One Short Year | A Masterpost Part 2
Part 1
The Writing
Ihr müsst ein Ding über mich verstehen. Ich fange sehr gerne, sehr viele Sachen gleichzeitig an, aber beenden? Har. Har. Das Konzept existiert? Das war einer der Gründe, weswegen ich mich dazu entschlossen hatte, bei dem Projekt mitzumachen. Es gibt nichts unvergleichlicheres als den Serotonin Boost von einem beendeten Projekt, sei das auch noch so kurz. Aber dann war da die Zeit. Sie rannte mir sprichwörtlich davon und ich erschrak immer am Ende des Monats, dass ich noch nichts geschrieben hatte. Also was tun? Die meisten Monate liefen relativ ähnlich ab. Am Anfang war man gehyped und gespannt auf den neuen Prompt, es hat in den Fingern gejuckt. Dann kam immer und immer wieder das Leben und der Alltag dazwischen (Auch schön, wenn man in dieser Zeit mit seiner Gesundheit am struggeln ist...). Und dann war es Ende des Monats und man hatte noch nichts eingereicht. Dann fing die hektische Tipperei meistens an. In retrospektive muss ich auch sagen, dass viele meiner Storys, ich habe sie im Zuge der Bewertungsrunde noch einmal gelesen und auch selbst gemerkt, wie ich mich verändert hatte, über das Jahr hinweg. Seien es auch noch so kleine Kleinigkeiten. Manche Dinge hätte ich anders angefangen, komplett anders umgesetzt oder klarer strukturiert. Aber stolz bin ich immer noch darauf. Ab März konnte man dann sehen, dass ich fast gar nicht mehr aktiv für die Challenge geschrieben hatte. Mich hatte mein eigenes großes Romanprojekt abgeholt, dass auch mit Ablauf der OSY Challenge noch nicht fertig war (es ist jetzt endlich fertig, halleluja, für die die es interessiert). Und ja im Nachhinein beiße ich mir in den Allerwertesten nicht bei ein paar anderen Sachen mitgemacht zu haben. Aber der Headspace war einfach in den Monat nicht da und das ist ok so.
The Judging
lch bin ja ein Neuling, was Schreibwettbewerbe, kreatives Schreiben und Romane angeht. Deswegen war ich sehr froh, Boat (@only-when-i-write) an meiner Seite zu haben, die schon mit mehr Wassern gewaschen war. Sie wusste, wie der Hase läuft und ist während meines Autorendaseins eine Art Mentor für mich. Ich habe immer gedacht, schreiben kann ich, aber herausfinden, wieso etwas funktioniert oder eben nicht sei sehr schwierig für mich. Umso erstaunter war ich, als es daran ging, die eingesendeten Beiträge zu lesen und zu bewerten. Bei einigen Texten konnte ich genau den Finger auf das legen, was mir persönlich nicht gefiel, oder was ich nicht passend fand. Bei manch anderen war es nur ein Gefühl. Noch besser fand ich aber, dass Boat und ich uns so einig bei der Auswahl waren, beziehungsweise einig bei denen, die es leider nicht geschafft hatten. Bei vielen Dingen ergänzten wir uns auch perfekt. Je mehr ich kritisch las, desto mehr und desto eher wusste ich, was funktioniert und was nicht so unbedingt funktioniert.
What I learned
Ich habe gelernt, es ist eine Kunst, sich die Zeit zum schreiben zu nehmen. Den Kopf freizumachen und egal was gerade ist, sich einfach an die Tasten zu setzen.
Ich habe gelernt, Schreiber und als Juror, dass nicht die erste Idee, die dir in den Kopf kommt, die beste ist. Viele haben leider eine ähnliche Idee. Und dann? Man muss herausstechen und im Gedächtnis bleiben und das passiert vielleicht auch erst mit der dritten oder vierten Idee.
Ich habe gelernt, dass es auch ok ist, einfach mal nichts zu tun und Deadlines verstreichen zu lassen, wenn es gerade einfach nicht geht, oder auch die perfekte Storyidee einfach nicht da sein will. Let it be, so schwer es ist.
Ich habe gelernt, diese Erfahrung, so klein sie sich für mich vielleicht auch anfühlt, in meine Autorenvita zu packen. Damit zu strotzen, dass ich Texte ausgesucht und geschrieben habe.
Das Jahr mag vielleicht kurz gewesen sein, aber es war dennoch ein ganzes volles Jahr.






















