Wem sollte ich die täglich gepflückten Wegesrandblumen schon nach Hause tragen?
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Wem sollte ich die täglich gepflückten Wegesrandblumen schon nach Hause tragen?

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Toleranz
Mach Limonade wenn das Leben dir Zitronen gibt.
Ich bin eine, auf der Suche nach dem kleinen Stückchen Glück dass mir zustehen sollte. Doch werde ich statt dessen mit Saftpressen und Zuckerwasser heimgesucht - seit Jahren ein Leben auf der Flucht.
Der Wunsch nach Eigenanerkennung ist so groß, dass ich mir wünschte jemand anderes zu sein. Jemand, der ich sein möchte.
Sie geht ohne ein Wort, ohne Verabschiedung.
Du hast mich verletzt
Verhallt ohne Gehör, ohne Interesse.
Kosmen Überlagern
Was, wenn du nicht stirbst, sondern alles um dich herum.
Begründet auf der Annahme, du, und evtl du allein, lebst in deinem eigenen kleinen Universum. Also selbst, wenn ich nicht nur eine Einbildung deines Versandes bin, der nur zu deiner Unterhaltung dient, sondern wirklich existiere und unser Zusammentreffen eine flüchtige Überschneidung jener Universen ist, das unser sein ausmacht und bedingt.
Ja, selbst dann. Was, wenn du nicht durch das unendliche nichts streifen wirst, sondern das Universum selbst sich zu existieren weigert. Du stirbst nicht, du lebst im selben Universum weiter wie zuvor. Doch alles andere ist tot, sodass es sich wie eine andere, völlig isolierte Existenz begründet.
Hieße das nicht, dass du der wichtigste Mensch im gesamten Kosmos bist? Dass du so einzigartig bist, dass sich ausnahmslos alles andere einer Welt ohne dich verweigert, weil es nicht ohne dich sein möchte? Mir missfällt dieser Gedanke. Wenn ich ohne dich nicht sein kann, sollte ich dann ohne dich sein wollen? Habe ich denn überhaupt die Option eben nicht an dich zu denken? Will ich noch an dich denken, oder tue ich es weil ich dazu genötigt werde?

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Liebes Leben, manchmal bist du...
Manchmal ähnelt das Leben dem, dass man nach der Trennung in einem stinkenden Hotelzimmer sitzt, die Exfrau ohne zu klopfen heran tritt, dir mit deinem toten Hund ins Gesicht schlägt, und wortlos wieder geht.
Und manchmal ist es eben auch genau so.
Dreck braucht kein Glück.
Ja, nun schlagt, kickt, verspottet, und verflucht mich.
Brecht mir die Beine und entzündet mein Fleisch. Zerstört meinen Geist und behandelt mich wie Dreck.
Doch hört und seid gewarnt:
Dreck braucht kein Glück.
Denn Dreck ist bereits Dreck. Dreck kann nicht weiter sinken. Er achtet nicht auf seine Umwelt, geschweige denn wer oder was hinter ihm ist. Denn nach ihm kommt nichts mehr. Er ist ganz unten - es kann nur noch bergauf gehen.
Mit Anlauf den Berg hinauf, um sich an allen zu rächen, die sich seiner bedient haben.
Um sich an allen zu rächen.
Ich will wie ihr sein, um meine Individualität zu behalten
Ich bin ein ungewolltes Wunschkind. Der pathetische Stoiker, der sich vom strukturierten Chaos ernährt, das ihn zugrunde richtet. Getrieben zur spöttischen Verhöhnung seiner selbst, vom eigenen Hirn an Grammatik und rhetorischen Wohlklang gebunden bin ich der Fleisch gewordene Stilbruch.
Der introvertierte Stubenhocker, der dir bei alltäglichen Begegnungen seine besten Eigenschaft und größten Fehler ungefragt ins Gesicht schrei(b)t. Ich bin ein wandelndes Paradoxon, der Retter ohne Opfer, ich selbst und doch jeder andere.