Hallo, ich habe an der Studie teilgenommen und wünsche viel Erfolg bei der Auswertung! Ich möchte gerne anmerken, dass ich (asexuell) es bei einigen Fragen sehr schwierig fand, eine Antwort zu wählen, weil die Prämisse schlicht nicht zutrifft. Als ich den gesponsorten Post gesehen habe, habe ich mich gefragt, ob Asexuelle bei nicht-hetero überhaupt "mitgemeint" sind (wie immer bei ähnlichen Formulierungen), dann aber asexuell als Kategorie gefunden und deshalb teilgenommen. Im Laufe des Quizzes waren aber einige Fragen so formuliert, dass sie meine Situation nicht widerspiegeln (Zum Liebesleben, "Ich schäme mich dafür, mich zu Personen des gleichen Geschlechts hingezogen zu fühlen", "Ich wünschte, ich würde mich nicht zu Personen des gleichen Geschlechts hingezogen fühlen",...). In Anbetracht des Kontextes ist es nicht ohne Ironie, dass diese Fragen und die dahinter stehenden allonormativen Annahmen (selbst bei nicht-heterosexuellen wird (sexuelle) Anziehung vorausgesetzt) für mich in gewissem Maße typische Erfahrungen von Ausgrenzung sind. Ich weiß nicht, ob es im Rahmen dieser Studie zu spät ist und/oder für eine bessere Analysierbarkeit bewusst in Kauf genommen wurde, aber ich würde gerne anregen, ob für künftige Projekte eine andere Fragestellung/mehr mögliche Antwortmöglichkeiten für Asexuelle bedacht werden könnten.
Vielen Dank, dass du an der Studie teilgenommen hast und auch für die Rückmeldung!
Was du hier anmerkst, ist tatsächlich eine eindeutige methodische Schwäche der Studie. Die von dir angesprochenen Fragen sind Teil eines bereits bestehenden Erhebungsverfahrens für Minderheitenstress. Die Verwendung dieses Erhebungsinstruments hat hier unter anderem den Vorteil, dass es bereits Studien dazu gibt, die zeigen, dass es zur Erfassung von Minderheitenstress sehr gut geeignet ist. Tatsächlich ist es leider sogar das am besten geeignete für diese Studie (wobei es natürlich sehr weit davon entfernt ist perfekt zu sein). Die Schwächen dieses Erhebungsinstruments werde ich aber natürlich bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt.
Zwar wäre es prinzipiell natürlich möglich neue Erhebungsverfahren zu entwickeln, dazu habe ich aber aktuell schlicht nicht die nötigen Ressourcen. Abgesehen davon müsste ich mich natürlich auch dabei auf den bisherigen Forschungsstand stützen, der leider echt einige Schwächen und blinde Flecke hat.
Insgesamt ist es ein ziemliches Mammutprojekt die Forschung in diesem Bereich inklusiver zu gestalten. Ich hoffe aber dass meine Studie zumindest einen Beitrag zu einer Veränderung in die richtige Richtung leistet.













