Wer schon einmal einen lauffreudigen Hund gehabt hat, der sehnte sich sicherlich nach einer adäquaten Auslastung für seine Fellnase.
Zughundesport ist eine gute Möglichkeit und das Dogscooting ist eine besondere Form davon. Betrieben wird Dogscooting mit einem Tretroller für Erwachsene anstatt eines Schlittens, Fahrrades oder eines Trainingswagens. Dabei müssen es nicht immer Huskies sein, die zum Einsatz kommen. Geeignet sind alle ausgewachsenen und gesunden, mindestens mittelgroßen Hunde.
Zughundesport „ohne Schnee“
Dogscooting zählt zu den "off snow" Zughundesportarten, da es meist während der schneelosen Zeit betrieben wird. Wann und wo das Dogscooting entstanden ist, kann man wahrscheinlich nicht exakt bestimmen. In Europa, Neuseeland und Australien ist der Sport seit den 1980ern bekannt. Allen Zughundesportvarianten ist aber gemeinsam, dass die Musher, die Schlittenhundeführer, in der schneelosen Zeit von Oktober bis Dezember und später im Frühjahr eine Trainingsalternative für ihre Hunde suchten.
Wenig Ausrüstung - viel Spaß
Viel Ausrüstung braucht man eigentlich nicht. Ein gutes Zuggeschirr z.B. ein X-Back oder das Lash von ManMat, eine Zugleine mit Ruckdämpfer und einen Tretroller. Oder für die Alternativsportart „Bike-Jöring“ ein geländetaugliches Fahrrad.
Internationale Wettkämpfe oder auch nur Hobby
Mittlerweile sind Dogscooting, wie auch das Bike-Jöring, als „Dry Land Mushing“ feste Sportarten Schlittenhundesports. Natürlich gibt es in den zahlrechen Klassen internationale Wettkämpfe. Teilnehmerzahlen von 300 Startern mit über 1.000 Hunden aus 21 Nationen finden weltweit, auch in Deutschland statt. Zudem werden weltweit verschiedene Mitteldistanz (200-500 km) und Langdistanzrennen (bis zu 1.820 km) veranstaltet.
Aber auch ohne Wettkampfambitionen kann man sehr viel Freude an der Arbeit mit seinen ziehenden Hunden vor einem Gefährt finden. So kommen schnell in einem Jahr mehrere Tausend Kilometer Strecke zusammen. Nur über eines sollte man sich im Klaren sein, auch wenn überwiegend „off snow“ gefahren wird, Zughundesport ist und bleibt eine Wintersportart und der Musher sollte sich bei Minusgraden, Wind, Regen und dem allgegenwärtigen Matsch in der frostfreien Zeit draußen zu Hause fühlen. Weitere Informationen finden sich unter www.dogscooting.de.









