie hat einen Zweck, sicherlich. Aber nicht einfach zur Schaustellung ihrer Affäre, denn dazu hätte schon das FSK 6 Bild von ihnen gemeinsam schlafend im Bett, mit 2 benutzen Weingläsern im Wohnzimmer gereicht. Ich schätze, die Szene erzählt, wenngleich sie Sex haben, sie immer noch extrem auf emotionaler Distanz sind. Arbeit geht überrumpelnd in Sex über, geht wieder in Arbeit über. Karow kommt sie besuchen (um Arbeit zu besprechen? Heißt es wenigstens), aber Nina initiiert den Sex, ist in Kontrolle. Er ist outlet von Ninas Frustration (und auch irgendwie austauschbar mit einem Dildo, denn in dem Sex geht es nicht um Verbindung sondern nur um Stressabbau), aber das soll kein fruchtbarer Boden für mehr (Emotionalität) sein.
Sie tun so causual, aber wenigstens für Karow ist es definitiv nicht ganz so casual wie er zeigen möchte. Wir kennen Karows Art von casual Sex anhand von seiner Beziehung zu Nasrin – mit Nina ist er ja vergleichsweise clingy. Er initiiert mehrere Treffen in einer Woche, lässt mehr Nähe zu als noch in Tiere der Großstadt, wenngleich emotionale Themen immer noch bestens umgangen werden. In der Folge werden noch mal auf menschliche Regungen von Karow hingewiesen und er erscheint auch irgendwie ein wenig gelassener und mehr smiley als vorher wenn er (allein) mit Nina spricht. Man könnte da vielleicht so eine kleine Verknalltheit raus lesen. Und Nina bestraft ihn am Ende für seine Herzlosigkeit ("Fertig mit der Sozialromantik?") mehr oder weniger damit, dass sie sich mit einem anderen Mann trifft und ihn an den casual Teil ihrer geteilten Einsamkeit erinnert. So wird ihre Kollegen Plus Sache irgendwie komplizierter, weil sich bei Nina zu dem Zeitpunkt offenbar die Gefühle nicht ganz so vertiefen.
Was ich sagen möchte, ist dass ich diese Phase ihrer Dynamik unglaublich spannend finde. Der Sex verändert definitiv etwas an ihrer Dynamik, aber das aftermath sieht man in den darauf folgenden Folgen (Die Kalten und die Toten, Das Mädchen das allein nach Haus' geht) erst richtig, wenn sie diesen Zustand bereit für eine längere Zeit halten und diese aufgestauten Emotionen marinieren ließen.