Manchmal, da muss man den Blorbos ja schon ein bisschen wehtun. Also nicht schlimm, und definitiv keine dauerhaften Schäden! Aber so ein bisschen andepschen kann man die ja schon...
Außerdem hab ich ja die Befürchtung, dass wir auch bei Leo nicht sehen werden, wie der von Adam umsorgt wird und Hilfe braucht. Das haben wir schon bei Adam nicht gekriegt und ich rechne fast damit, dass es jetzt wieder so laufen wird. Dabei sind die beide doch so richtig gut miteinander, wenn sie aufeinander aufpassen können. Und auch wenn sie beide entsetzlich schlecht darin sind, Hilfe anzunehmen, so genießen sie das doch insgeheim sicher als kleines Zeichen der Zuneigung und als Beweis dass sie einander nicht egal sind.
Was auch wieder ein trauriger Gedanke ist, falls da wer denkt, dass er verletzt sein muss, um Fürsorge und Hilfe zu bekommen, aber in die Richtung biegen wir heute mal nicht ab.
Drabble 223 - Krankenhaus
Leo hasste Wartebereiche im Krankenhaus. Unbequeme Plastikstühle, ungenießbarer Automatenkaffee, Desinfektionsmittelgeruch, der in der Nase stach. Und über allem die Ungewissheit.
Er wusste, dass es nicht schlimm war. Adam war im Wald gestolpert und umgeknickt, war dann mit einem unterdrückten Schrei zu Boden gegangen und konnte seitdem nicht mehr auftreten.
Ein beleidigtes Sprunggelenk, nichts Gefährliches. Da hatten sie beide schon viel Schlimmeres erlebt.
Dennoch atmete er auf, als Adam aus einer der Schiebetüren heraus wieder auftauchte, blass um die Nase und auf grün-silbernen Krücken.
“Bänderriss”, war alles, was er sagte, bevor er sich von Leo erschöpft in den Arm nehmen ließ.














