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none's short video with ♬ Originalton
Im sorry but do any of you find this as strangely attractive as i do, because ive been watching it on repeat for about 2 days now and i still cant figure out what's so fascinating about her
Moop Mama ZMF 2016 #moopmama #zmf #photography #concertphotography #musicphotography#mooptopia
Komische Typen (Vmx Tour in Köln, Kiel und Hamburg)
Die letzte Etappe unserer Guerillabike Promotour führte uns durch Köln, Kiel und Hamburg, durch unzählige Radiostationen und Interviews. Diese Aktion war das Anstrengendste, das wir bis dato zusammen gemacht haben. Aber nicht wegen des Fahrradfahrens. Im Gegenteil. Wenn man nach einer fünfstündigen Autobahnfahrt im Sprinter endlich aus der Karre aus und auf den Drahtesel aufsteigt, dann ist das ein Gefühl purer Freiheit. Außerdem sieht man auf diese Art ausnahmsweise die Stadt. Wenn wir auf eine normale Clubtour fahren sehen wir immer nur Clubs. Von außen, von innen. Voll, leer. Kein Licht. Vitamin D technisch war die Tour ein totaler Bringer. Sie war der ehrgeizige Versuch die Albumpromotion und die Interviews mit dem Guerilla spielen zu verbinden. So hatten wir meistens eine kurze Nacht, eine mehr oder weniger lange Fahrt, ein paar Termine, und dann unsere Tour durch die Stadt. Zunächst ein paar kleinere Stopps mit drei bis vier Songs und einen Abendabschluss, bei dem wir nochmals ein ganzes Konzert spielten. Essens- oder Ruhezeiten einzuplanen haben wir leider vergessen. Ich habe mich in meinem gesamten Tourleben keine zwei Wochen am Stück so miserabel ernährt. Teig und Käse, Teig und Käse, Teig und Käse. Es wird Zeit für eine Gemüsesuppenkur. Ich bin unendlich stolz darauf, wie wir es mittlerweile schaffen zu zehnt (oder meistens sogar noch mehr) diese Arbeitsabläufe zu bewältigen ohne uns zu zerfleischen. Klar gibt es hier und da mal Krach, den obligatorischen Unterzuckerwutanfall, Lästereien in Abwesenheit Einzelner, aber im Großen und Ganzen haben wir einen sehr respektvollen Umgang miteinander gefunden. Wir sind eine Spezialeinsatztruppe. Wenn ich irgendwann mal unbedingt eine Bank ausrauben muss, weiß ich mit wem. Bei jeder dieser Kraftanstrengungen lernt man sich besser kennen. Die Eigenarten und Schattenseiten all dieser komischen Typen muss man lieben lernen, man wird Familie. Das ist so eine Mischung aus Schullandheim und Dschungelexpedition. Ein wenig Big Brother ist auch dabei. Extreme Höhen und Tiefen. Privat sind die alle ganz nett.
Das gilt für die Band. Aber auch außerhalb der Gruppe macht man Bekanntschaft mit allerhand illustrem Volk. Letztens bekam ich ein paar Fotos zugesteckt die Erinnerungen weckten. Eins davon zeigt uns im Schanzenpark, wo wir mit unserem Guerillakonzert eine Geburtstagsparty crashten. Es war nicht der Geburtstag von irgendwem, sondern der von "Kiffer Klaus". Man sieht ihn auf dem Bild in der Mitte vor uns stehen. Er fand das Ständchen gut. Hätte sich aber gewünscht dass wir was von Bob Marley spielen. Wir können nichts von Bob Marley, Daher versuchten wir es mit einer reggeaesken Version von Happy Birthday. Er gab sich damit zufrieden.
In die Top 3 Der absurden Partygäste auf der Straßentournee gehören auf jeden Fall noch der vollkommen dichte Penner in München und der Superangeber in Hamburg:
In München spielten wir an der Reichenbachbrücke. Unser Gast des Tages gehörte vermutlich zur örtlichen Flaschensammler Crew. Er war so dicht, dass er seine Umgebung kaum noch wahrnahm. Er reagierte lediglich auf starke Reize. Beispielsweise auf Musik. Angezogen von unserem Sound und der offensichtlich guten Stimmung, mischte er sich unter das Publikum und suchte sich einen Platz zum tanzen. Den fand er auch. Nämlich zwischen Band und Zuschauern. Da wo ich normalerweise rumlaufe. Hier fühlte er sich wohl und gab sich seiner Trance hin. Eine Weile ließ ich ihn machen. Irgendwann versuchte ich mal ihn anzusprechen, aber da war nichts zu holen. Zu seinem Sprachzentrum gab es kein Durchdringen. Ich glaube die Frauen in der ersten Reihe gefielen ihm. Meine Frau, meine Frau, waren die einzigen Worte die ich verstand. Zufällig zeigte er dabei auf meine Freundin. Daher war ich mir sicher dass er sich täuschte. Die Tanzenden hatten irgendwann eine großartige Idee. Irgendwer sprang nach vorne und bald umtanzten ihn viele, verdrängten ihn so aus der Mitte. Er verlor die Orientierung und verschwand in der Menge. Aber zu früh gefreut, beim nächsten Song war er wieder da, wo die Musik am lautesten war. Direkt bei uns. Als er dann irgendwann stolperte und mit samt meines Bonanza Bikes zu Boden ging, wobei er auch noch einem befreundeten Fotografen den Lautsprecher an die Birne haute, kippte die Stimmung leicht. Zum Glück erbarmte sich Hef unser Tourbegleiter, ihn freundlich aber bestimmt weg zu eskortieren.
In Hamburg an der Alster gab es auch einen, der mir meinen Platz streitig machte. Wir standen direkt am Wasser, vor uns viele Spaziergänger und Leute die es sich auf den Stufen bequem gemacht hatten. Dieser Kandidat witterte hier eine Chance sich in Szene zu setzen. Den Wunsch gesehen zu werden sah man ihm an. Er trug ein Unterhemd, dass seinen auf eine komische Art durchtrainierten, etwas zu braun gebrannten Oberkörper zur Geltung brachte. Eine Sonnenbrille und sehr ölige Schulterlange Locken. Er begriff sofort, dass der Platz vor der Band derjenige war, auf den sich die meisten Blicke konzentrierten. Also schnappte er seinen Basketball und ehe ich mich versah waren wir auf der Bühne zu zweit. Er hatte genau einen Trick drauf, den er beständig ausführte. Er konnte sehr gut den Ball auf seinen Fingern drehen. Auf allen. Mit einer erstaunlich steifen Haltung drehte und drehte er den Ball auf Zeige- dann Mittel- dann Ring- und kleinem Finger. Dazu führte er Bewegungen aus, die für einen tanz zu steif waren. Sein ganzer Körper war hart. Wir ließen ihm seinen Spaß, obwohl er nervte, denn wir wollten ohnehin, nur ein paar Songs spielen. Als wir zusammenpackten kam er noch und schlug mir vor gemeinsame Sache zu machen. Ihr macht Musik und ich tanze mit dem Ball Ok? Nee du, keine Chance, wir haben schon genug komische Vögel in der Band.
Ankunft in M.O.O.P.topia (VMX Tour in Berlin, Leipzig, Stuttgart und München)
Fazit der letzten Tage? Leipzig ist das neue Berlin. Und Stuttgart ist das schlimmere München. Naja, jedenfalls ging die Party in Leipzig mehr ab als in B. Und in Stuttgart kamen uns die Ordungshüter dazwischen, während wir in München in Ruhe tun konnten, was wir eben tun.
Wenn ich zuvor hätte tippen müssen, hätte ich ohnehin vermutet, dass uns die Herren in Blau irgendwo in Süddeutschland den Spaß verderben. Die Bullendichte in Stuttgart ist wahrscheinlich ähnlich hoch wie in München und die Spießerquote auch. Wir hatten auf dem Schlossplatz gerade eine richtig ordentliche Sause am laufen, da konnte ich schon aus dem Augenwinkel beobachten wie ein blaues Auto den Platz langsam umkreiste. Nach ein paar Liedern kamen sie dann. Ein paar Polizisten und ein paar vom Ordnungsamt. Freundlicherweise warteten sie ab bis wir unseren Song zu Ende gespielt hatten. Eigentlich waren die bisher immer nett zu uns. Liegt vielleicht auch daran, dass meistens ziemlich viele Leute da sind, die “Buuuh!” rufen wenn wir aufhören müssen. Oder daran dass wir auch immer freundlich zu ihnen sind. Es war das Übliche. Irgendwer hatte sich beschwert. Gerne täten sie es ja nicht, aber sie müssten eben jetzt hier Schluss machen, das sei eben verboten, wir hätten eben keine Genehmigung. Diesmal erhielten wir sogar einen Flyer auf dem zu lesen ist, was der Straßenmusiker alles zu beachten hat, was erlaubt und was verboten ist.
Gruppen über 3 Personen dürfen nicht Musizieren. Schlecht. Besonders laute oder störende Instrumente wie Blechblasintrumente sind verboten. Schlecht. Wir sind total verboten. Die freundlichen Polizisten meinten wir hätten uns eben eine Genehmigung holen sollen. Eine mail hätte gereicht, da hätte man uns die Sondernutzung schon erlaubt. Bezweifle ich zwar, aber gut. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Das ist eine ganz unpopuläre Maßnahme uns am spielen zu hindern. Oft kommen auch Menschen mit Zivilcourage und fangen an zu diskutieren. Wir selbst diskutieren kaum. Wenn wir irgendwo stören gehen wir halt weg. Wir wollen ja keinen Streit. Aber wir wollen schon das machen, was wir machen wollen. Und dazu gehört, dass wir auf der Straße spielen. Und zwar spontan. Für mich ist das Teil unserer Kunst. Vielleicht ein bisschen wie Streetart. Kunst die sich ihren Raum einfach nimmt: Die Straßen gehören uns wie den Pieces und Tags! Aber unsere Mucke ist kein krakeliges Tag, sondern eher ein full color end to end.
Was wir da machen hat schon eine Message. Ich finde es wichtig, dass der öffentliche Raum auch öffentlich ist. Irgendjemand hat Musik machen in der Einkaufsstraße zur Sondernutzung erklärt, denn die ist zum gehen und zum kaufen da. Kaufen ist sowieso das Hauptaugenmerk beim Erlauben und Verbieten. Wer bezahlt darf alles. Zum Beispiel Werbung aufhängen an den unmöglichsten, penetrantesten Stellen. Klar, wir machen auch Werbung für uns, aber wenn wir auf der Straße spielen, stellen wir normalerweise nicht mal einen Hut auf. Uns geht es dabei nicht ums Geld verdienen sondern darum eine gute Zeit mit den Leuten zu haben und ihnen das zu präsentieren was uns wichtig ist: Unsere Musik. Ich finde mitten am Tag kann jeder eine halbe Stunde Musik vor seinem Fenster ertragen. Es gibt auch Baustellen, Motorradfahrer, Stadttauben, Singvögel und Menschenbabies, die hart nerven. Wir bleiben ja nicht den ganzen Tag.
Die Meisten freuen sich ohnehin sehr darüber dass wir Musik für sie machen. Sie tanzen, lachen und springen. Unsere nicht allzu kleine, spontane M.O.O.P.topia Releaseparty in München war ein Riesenflash. Jetzt weiß ich wirklich warum wir das machen. Näher dran kann man gar nicht sein. Da ist kein Wir und kein Ihr wenn wir Guerillakonzerte spielen. Wir sind ein Teil vom Publikum. Die Crowd an der Reichenbachbrücke wurde größer uns größer. Und obwohl wir irgendwann sicher nicht mehr laut genug waren um alle ausreichend zu beschallen, wuchs sie weiter. Irgendwann war auch am Brückengeländer über uns keine Lücke mehr zu sehen. Alle schienen das zu spüren. So viel Euphorie in der Luft. Die lachenden Gesichter, die Tanzenden. Das war ein Wahnsinnsgefühl. Man konnte einfach sehen, was wir in den Menschen auslösen. Da war wirklich sehr viel Liebe und als wir danach noch einen trinken gingen kannte uns das ganze Viertel.
Ach so, nur um das noch gesagt zu haben: München verteidigte seinen Ruf zuletzt doch noch. Nach uns kam die Critical Mass an die Isar um mit einem brutal lauten Soundsystem auf einem Anhänger den Abschluss ihrer Fahrradtour zu feiern. Spitzen Aftershowparty! Das ging eine Weile gut, aber irgendwann, kamen dann doch die Spielverderber und nahmen den Besitzer des Geräts zur Seite. Da stand er dann, von ungelogen mindestens acht ernst blickenden Beamten abgeschirmt und gab seine Personalien ab. Er hatte einen Karnevalshut mit Marienkäferfühlern auf, die lustig wippten. Staatsgewalt vs. die Harmlosigkeit in Person. Absurd. Aber hey, alles beim Alten: Stuttgart bleibt Stuttgart, München München, Leipzig Leipzig und Berlin Berlin. Und meine Wahlheimat ist M.O.O.P.topia!

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Die Erfindung des Rades (VMX Tourstart Berlin)
Das Abenteuer beginnt in Berlin. Bis in die Nacht vor dem Start unserer Guerilla Fahrrad Tour haben wir an unseren Bikes geschraubt, wurden die letzten Instrumentenhalterungen und Megaphonlautsprecher installiert. Die Wahl zum Mitarbeiter des Monats ist entschieden. Jan unser Posaunist, Produktdesigner und Alleskönner hat das Rennen klar für sich entschieden. In liebevoller Kleinstarbeit hat er Spezialtbauteile designt und angefertigt, Lösungen von Problemen bei der Lösung von Problemen gefunden und sogar einen neuen Sitz für mein Bonanzarad genäht. Und das alles während Peter und er gemeinsam unser neues Label Mutterkomplex aus der Traufe gehoben haben. M.O.O.P.topia Verdienstkreuz für dieses unmenschliche Arbeitspensum!
Als wir unseren neuen Fuhrpark aus dem Sprinter geladen haben waren alle ziemlich aufgeregt. Zwei Wochen lang wollen wir in verschiedenen Städten auftauchen, mit unseren Bikes durch die Stadt fahren und Guerillagigs auf der Straße spielen. Den Leuten unsere neuen Songs direkt auf die Nase binden. Jedes der Bikes ist von uns komplett aufgebaut worden, aus gebrauchten Teilen, Neukäufen und Eigenbauten. Alles ist mehr oder weniger perfekt, ein paar Startschwierigkeiten inbegriffen. Noch bevor wir los fuhren fiel mein Rad um, das durch die vielen Anbauten eine sehr ungleichmäßige Gewichtung hat. Einer der Megaphonlautsprecher wurde dabei noch vor gebrauch zerknittert. Auf den ersten 300 Metern hatten wir bereits einige Pannen. Eine nicht festgeschraubte Rücktrittbremse brachte mich zum stehen, dann riss Hannes die Kette. Irgendwann am Nachmittag platze der Reifen unseres Gepäckanhängers mit einem ordentlichen Knall. Aber das Gebastel gehört dazu.
Die Legende von der Straßenband Moop Mama braucht ein neues Kapitel.
Wir werden ständig gefragt, ob wir denn überhaupt noch dazu kommen auf der Straße zu spielen, jetzt wo wir ununterbrochen auf Festivals und Clubbühnen unterwegs sind. Und wir sagen immer: Ja klar. Aber die Wahrheit ist schon, dass mittlerweile alles was wir tun irgendwie geplant sein muss. Wir wohnen über das ganze Land verstreut und ein spontanes Treffen im Park ist nicht mehr drin. Deshalb haben wir der Sache diesmal ihren Platz gegeben und uns einfach reingestürzt. Unser Ziel ist es, die Dinge ein bisschen anders anzugehen. Jede Band macht eine Promotour. Normalerweise fährt man dort hin wo die Medien sind, sitzt in einer Hotellobby und führt ein Interview nach dem anderen. Wir wollten das anders machen. Auf die Straße gehen und den Leuten sagen: Wenn ihr Moop Mama erleben wollt, dann kommt zu uns und schaut es euch an. Das kapieren natürlich nicht alle. Aber die die dabei sind merken immer dass es etwas Besonderes ist. Wir geben natürlich trotzdem auch Interviews. Ich war gespannt welche Frage es sein wird, die uns diesmal wirklich jeder stellt. Hoch im Kurs steht: “Wie sieht M.O.O.P.topia aus?” Vielleicht beantworte ich die Frage hier schriftlich und schicke den Leuten dann nur noch einen Link wenn sie fragen. M.O.O.P.topia ist für mich einfach die Welt von Moop Mama. Eine Welt die unserer Realität nicht unähnlich ist. Sie ist so etwas wie eine nicht allzu ferne Zukunft, in der alles einfach bunter, lauter und krasser ist. Die schönen wie die schlechten Dinge. All die Geschichten die wir erzählen finden hier ihren Platz. Aber darüber hinaus ist M.O.O.P.topia auch die Utopie die wir für uns selbst zu kreieren versuchen. Eine Welt die wir selbst erschaffen. Eine Einstellung. Der Versuch nicht die ausgetrampelten Pfade zu nehmen, Ungewöhnliches zu tun. Verrückte Ideen auch wirklich in die Tat umzusetzen. Wir sind eine 10-köpfige Band, die versucht von dem was sie tut zu leben, allein das ist schon ein bisschen utopisch. Jetzt sind wir eine Fahrradgang, wir denken aber bereits über Schiffe und Flugzeuge nach. M.O.O.P.topia ist der Versuch ein Abenteuer zu erleben. Risikobereitschaft statt Langeweile. Eine Herausforderung an uns selbst. So wie bei unseren Liveshows die Energie von zehn Leuten auf der Bühne sich potenziert und das Publikum in Extase versetzt entwickelt auch diese Aktion ihre eigene Dynamik. Wenn sich der träge Haufen erst einmal in Bewegung gesetzt hat ist er schwer aufzuhalten. Dann muss man sich mitreißen lassen, sonst wird man überrumpelt. Also komm schon lass es rolln, rolln, rolln…