1. und 2. Mai 2018
Treten Sie ein mit Ihrem guten Namen
Es ist der Vorabend der re:publica 18 und ich muss mich allmählich mal um mein Ticket kümmern. Das heißt, gekauft habe ich es bereits vor Monaten, aber die Serie seitdem empfangener Bestätigungs- und Ankündigungsmails habe ich weitgehend ignoriert.
Diese Mails gingen alle an ein GMX-Konto, das ich gern für derlei unpersönliche Vorgänge verwende. Insbesondere wenn zu befürchten steht, dass sie mehrere Abbestellungen irgendwelcher Newsletter nach sich ziehen. Per Textsuche finde ich im Posteingang rasch die passende Mail von XING Events mit drei Anhängen.
Der erste ist ein PDF mit der Rechnung, der zweite die Eintrittskarte im PDF-Format – eine A4-Seite, immerhin frei von nerviger Werbung, deren wirklich wichtiger Inhalt allerdings lediglich aus zwei Barcodes besteht.
Den dritten Anhang bildet eine PKPASS-Datei. Richtig, das war doch irgendsoein Ding, das man direkt auf dem Smartphone speichern und dann mit einem lässigen Wischen am Eingang hervorzaubern kann, oder? Und man spart sich das lästige Ausdrucken und Herumtragen von Papier.
Also die Mail nochmal in der GMX-App auf dem iPhone geöffnet und auf den dritten Anhang getippt, was aber leider in einer Fehlermeldung resultiert. Hm.
Ich probiere, den Anhang in meiner Dropbox zu speichern. Vielleicht ist nur die GMX-App zu blöd, diesen Eintrag an meine iOS-Wallet weiterzuleiten (oder wo auch immer er hingehört). Die Dropbox-Fehlermeldung beim Versuch die PKPASS-Datei auf dem iPhone zu öffnen, ist etwas lustiger, hilft mir aber auch nicht wirklich weiter.
Auf der Suche nach Erleuchtung öffne ich kurz die Wallet-App, in der sich hauptsächlich Tickets einer nicht mehr existenten Fluggesellschaft befinden.
Außerdem schaue ich im App-Store vorbei, aber die Suche nach “Passbook” fördert dort nur zweifelhaftes zutage. Ich gebe meine Versuche auf und drucke die PDF-Version der Eintrittskarte aus, die ich in der Dropbox gespeichert hatte. Ich bemühe mich, dieses Blatt irgendwo zu verstauen, wo ich es garantiert nicht mitzunehmen vergesse.
Am darauffolgenden Morgen sehe ich erstens beim Blick auf das ausgedruckte Ticket den Hinweis, dass es genügt hätte, das PDF einfach auf dem Smartphone vorzuzeigen. Gleich darauf lese ich folgenden Kurzdialog im Techniktagebuch-Redaktionschat.
Anmerkung: Kurz nach Erscheinen dieses Beitrags weist Kathrin mich darauf hin, dass der Name vermutlich nur für Vortragende genügt. Besucher zukünftiger re:publiken, die bis hierhin gelesen haben, also bitte auch deren Ticketbestimmungen gründlich studieren! Ich bin offenbar keine allzu verlässliche Quelle.
(Virtualista)













