Die Pharmalobby mal wieder - ein Skandal ersten Ranges!

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Die Pharmalobby mal wieder - ein Skandal ersten Ranges!

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Trump signs healthcare executive order that includes a win for pharma companies
WASHINGTON â President Donald Trump on Tuesday instructed the Department of Health and Human Services to collaborate with Congress on revising a law that permits Medicare to negotiate prescription drug prices â a move long sought by the pharmaceutical industry.
Drug companies are advocating to push back the eligibility window for price negotiations by four years, specifically for small molecule drugs â which are mostly in pill form and make up the majority of available medications.
Aducanumab: Die erste Zulassung eines Alzheimer-Medikaments löste an der Börse Begeisterung aus â und in der Fachwelt Verwunderung. Wer den Gang des Verfahrens nachvollzieht, muss an der UnabhĂ€ngigkeit der US-Aufsicht zweifeln.
Covid is going to hit diabetic and children. Really wonder how a virus mutants will systematically target first old age people, then adults and at the end children? #corrupt #pharmathirdwave #pharmalobby #COVIDSecondWave #covidthirdwave #biowar (at India) https://www.instagram.com/p/CPUgdTYJw7U/?utm_medium=tumblr
SahnehÀubchen
Wenn sich jemand irgendwo kritisch ĂŒber die Homöopathie oder eine ihrer SpielartenĂ€uĂert, kommt ganz oft, eigentlich fast immer, jemand und behauptet, die Kritik sei unfair und nicht gerechtfertigt. Die Homöopathie wirke sehr zuverlĂ€ssig und gut (gern mit dem Zusatz: das habe man selbst erlebt), und ein vernĂŒnftiger Mensch kĂ€me gar nicht auf die Idee, eine so effektive und gleichzeitigâŠ
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AIDS - HIV - Zwangsimpfung
AIDS â HIV â Zwangsimpfung
An das Aufkommen von AIDS in den 80ern musste ich denke, als die Meldung ĂŒber Impfzwang in Italien herein kam. Ich gehöre zu den Menschen, die das Thema von Anfang bis heute mit verfolgt haben, hatte auch Freunde, die daran verstorben sind.  Fast 40 Millionen sollen heute AIDS infiziert sein, ebenso viele sind daran gestorben. AnfĂ€nglich noch auf US-Homosexuellen-Kreise eingegrenzt, die ihreâŠ
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Krokodilsdroge
"Eben noch haben Airat und die blonde Swetlana, 25, Hustentabletten aus der Apotheke und die Köpfe von ZĂŒndhölzern zerbröselt. Dann kochten sie das Pulver mit Benzin und AmeisensĂ€ure auf, nur um sich die trĂŒbe braune BrĂŒhe kurz darauf in die Venen zu spritzen. Sie nennen es "das Krokodil". [...]
[Analysen zeigen, dass die] braune Suppe Schadstoffe enthÀlt: Knochen zerstörendes Phosphor etwa und Schwermetalle wie Blei, Zink und Antimon-Oxid. Der Dreck in der Droge lÀsst die Junkies langsam verfaulen.[Achtung, body horror beim Link]
Laut russischen Ărzten betrĂ€gt die Lebenserwartung von "Krokodil"-AbhĂ€ngigen ein bis drei Jahre. Bei fortdauerndem Konsum werden Finger und Zehen nekrotisch, sagen sie, und an den Einstichstellen bilden sich GeschwĂŒre, die kaum heilen. Um potentielle "Krokodil"-Konsumenten abzuschrecken, verbreiten Russlands DrogenbekĂ€mpfer Schockfotos von Junkies, denen Eiter aus klaffenden Wunden flieĂt und deren Fleisch in Fetzen hĂ€ngt.
Die Haut um Airats FingernĂ€gel hat sich schwarz verfĂ€rbt, und seine Beine sind ĂŒbersĂ€t mit faulig-braunen Flecken, die an die gemusterte Haut eines Reptils erinnern. Deshalb der Name "Krokodil".
[...] [FĂŒr die Hersteller der PrĂ€parate] sind die Medikamente zu sogenannten Cash Cows avanciert, zu Verkaufsschlagern, die den Gewinn in die Höhe treiben. So schwĂ€rmte etwa das russische Pharmaunternehmen Farmstandart ganz offen, dass es vor allem seine billigen Kodein-PrĂ€parate sind, die maĂgeblich zu dem 37-prozentigen Plus bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten beigetragen hĂ€tten." Tldr: Ist das nicht schön, wie die Pharmaindustrie Kapital aus verarmten, drogenabhĂ€ngigen Bevölkerungsschichten schlĂ€gt? Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/neue-billigdroge-krokodil-der-stoff-der-junkies-verfaulen-laesst-a-773086.html
Meine Hervorhebungen.
Anmerkungen zum FR- Interview mit Sawicki
In der FR erschien ein Interview mit dem "Pharmakritiker" Sawicki. Dieses Interview ist interessant, zumal Sawicki weder ĂberlĂ€ufer noch AbtrĂŒnniger ist. Interessant ist das Interview vor allem, wenn man ein GespĂŒr fĂŒr das, was zwischen den Zeilen steht, entwickelt hat. Sawicki meint ĂŒber sich, dass er "industriefreundlich" und "kein Feind der Pharmaindustrie" ist. So hatte das regierungsnahe Institut (laut Sawicki) 31 der 8834 (Rote Liste) Medikamente in der BRD untersucht, was keineswegs von einer akribischen oder allzu kritischen TĂ€tigkeit zeugen kann. Trotz seiner NĂ€he zur Industrie muss Sawicki zum August seinen Posten rĂ€umen. Ob dabei das von den Medien benutzte Wort "geschasst" zutreffend ist, sollte mit Vorsicht zu geniessen sein, da von einem Rauswurf keine sachliche Rede sein kann. Vielmehr spricht vieles dafĂŒr, dass der freiwerdende Posten mit einer FDP- nahen Gestalt besetzt werden soll, was nach einer Wahl hierzulande angesichts der Postenschacherei normal ist. Vielleicht hat "der Mohr auch nur seine Schuldigkeit getan" und es ist Zeit, eine geschmeidigere oder funktionstĂŒchtigere Marionette ins Amt zu heben? Wer dies als unnormal ansieht und Sawicki als reinen verbraucherfreundlichen Ritter (was er selbst verneint!) darstellt, der ignoriert nicht nur die KlĂŒngel- und Vetternwirtschaft, sondern auch die Korruption im Staat. Sawicki wurde durch KrĂ€fte auf seinen Posten gehoben, die gewiss keine volksfreundliche Gesundheitspolitik im Sinne der Zahlmeister betrieben haben. Z.B. wurde auch und gerade unter Ulla Schmidt (SPD) das Gesundheitssystem zum Nachteil der Versicherten "reformiert". Der Pharmaminister Rösler fĂŒhrt diese Politik nur fort. Ob diese FortfĂŒhrung zukĂŒnftig drastischer vollzogen wird, bleibt reinste Spekulation. Denn eines ist ein unumstöĂlicher Fakt in diesem Affentheater. Egal welche Partei bisher die Oppositionsrolle verlassen hatte und eine temporĂ€re Hauptrolle (auf Landes- und Bundesebene) spielen durfte, am politischen Trend in der BRD hatte dies nichts geĂ€ndert. Ob CDU/CSU, SPD, GrĂŒne, FDP und Linke - alle diese Parteien haben, wenn sie in der Regierung saĂen, die Interessen des Kapitals vertreten. Sie benutzten vielleicht andere Floskeln, da sie eine jeweils andere Klientel zu versorgen haben, doch die Ergebnisse unterschieden und unterscheiden sich nicht. Allenfalls in Nuancen. Das meinte Kurt Tucholsky mit seinem berĂŒhmten Zitat: "Wenn Wahlen etwas Ă€ndern wĂŒrden, dann wĂ€ren sie lĂ€ngst verboten". Oder Brecht, als er (sinngemĂ€Ă?) sagte:"Die Schweine haben sich geĂ€ndert, doch die Tröge sind dieselben geblieben". Man sollte die Demokratie im Land nicht mit der Einstellung einiger Demokraten verwechseln! Die zudem allesamt nichts zu melden haben. Zumindest kenne ich keinen Demokraten, der dieses Wort verdient, in einem Parlament sitzt und wirklicher EntscheidungstrĂ€ger ist. Man kann mich aber gerne eines Besseren belehren! Nennen sie mich getrost einen Pessimisten, was in der Gegenwart ohnehin nur ein anderes Wort fĂŒr Realist oder Rationalist wĂ€re. Sawicki faselt etwas von UnabhĂ€ngigkeit. Auf der Blöd- Zeitung steht auch das Wort "unabhĂ€ngig". Doch es gibt keine allumfassende UnabhĂ€ngigkeit, ebenso wenig wie es die Freiheit gibt. Freiheit kommt von "können, dĂŒrfen". Des einen Freiheit kann schon fĂŒr den Nachbarn Unfreiheit bedeuten. Eine Willensfreiheit setzt beispielsweise das Aussetzen der Naturgesetze voraus. Es wird auch nie eine humanistische Ausbeuterordnung existieren. Zumal die, in der wir leben, das Kapital, also den Profit als Mittelpunkt des Universums heiligt. Die Frankfurter Rundschau gilt ĂŒbrigens als SPD- nahe Zeitung, deren aktueller Mehrheitsbesitzer der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg ist. DuMont Schauberg besitzt auch 25% an der Haaretz- Gruppe (Israel), ist Herausgeber der netzeitung.de und gibt absolute Unterkastenschmuddel- Zeitungen wie den Kölner Express, den Berliner Kurier oder die Hamburger Morgenpest heraus. Eine Beteiligung hĂ€lt DuMont Schauberg ĂŒbrigens auch am "Piratensender" Berliner Rundfunk, der derzeit mit dem Spruch "Gute Zeiten, gute Musik" seine Hörer verarscht. Ebenso erwĂ€hnenswert ist, dass DuMont Schauberg Besitzer des ehemals regierungseigenen Bundesanzeiger Verlag ist, dessen VorgĂ€nger wiederum der Deutsche Reichsanzeiger ist. Kritiker rechnen DuMont Schauberg dem berĂŒchtigten Kölner KlĂŒngel zu. Hier das Interview: Das Rezept der Profiteure BetrĂŒgen, bestechen, Studien unterschlagen: Der geschasste Pharmakritiker Peter Sawicki spricht im FR-Interview ĂŒber seine Erfahrungen mit einer mĂ€chtigen Lobby, die GrĂŒnde seiner Ablösung und das Versagen der Unternehmen.
Professor Sawicki, Ihr Vertrag als oberster ArzneiprĂŒfer wird gegen Ihren eigenen Wunsch nicht verlĂ€ngert. Sind Sie ein Opfer der Pharma-Mafia?
Ich bin kein Opfer. Ich hĂ€tte gerne weiter gemacht. Wenn bestimmte Politiker meinen, dass die Position anders besetzt werden soll, um mehr Akzeptanz auch bei der Industrie zu erreichen, dann ist das ihr gutes Recht.Â
Ihnen wurden fehlerhafte Abrechnungen von Dienstwagen und Spesen vorgeworfen. Haben Sie sich angreifbar gemacht?
Wenn man einen Hund schlagen will, findet man immer einen Stock. HĂ€tte es diesen Stock nicht gegeben, hĂ€tte es einen anderen gegeben. Es ist der Solidargemeinschaft durch mein Verhalten kein Schaden entstanden.Â
Die GrĂŒnde sind vorgeschoben?
Das meiste stimmt nicht, was in den Zeitungen steht. Ich darf nur nicht ĂŒber Interna reden, weil dies mein Vertrag so vorsieht.
Welche Erfahrungen haben sie mit der Pharmaindustrie gemacht?
FĂŒr die Unternehmen ist es in Deutschland paradiesisch: Alle PrĂ€parate werden sofort nach der Zulassung verordnet - zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung zu dem Preis, den die Industrie festlegt. Unser Institut ist nun fĂŒr die Industrie eine HĂŒrde im unkontrollierten Zugang zum Markt, weil wir den Nutzen neuer Arzneimittel bewerten. Die Pharmafirmen wollen dieses Institut nicht, schon gar nicht so, wie es unter meiner Leitung ausgerichtet ist. Es ist ihnen im Weg.
Mit welchen Mitteln hat denn die Pharmaindustrie versucht, diese HĂŒrde zu durchbrechen?Â
Man hat uns zum Beispiel unpublizierte Studien nicht zur VerfĂŒgung gestellt. Man hat aber auch versucht, uns zu diskreditieren. Der Stern berichtete, dass eine Pharmafirma einen PR-Mann auf mich angesetzt habe, der versuchte, "belastendes Material" ĂŒber mich bei den Medien unterzubringen.
Wurde Ihnen auch direkt gedroht?Â
Womit soll man mir drohen? Die Firmen sagten offen, dass sie sich dafĂŒr einsetzen, dass mein Vertrag nicht verlĂ€ngert wird. Vertreter der Pharmaindustrie sind schon vor Jahren sogar ins Kanzleramt marschiert und sollen sich dort dafĂŒr eingesetzt haben, dass ich abgelöst werde. Damals waren sie erfolglos.
Gab es auch an anderer Stelle Druck auf die Politik?Â
NatĂŒrlich beeinflusst die Pharmaindustrie die Politiker. Viele Abgeordnete erzĂ€hlen mir: "Jeden Tag ist jemand von der Industrie bei mir, der sich ĂŒber Sie beschwert." Ich habe mich auch mal mit der Gesundheitsgruppe der CDU im Bundestag getroffen, um ĂŒber Methoden der Kosten-Nutzenbewertung von Arzneimitteln zu sprechen. Wohl damit die Abgeordneten nicht zu einseitig von mir beeinflusst werden, haben sie dann Frau Yzer und ihre Mitarbeiter vom Verband der forschenden Arzneimittelhersteller dazugebeten. Das war ein sehr unangenehmes GesprĂ€ch.
Die Firmen sagen, sie mĂŒssten Mitarbeiter entlassen, wenn das Institut Arzneien schlecht bewertet. Was halten Sie von dem Argument?Â
Das ist durchaus stichhaltig. Wenn etwa die Krankenkassen das Alzheimer-Medikament Memantin der Firma Merz nicht mehr erstatten sollten, ist das fĂŒr den Hersteller ein Riesenproblem. Vielleicht muss Merz dann wirklich Menschen entlassen. Dies möchte ich nicht. Aber wie kann ich das verhindern? Wir fassen Studien zusammen und stellen fest, dass der Nutzen eines Medikaments nicht belegt ist. Soll ich das verschweigen? Wir können doch unsere wissenschaftlichen Methoden nicht danach ausrichten, ob ein Medikament in Deutschland hergestellt wird oder nicht!
Bei wie vielen Mitteln konnte das Institut nachweisen, dass sie nicht so wirken, wie sie sollen?Â
Bei wenigen. Von 31 untersuchten Mitteln hatten 26 einen Nutzen. Nur sind sie eben nicht unbedingt besser als andere Mittel, die auf dem Markt sind, nur teurer.
Wie viel Geld haben Sie den Krankenkassen denn gespart?Â
Das haben wir nicht ausgerechnet. Aber beim Gerichtsverfahren zu den Insulin-Analoga hat ein Richter gesagt, dass die klagenden Firmen 25 Millionen Euro pro Jahr verlieren, weil sie nach unserer Bewertung gezwungen waren, ihre Preise zu reduzieren.
Warum trickst die Pharmaindustrie?Â
Weil sie nicht genug fortschrittliche Medikamente hat. In den letzten 20 Jahren hat sie sich etwas auf die faule Haut gelegt und darauf versteift, ihre eigenen Sachen zu kopieren und sie dann wieder als neue Mittel zu verkaufen. Es ist auch schwierig: Denken Sie an den riesigen Aufwand, bis man Aids erfolgreich behandeln konnte. Und sie haben als Unternehmer keine Sicherheit: Sie können zum Beispiel nicht sagen, ich investiere fĂŒnf Milliarden Euro und dann ist die Parkinsonsche Erkrankung heilbar.
Die Forschungsabteilungen der Firmen sind mehr Schein als Sein?Â
Die Forschungsanstrengungen der Pharmafirmen werden ĂŒbertrieben dargestellt. Die Grundlagenforschung findet an den UniversitĂ€ten statt und die bezahlt der Steuerzahler. Die Pharmaindustrie kauft an den UniversitĂ€ten billig ein, was vielversprechend ist.
Trotzdem rĂŒhmt sie sich mit ihren hohen Forschungsausgaben.Â
Das meiste dabei sind Ausgaben fĂŒr die Zulassung, Marketing und Beeinflussung von Meinungsbildnern.
Investiert die Pharmaindustrie an der falschen Stelle?Â
Sie investiert dort, wo sie einen Return erwartet. Ein groĂes Problem sind seltene Krankheiten. Ein Beispiel: Enzymdefekte bei Kleinkindern. Man kennt die Enzyme, man könnte sie ersetzen. Sie werden aber nicht hergestellt, das lohnt sich nicht. Das Kind einer Freundin ist gestorben, obwohl man genau weiĂ, welches Enzym ihm fehlt. Aber das wird nicht hergestellt, es sind zu wenige Kinder. Mittel gegen Demenz wĂ€ren dagegen super fĂŒr den Gewinn, das ist ein Riesenmarkt. Ihrer ethischen Verantwortung stellt sich die Industrie nicht genĂŒgend.
Sie sind Arzt, viele Spitzenmediziner arbeiten eng mit der Pharmaindustrie zusammen.Â
So gut wie alle.
Was sagt das ĂŒber Ihren Berufsstand aus?Â
Ărzte sind Menschen und die meisten Menschen wollen mehr Geld verdienen, als sie verdienen. Aber Ărzte verdienen genug Geld. Ich finde es unangemessen, wenn meine Kollegen aus dem Porsche aussteigen und sich fĂŒr die Demonstration fĂŒr mehr Geld eine Weste anziehen mit der Aufschrift "Arzt in Not". Die Patienten wissen das, sie sehen ja, welches Auto ihr Arzt fĂ€hrt und wie er wohnt.
Aber sie wissen nicht, fĂŒr welche Pharmafirma ihr Arzt arbeitet.Â
Das stimmt. Der Patient muss aber wissen, von welchem Hersteller ihr Arzt Geld bekommt. Und die KoryphĂ€en, die auf der Payroll der Pharmaindustrie stehen, mĂŒssten das auch öffentlich machen.
Wie geht es nun mit dem Institut weiter? Sehen Sie einen potenziellen Nachfolger?Â
Ja, einige. Ich nenne aber keine Namen, denn die werdenÂŽs dann nicht.
Meinen Sie, die haben nach dem Streit um Sie noch Lust auf den Job?Â
Sie brauchen einen geschĂŒtzten Raum, die politische Akzeptanz eines unbequemen Instituts.
Offenbar will die Regierung aber jemanden, der industriefreundlich ist.Â
Ich bin auch industriefreundlich. Ich bin kein Feind der Pharmaindustrie. Wer soll denn die Medikamente herstellen? Aber wir brauchen eine Industrie, der wir vertrauen können, die uns nicht betrĂŒgt, die keine Studien unterschlĂ€gt, die keine Leute besticht. So wie die Pharmaindustrie derzeit arbeitet, kann es nicht weitergehen. Ein Pharmamanager sagte mir: Im Ansehen der Bevölkerung kommen wir direkt nach den Drogendealern. Das ist nicht schön fĂŒr jemanden, der da arbeitet. Ich will die Leute in der Industrie unterstĂŒtzen, die eine Ănderung zum Besseren wollen. Das könnte doch ein hoch angesehener Wirtschaftszweig sein.
Was raten Sie Ihrem Nachfolger?Â
Das Wesentliche ist UnabhÀngigkeit. Sobald man sich mit jemandem gemein macht und aufgrund dieses Einflusses die Empfehlungen verÀndert, ist das Institut am Ende.
Sehen Sie diese Gefahr nicht?Â
NatĂŒrlich. Aber alle Mitarbeiter des Instituts werden die UnabhĂ€ngigkeit auch ohne mich verteidigen.(Interview: Wolfgang Wagner, Jutta Maier, FR)
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