wip wednesday 5.8.26
mucki-verse! und otti nimmt ihren job als pias neue bff ernst. das liegt schon... ne weile in meinem doc. ich mag es sehr (surprise, ich projiziere meinen katzendefizit auf blorbos), muss es nur noch mal überarbeiten!
Das Licht des abnehmenden Mondes fällt schräg durch das Fenster zum Hinterhof. Eine einzelne Stehlampe erleuchtet das kleine Wohnzimmer, in dem Pia sitzt. Ein Stapel an Akten ist vor ihr ausgebreitet. Eigentlich wollte sie heute früh Feierabend machen. Sollte sie sogar, das hat ihr die Therapeutin sehr eindringlich geraten. Aber sie weiß: Wenn sie heute nicht durchkommt, diesen Stapel nicht durchgeht, dann kann es sein, dass sie wertvolle Stunden verlieren. Und das könnte heißen, dass sie den Täter zu spät fassen, oder sogar verlieren. Und das könnte bedeuten, dass es weitere Opfer gibt. Ihre Augen fühlen sich mittlerweile trocken an. Müde reibt sie sich über das Gesicht. Der Kater ist gefüttert, ein bisschen gespielt hat sie auch mit ihm. Eigentlich hat sie ihre Pflicht für heute schon längst erfüllt, sie ist sich auch nicht sicher, wie Otti es findet, dass sie heute schon zum zweiten Mal in Folge mehr oder weniger in ihrem Wohnzimmer campiert. Eigentlich ist das nie geplant, hier zu übernachten. Vor allem nicht mit den Akten. Eigentlich beginnt der Feierabend oft sehr gut. Dieses Etwas mit Esther, das sich seit dem einen Abend, wo sie Mucki das erste Mal getroffen hat, verselbstständigt hat – es hilft ihr. Und nicht nur das mit Esther. Durch Mucki ist sie auch auf dem besten Weg, von Ottilie adoptiert zu werden. Und das ist etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Ottilie hat beschlossen, dass es nicht angeht, dass Pia nicht weiß, wie man Sträucher schneidet, Radieschen selber zieht und Kompost umsetzt. Unter den wachsamen Augen von Mucki, der meistens irgendwo mit angezogenen Pfötchen im Schatten liegt und sie anblinzelt, hat sie all das gelernt. Beim Tee nachher, wo auch Esther gelegentlich dazukommt, kann sie dann auf das schauen, was sie gemeinsam geschafft haben. Dass sie plötzlich mit Otti über Dinge redet, die ihr sonst selbst bei ihrer Therapeutin schwer über die Lippen kommen, fühlt sich immer noch ungewohnt an. Aber trotzdem natürlich.












