in einer Phase, in der ich mich frage, was ich eigentlich hier tue. Ich frage mich, wer ich bin und ich frage mich, warum die Dinge so passieren, wie sie passieren.
Ich hatte einmal einen luziden Traum. Es war einer der wunderschönsten Momente meines Lebens. Ich würde gerne kontrolliert luzide Träume träumen können. Ich glaube, dass ich nur noch schlafen würde, aber das wäre nicht das Problem. Ich hätte eine Welt, die ich mir selbst aussuchen kann. Zwar wüsste ich immer: es ist nur ein Traum. Aber ich hätte eine eigene Welt. Wie eine Parallelwelt. Und das wäre durch dieses luzide Träumen möglich.
Ich weiß, dass ich in dem Moment realisiert habe, dass ich träume und ich weiß, dass dieser Traum unglaublich fragil war, aber er war besonders. Und ich weiß, dass ich das wieder tun möchte. Aber ich weiß nicht wie. Das ist, wie als wenn man wüsste, dass es ein Buch gibt, dass man gerne lesen möchte, aber man kann es nicht öffnen. Es erscheint einem so banal, aber es funktioniert nicht. Man kann dieses Buch nicht öffnen.
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.
Das ist viel einfacher gesagt, als tatsächlich getan. Ich kann nicht meine Träume leben, denn in meinen Träumen passieren keine Dinge, die mir nicht gefallen. In meinen Träumen werde ich nicht enttäuscht. Und im echten Leben, nun ja, da ist es eben nicht traumhaft. Deshalb mag ich den Spruch nicht. Er hört sich wunderschön an, aber sein Inhalt ist kaum möglich umzusetzen.
Das ist ein wunderschönes Wort. Es setzt sich zusammen aus “Oneiros” (Traum) und “Nautes” (Seefahrer). Ein Seefahrer, der nicht den Ozean bereist, sondern seine Träume. Dieses Wort ist wunderschön. Es ist wirklich unglaublich wunderbar. Ich könnte es mir durchlesen und durchlesen und durchlesen und ich würde dem nicht müde werden. Ich liebe dieses Wort. Denn ich verbinde damit die Sehnsucht, etwas zu finden, was einzigartig ist. So wie dieser Moment, dieser winzig kleine Moment, in dem ich meinen Traum kontrollieren konnte. Dieser Moment hat einen Eindruck hinterlassen. Einen, den ich nie vergessen werde. Ich will niemals diesen Traum vergessen. Niemals.