S-Log 2 fĂŒr 8-bit-Kameras
1. EinfĂŒhrende Gedanken: Hybrid-Kameras?
Sonys spiegellose Kameras unterhalb der Cine-Line (FX) verfĂŒgen bereits seit einiger Zeit ĂŒber viele Möglichkeiten zur Videoaufnahme. WĂ€hrend neuere Modelle wie die a7 IV, a7C II, a7S III, A1 und weitere ĂŒber wertvolle Neuerungen wie 10-bit-Aufnahme, 4:2:2-Farbunterabtastung, höhere Datenraten und mehr verfĂŒgen [1], blieben solche Spezifikationen Ă€lteren Modellen versagt, besonders der 3. beliebten Generation aus a7 III, a7c und a7R III sowie allen noch Ă€lteren Modellen. WĂ€hrend diese Modelle zwar RAW-Bilder mit einer hohen Farbtiefe von 14-bit aufnehmen können, sind sie im Videomodus auf 8-bit Farbtiefe und 4:2:0 Farbunterabtastung mit einer maximalen Datenrate von 100mbps reduziert [2] â daraus folgt, dass sie in der Nachbearbeitung limitierter sind, umso stĂ€rker die Bearbeitung ins Extreme gezogen wird. Trotzdem lĂ€sst sich auch aus diesen Kameras genug herausholen, um ansehnliche Videos zu erstellen: Der folgende Beitrag steht daher im Sinne «Wie bekomme ich auch aus Technik, die nicht dem neuesten Stand entspricht, das Maximum heraus?»
[Die AusfĂŒhrungen basieren auf Erfahrungen mit der a7R III (Version A) und mĂŒssen nicht fĂŒr jede Ă€ltere 8-bit-Sony-Kamera genau so zutreffen â bitte als «Anregung» verstehen, nicht als biblische Wahrheit!]
2. Zwei der wichtigsten Aspekte bei der Videoaufzeichnung: Dynamikumang und Farbreproduktion
Wenn man Videos mit den Standardeinstellungen einer Kamera aufnimmt, bemerkt jeder ĂŒber kurz oder lang einmal, dass die Wolken, die am Himmel zu sehen waren, es nicht in die Aufnahme geschafft haben, oder in den Schatten nicht mehr alles zu sehen ist, was man mit eigenen Augen vor Ort sehen konnte. Das ist Ă€rgerlich. Manchmal stört es uns auch, wenn bestimmte Objekte nicht so aussehen, wie wir sie vor Ort wahrgenommen haben: ein Farbton sieht z.B. in der Aufnahme anders aus, als wir ihn gesehen haben. Beide Probleme sind typisch fĂŒr jegliche Art von Bildaufnahmen.Â
Ausgebrannte Himmel und verlorene Details in den Schatten haben mit dem Dynamikumfang zu tun, den die Szene enthÀlt und der von der Kamera je nach Aufnahmeeinstellungen nicht adÀquat abgebildet werden kann. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn ein moderner Kamerasensor kann je nach Formattyp nur um die 10-17 Stufen an hell/dunkel differenzieren [3]; das menschliche Auge, das bereits mehr wahrnehmen kann, kann auch nicht alle Abstufungen gleichzeitig wahrnehmen, weil die Unterschiede manchmal noch deutlich gravierender ausfallen, besonders wenn die Sonne direkt beteiligt ist. [4]
Farbliche Abweichungen haben hingegen oft mit dem verwendeten Farbraum zu tun: Es gibt kleinere FarbrĂ€ume (bspw. den Standard Rec. 709) und gröĂere FarbrĂ€ume (Rec. 2020) sowie FarbrĂ€ume, die (in der Theorie) das gesamte Sensorpotential einfangen sollen (bspw. die S-Gamuts bei Sony). Jeder Farbraum ist in einem Dreieck zwischen GrĂŒn, Rot und Blau definiert; je weiter er in entsprechende Extreme der Farbtöne hineinreicht, desto gröĂer wird er. GröĂere FarbrĂ€ume differenzieren Farben besser und ermöglichen somit eine (rein technisch betrachtet) exaktere Reproduktion der Farben, die wir vor Ort wahrgenommen haben. Wie viel man dabei gewinnt, hĂ€ngt allerdings auch immer mit den Displays zusammen, auf denen das Bildmaterial betrachtet wird. Das folgende Bild zeigt die GröĂe einiger FarbrĂ€ume im Vergleich:
2.1. Dynamikumfang: Das Grundproblem
Mit der kritischste Punkt fĂŒr Videoaufnahmen ist der Dynamikumfang: Ausgebrannte Himmel oder âabgesoffeneâ Schatten sehen unschön aus und ruinieren je nach inhaltlichem Fokus der Aufnahme den Gesamteindruck einer Szene. Nicht immer ist es wichtig, dass man die dramatischen Wolken am Himmel in der Aufnahme hat, aber wenn man sie braucht und sie sind ausgebrannt, ist die Aufnahme hinĂŒber.Â
Die Sensoren der a7 III und a7R III, auf die ich mich ja hier konzentrieren möchte, sind zwar bspw. mit fast 15 Stufen Dynamik beworben worden [5]; diese 15 Stufen können im Videomodus aber nur durch die Nutzung der Funktion Picture Profile (dt. MenĂŒ: âFotoprofilâ) annĂ€hernd genutzt werden, indem das KontrastverhĂ€ltnis stark reduziert wird; eine Verringerung des Kontrastes sorgt dafĂŒr, dass die Latenz zwischen dem dunkelsten und hellsten Punkt der Aufnahme stark vergröĂert wird, da nicht bereits alles verloren geht, was durch KontrasthinzufĂŒgung sonst nach unten und oben aus dem einfangbaren Rahmen an Bildinformationen "herausgeschoben" wird. Nutzt man zur Aufnahme eines der beiden S-Log-Profile, wird das Bild sehr kontrastarm (âflachâ) und infolge des fehlenden Kontrasts auch farblich entsĂ€ttigt: Auf diese Art kann man erheblich mehr Dynamik einfangen, als es im Rahmen des sehr kontrastreichen Kreativmodusâ oder anderer, auch bereits flacherer Profile wie Cine 2 oder Cine 4, möglich ist. Siehe dazu den Himmel und die Ăste der BĂ€ume in folgender Szene:
Diese Verfahrensweisen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile: WĂ€hrend bei Profilen wie Cine 4 oder im Kreativmodus die IntensitĂ€t des Kontrasts durch die vordefinierte Gammakurve bereits in die Aufnahme eingebrannt wird, kann bei Log-Aufnahmen in der Nachbearbeitung das AusmaĂ an Kontrast nach eigenem Geschmack modelliert werden. Diese grundsĂ€tzliche StĂ€rke und zugleich der entscheidende Vorteil von Log-Aufnahmen sind aber auch â je nach Einsatzszenario â der gröĂte Nachteil: Log-Aufnahmen erfordern im Gegensatz zu den anderen Profilen immer auch zwingend eine Nachbearbeitung, mindestens aber eine Konversion in Rec. 709, um ein ansehnliches Bild zu erhalten; sie können nicht einfach direkt aus der Kamera heraus als âfertigâ bezeichnet und benutzt werden.Â
Das Problem bei einem in der Aufnahme bereits eingebrannten Kontrast liegt darin, dass, je mehr Dynamik bei der Aufnahme bereits verloren geht, diese in der Nachbearbeitung auch nicht mehr zurĂŒckgeholt werden kann. Wenn man in der obigen Szene Kontrast auf das Log-Material anwendet, kann es sein, dass der Himmel auch ausbleicht; man kann ihn mithilfe einer Maske aber wieder zurĂŒckholen, da die Informationen vorhanden sind. In der Aufnahme mit dem Kreativmodus, bei der das KontrastverhĂ€ltnis auch schon verringert ist, ist das nicht mehr möglich, weil dort nichts mehr vorhanden ist auĂer reinem WeiĂ.Â
Kontrast schiebt die Bildinformation auseinander, er differenziert Licht und Farbe. Je nach dem, wie man Kontrast hinzufĂŒgt, ist die Wirkung auf das Material eine andere: Nutzt man bspw. in der Software seiner Wahl den «Kontrast»-Slider unter den Anpassungen, wird der Kontrast ausgehend von den Mitteltönen hinzugefĂŒgt. In der Waveform lĂ€sst sich dann beobachten, dass die Informationen nach unten und oben auseinandergeschoben werden, bis sie den niedrigsten (0 IRE) und höchsten Punkt ĂŒberschreiten (100/109 IRE, je nach WiedergabegerĂ€t â «Clipping»). Nutzt man die Kurvenfunktion, kann man dezidiert Kontrast in die Schatten oder Highlights hineinziehen und die Waveform Ă€ndert sich nur im unteren oder oberen Segment.Â
Mit Log-Material verhĂ€lt es sich umgekehrt: Die Aufnahme enthĂ€lt kaum Kontrast und erhĂ€lt dadurch so viele Bildinformationen wie möglich, auf die dann erst im Nachhinein die gewĂŒnschte Menge an Kontrast angewendet wird. Dabei kann man entscheiden, wo und in welchem MaĂ man den Kontrast hinzufĂŒgen will. Durch Masken können so auch sehr unterschiedlich helle und dunkle Bereiche des Bildes sehr detailreich erhalten werden, die sonst bereits bei der Aufnahme verloren gegangen wĂ€ren. FĂŒr Videoaufnahmen ist Log-Material daher das Mittel der Wahl, wenn man seinem Sensor im Rahmen der technischen BeschrĂ€nkungen (8-bit, 100mbps Datenrate âŠ) die höchstmögliche Dynamik entlocken möchte. Eine möglichst hohe Datenrate ist dabei auch immer von Vorteil.
2.2. Dynamikumfang: Lösungsmöglichkeiten mit Sony-Kameras
FĂŒr die Log-Aufnahme stehen bei Sony-Kameras zwei Varianten von S-Log zur VerfĂŒgung: S-Log 2 und S-Log 3. Die beiden Versionen unterscheiden sich dadurch, dass S-Log 3 nochmal deutlich kontrastĂ€rmer ist. S-Log 2 zeigt im Bereich der Schatten etwas mehr Kontrast, hat aber fĂŒr die Highlights mehr Spielraum, da das Aufnahmemaximum (der sog. âclipping pointâ) erst bei 105 IRE liegt, also fast am rechten Rand des Histogramms. S-Log 3 ermöglicht in den Schatten durch seine noch flachere Kurve mehr Differenzierung, also einen noch höheren Dynamikumfang; das Aufnahmemaximum von S-Log 3 liegt jedoch bei 94 IRE, also ein ganzes StĂŒck niedriger als bei S-Log 2. Zum Vergleich der beiden Log-Varianten siehe Sonys Ăbersicht aus dem Paper zu S-Log 3 [6]:
Ein weit verbreiteter Konsens ist, dass S-Log 3 fĂŒr 8-bit-Video eher ungeeignet ist. Das gilt zwar nicht fĂŒr alle Szenarien, ist aber der Beobachtung geschuldet, dass es einige AnwendungsfĂ€lle gibt, in denen Probleme auftreten. Das Musterbeispiel stellen FarbverlĂ€ufe (âGradientenâ) dar, da das extrem flache Bild und die Menge an Farben bei einer 8-bit-Aufnahme schlicht nicht immer ausreichen, um glatte VerlĂ€ufe darzustellen: Es kommt leicht zu Banding, sei es in Form halbkreisförmiger Streifenbildungen am blauen Himmel oder kreisförmiger Streifen auf einer einfarbigen Wand. Solche PhĂ€nomene können ĂŒbrigens auch mit den nicht-logarithmischen Profilen auftreten, sind dann jedoch oft auf den Himmel beschrĂ€nkt und nur in wirklich extremen Situationen wahrnehmbar. S-Log 3 sollte nach einhelligem Konsens bevorzugt mit 10-bit-Farben und höheren Datenraten verwendet wendet, um durchgehend gute Ergebnisse zu liefern. In vielen 'normalen' Szenarien, die keine VerlĂ€ufe der beschriebenen Art aufweisen, lĂ€sst sich S-Log 3 aber auch bei 8-bit gut nutzen; es ist allerdings schwierig, das Profil durchgehend fĂŒr alles zu nutzen, wenn es eine solche EinschrĂ€nkung mit sich bringt. Man kann Banding am Himmel zwar bspw. durch GauĂsche Weichzeichnung verringern, allerdings wird die Maskierung dabei sehr anspruchsvoll: Farbmasken sind mit 8-bit-Material in solchen Situationen nicht machbar, da das Material dann ziemlich schnell auseinanderfĂ€llt; Formmasken mĂŒssen je nach Szene sehr kleinteilig gesetzt werden, um auch wirklich nur den Himmel und nicht auch die oberen AuslĂ€ufer der BĂ€ume mit weichzuzeichnen. Zeichenmasken, die an sich flexibler sind, können je nach Software sehr umstĂ€ndlich anzuwenden sein.
Ein anderes Thema, das z.T. kontrovers diskutiert wird und auch mir selbst schon aufgefallen ist, liegt in der VerlĂ€sslichkeit des Autofokusâ bei S-Log-Aufnahmen, s. dazu Kap. 2.4.
Eine gute Lösung fĂŒr 8-bit-Kameras ist aufgrund der beschriebenen Problematik S-Log 2. Hier tritt das Banding-Problem, mit dem man sich bei S-Log 3 ggf. herumschlagen muss, kaum zutage, sodass man das Profil universeller und mit weniger Kopfschmerzen nutzen kann. Ein anderes Problem bleibt jedoch: die Farben. Diesen wollen wir uns im nĂ€chsten Kapitel widmen.
2.3. Farbreproduktion: Rec. 709 vs. S-Gamut
Kommen wir also zurĂŒck zum Thema Farbreproduktion: Filmt man im Kreativmodus oder einem anderen Profil, das direkt auf Rec. 709 basiert, wird man mitunter bemerken: Die Farben passen nicht ganz, und das trotz âkorrektemâ Weissabgleich. Besonders auffĂ€llig kann das in der Natur sein, wenn GrĂŒn-, Gelb-, Orange- und Rottöne im Herbst nicht richtig wiedergegeben werden, sodass dadurch der Eindruck bzw. die Stimmung einer Szene verfĂ€lscht, möglicherweise gar komplett ruiniert wird. In solchen FĂ€llen sind gröĂere FarbrĂ€ume nĂŒtzlich, da sie mehr Farben darstellen können und so â neben der (fĂŒr 8-bit nur theoretisch) höheren FlexibilitĂ€t fĂŒr die Bearbeitung â v.a. eine höhere Genauigkeit bei der Reproduktion ermöglichen, wenn man diese gröĂeren FarbrĂ€ume spĂ€ter in Rec. 709 zurĂŒckĂŒbersetzt. HLG bspw. kann im Standard-709-Farbraum aufgenommen werden, aber auch in Rec. 2020, das gegenĂŒber Rec. 709 deutlich erweitert ist (s. nochmals das Bild oben mit den FarbrĂ€umen!). Rec. 2020 kann bei Sony allerdings nicht mit S-Log kombiniert werden, da es (zumindest auf der A7R III und A7 III) fĂŒr HLG reserviert ist; es scheidet daher an dieser Stelle mit Blick auf Log-Video aus. S-Log kann nur mit den Varianten von S-Gamut (S-Gamut, S-Gamut3, S-Gamut3.Cine) oder einer der 709-Abwandlungen (Movie, Still, Cinema, Pro, ITU 709-Matrix) aufgenommen werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt hier dem Umstand, dass es bei Sony mehrere 709-basierte FarbrĂ€ume zur Auswahl gibt, deren Farbdarstellung bei gleichen Weissabgleich-Einstellungen deutlich voneinander abweicht (s.u.).
Der Vorteil der S-Gamut-Varianten ist die sehr exakte Wiedergabe der Farben: Farben sehen gegenĂŒber 709-Aufnahmen oft deutlich distinkter und korrekter aus, nicht nur in ihren ĂbergĂ€ngen untereinander, sondern auch im Farbton (bes. Blau und Rot!). Leider hat die Aufnahme mit S-Gamut einen Haken: Es treten gern Farbverschiebungen und Artefakte auf, v.a. in den Schatten muss oft die Balance zwischen GrĂŒn und Magenta korrigiert werden, was zusĂ€tzliche Belastungen fĂŒr eine 8-bit-Aufnahme und zeitliches Engagement bei der Bearbeitung mitbringt [8].
Man kann, um solche technisch bedingten Farbkorrekturen zu umgehen, auch versuchen, S-Log 2 direkt mit einer der Varianten von Rec. 709 aufzunehmen, um sich diese Unannehmlichkeiten zu ersparen und möglichst einfach und schnell zu einem farblich zumindest nĂ€herungsweise korrekten Bild zu kommen, an dem man wenig herumkorrigieren muss; da der Hauptgewinn einer S-Log-Aufnahme der Dynamikumfang ist und wir das fertige Video ja ohnehin in Rec. 709 ausgeben werden (s. Kap. 3), lohnt es sich evtl., die verschiedenen 709-Varianten einmal auszuprobieren. Sollte einer möglichst nah an die gewĂŒnschten Farben herankommen und bestenfalls noch geringe Nachkorrekturen erfordern, wĂ€re das bereits ein Gewinn. Ein rein praktischer Vorteil dieses Vorgehens ist zudem, dass das Bild auf dem Kamera-LCD weniger grĂ€ulich-blass ist und bereits mehr Farbe zeigt als mit S-Gamut: So kann man unterwegs auch ohne externen Monitor, mLUT oder sonstige Hilfsmittel besser beurteilen, ob der Weissabgleich passt oder sich in einem Rahmen bewegt, mit dem man im Nachhinein gut arbeiten kann.
Schwierig wird nun die Wahl, welchen der fĂŒnf angebotenen FarbrĂ€ume man dafĂŒr auswĂ€hlen soll. Um hier eine fĂŒr mich passende Auswahl zu treffen, probiere ich schlicht nach try and error-Verfahren die fĂŒnf FarbrĂ€ume beim gleichen Weissabgleich in Situationen aus, in denen bestimmte Farben vorkommen, an denen ich besonders gut ablesen kann, ob die Ergebnisse meinen Vorstellungen entsprechen oder nicht. Das sind Szenen, die einerseits Gelb/Rot/GrĂŒn sowie andererseits Blau/Cyan enthalten, da mir mit diesen Farben die fĂŒr mich schlimmsten Ungenauigkeiten auffallen. Ich mag ein leicht kĂŒhles, tieferes Rot lieber als ein mehr ins Orangene neigendes, helles Rot; bei Blau ist mir eine gewisse NeutralitĂ€t wichtig, nĂ€herungsweise Königsblau, idealerweise ohne Stich an Magenta oder Verschiebung Richtung Cyan. Insgesamt ist mir am wichtigsten, dass die aufgenommenen Farben relativ nah an das herankommen, was ich mit meinen Augen selbst gesehen habe (s. Thema colour accuracy, auch wenn das etwa bei YouTube gern mit Fokus auf die Hauttöne diskutiert wird).
Kurz zusammengefasst: Ich bevorzuge den Farbraum Movie, da er Gelb/GrĂŒn/Rot einerseits gut differenziert und dabei ein neutrales, nicht so sehr orange-Ă€hnliches Rot zeigt, das ich in der Nachbearbeitung einfach und ohne groĂe Strapazen fĂŒr den Codec zu dem Ton verschieben kann, den ich möchte; andererseits trifft er auch die Blautöne gut, hier ist gar keine Nachkorrektur erforderlich. Auch wenn die Farben nicht immer 100% perfekt sind, ist der Korrekturbedarf oft nur minimal und dann auch weniger technischer Natur, sondern kreativ oder durch eigene Vorlieben motiviert, um einen bestimmten Ton noch mehr rauszuholen. Mit ITU 709 Matrix bemerke ich insgesamt einen deutlichen rötlichen Stich und knalligeres Gelb/Orange/Rot; das ist bspw. fĂŒr Herbstszenen manchmal durchaus sehr ansehnlich. Ob die IntensitĂ€t einem zusagt, ist eine andere Frage. Problematisch ist fĂŒr mich bei diesem Farbraum auĂerdem, dass subtilere Blautöne oft merklich in Richtung Cyan verschoben sind, sodass die Farbe einfach gar nicht passt. FĂŒr einen direkten Vergleich der angesprochenen Farben zwischen Movie und ITU 709 Matrix siehe die beiden folgenden YouTube-Videos, die am Ende auch jeweils den Pro-Farbraum enthalten:
Was die ĂŒbrigen drei FarbrĂ€ume betrifft: Pro zeigt eine schlechtere Differenzierung von grĂŒn und gelb mit einer Tendenz zu recht kĂŒhlem GrĂŒn, was besonders im Herbst etwas die Stimmung killt. Cinema enthĂ€lt bspw. bei Blau gern einen Magentastich; Still sagt mir rein subjektiv fĂŒr Video gar nicht zu.
Ein weitergehender Hinweis: Wenn man bspw. vorhat, in S-Log zu filmen und das Material spĂ€ter fĂŒr die Ausgabe in eines der Cine-Gammas zu konvertieren, um den maximalen Dynamikumfang mit einem dieser fertigen Looks zu kombinieren, kann es sinnvoll sein, den Farbraum in der Kamera direkt auf Cinema zu stellen, da dieser Farbraum ja auch fĂŒr die Nutzung mit Cine 1 bis 4 gedacht ist. FĂŒr andere Ziel-Looks wie s709, Rec. 709, Sony Cine 709 usw. bevorzuge ich Movie.
Man kann nun natĂŒrlich argumentieren, dass man ja a) den Weissabgleich auch jeweils anpassen könnte und b) die Farben im Nachhinein ja sowieso noch verschieben kann. Beides ist korrekt. Was den Weissabgleich angeht, möchte ich in der Lage sein, die Voreinstellungen (âSonnigâ, âBewölktâ und Co.) als solide Arbeitsbasis zu nutzen, weil ich es sehr misslich finde, mir unterwegs zu viele Gedanken ĂŒber den Weissabgleich zu machen. Man bedenke: Das ist keine 14-bit-RAW, sondern 8-bit-Video â die Farben können nicht unendlich herumgeschoben werden. Wenn die Technik bei der Aufnahme zu sehr im Vordergrund steht, geht der SpaĂ am Dreh und das Erleben der Umgebung verloren; die Presets sollten daher (meiner Meinung) eine komfortable, nutzbare Basis, d.h. eine möglichst gute AnnĂ€herung an das Optimum, darstellen und Kopfschmerzen bzgl. WeiĂabgleich gar nicht erst aufkommen lassen. Kleine Abweichungen lassen sich hinterher immer noch gut reparieren. Was Punkt b) betrifft, ist dies einerseits eine zusĂ€tzliche, z.T. zeitintensive Fummelei und andererseits auch manchmal nicht mehr ohne Weiteres möglich, wenn der WeiĂabgleich der Aufnahme zu weit daneben lag. Der Fokus wird dann also wieder ĂŒberproportional stark auf die Korrektur des Materials gelegt, was ja schon der Grund dafĂŒr war, statt einem (rein technisch betrachtet) prĂ€ziseren S-Gamut einen 709-Farbraum zu nutzen. Je eher das aufgenommene Material möglichst neutral (im Sinne von ârealitĂ€tsgetreuâ) ist, desto weniger muss das 8-bit-Material bei der Bearbeitung einem Stresstest unterzogen werden.Â
Aus diesen ZusammenhĂ€ngen und Beobachtungen folgt die Erkenntnis, dass je nach Einsatzzweck Farbraum, Bit-Tiefe und höchstmögliche Datenrate beim Kauf einer Kamera sicherlich mitbedacht werden sollten: Will man das Filmmaterial massiv bearbeiten, Farben verschieben, Farbeffekte drĂŒberlegen usw. usf., ist man mit 10-bit sicherlich besser beraten. Wenn man einen eher dezenten, natĂŒrlichen Bildstil mit leichtem, stimmungsbezogenem Grading wĂŒnscht, der realistische Farben und gute Dynamik bietet, lĂ€sst sich das weitgehend auch mit 8-bit-Material zufriedenstellend erreichen. Man sollte grundsĂ€tzlich auch im Kopf behalten, dass lange Zeit 8-bit-Material absolut ausreichend war â 8-bit-Video hat zwar faktisch technische BeschrĂ€nkungen, allerdings bedeutet das nicht, dass man damit keine ansehnlichen Bilder erzeugen kann. Im Gegenteil: Das ist absolut möglich.
Um dieses Kapitel zusammenzufassen: Meine bevorzugten Aufnahmeeinstellungen umfassen ein Fotoprofil mit S-Log 2, Movie-Farbraum und Details auf -7.
Man kann im Try and error-Prinzip auch versuchen, die Farbtiefen direkt in der Kamera mit anzupassen, um auch mit Blick auf die Luminanzen noch weniger Nachbearbeitung der Farben leisten zu mĂŒssen. Die Luma-Einstellungen der einzelnen Farben sind etwas, was ich in der Video-Nachbearbeitung möglichst komplett vermeide, da dies der Aspekt ist, an dem man am ehesten die Grenzen der 8-bit-Farbtiefe erkennt: Es kommt sehr schnell zu wirklich hĂ€sslichen Artefakten, die das Bild aufs Unmöglichste ruinieren. Die Anpassung der Farbtiefen sollte man anhand vieler Beispiele mit den wichtigsten Farben einpegeln und auch mit typischen Aufnahmen gegenchecken; dazu kommt, dass nicht jeder Farbraum diese Farbtiefen-Einstellungen gleichermaĂen toleriert, d.h. sie mĂŒssen je nach gewĂ€hltem Farbraum jeweils separat festgelegt werden. Die Ergebnisse muss man auch unbedingt gegenchecken. Movie zeigt sich m.E. als die sicherste Variante im Rahmen der technischen Limits.
2.4. S-Log und der Autofokus
Es wird vereinzelt beschrieben, dass besonders Aufnahmen im Gegenlicht, bei denen der Fokus auf einem Objekt im schattigen Vordergrund liegen soll, gern mal fehlschlagen, weil der Autofokus aufgrund des KontrastverhÀltnisses sich eher auf den besser ausgeleuchteten Hintergrund konzentriert [7]. Auch Szenen, in denen unklar ist, wo genau der Fokus liegen soll, bereiten dem Autofokus mit S-Log manchmal Probleme. Es kann allerdings auch bei an sich unproblematischen Szenen vorkommen, dass sich der Autofokus bei Verwendung von S-Log 2 nicht wie erwartet verhÀlt: Entweder er findet sehr schwer den Fokus oder driftet die ganze Zeit umher wie im nachfolgenden Beispiel:
(Gefilmt wurde mit Fokusfeld: Spot M, also mit klarem Hinweis an das Fokussystem, wo der Fokus hin soll. Als Objektiv kam in beiden Videos an der A7R III das Sony FE 50/1.4 GM zum Einsatz, das ĂŒber einen sehr guten Fokus verfĂŒgt.)
Da das Fokussystem der A7R III und A7 III sonst eigentlich sehr zuverlĂ€ssig ist, mag man sich fragen, wie es zu diesen Unsicherheiten kommt. Ich habe mir zunĂ€chst gedacht, dass das eigentlich kein Wunder ist: SchlieĂlich basieren viele Fokussysteme auf Kontrast und wenn man in Log filmt, entzieht man dem Bild vor allem eines: den Kontrast. Verwunderlich ist jedenfalls, dass es mit Ausnahme des verlinkten Videos kaum BeitrĂ€ge zu dem Thema gibt, obwohl es in Kommentaren und Foren doch immer mal wieder auftritt.
Eine Lösung fĂŒr das Problem habe ich dann durch Zufall unter demselben Video gefunden, das ich oben bereits unter [7] verlinkt habe: Dort kommentierte ein Nutzer, dass er an seiner Kamera die Funktion "BerĂŒhrungsmodus" (also die Touchscreen-FĂ€higkeiten des Displays) deaktiviert hĂ€tte. An sich kam mir der Vorschlag merkwĂŒrdig vor, da ich zwischen den FokusfĂ€higkeiten der Kamera und dem Display keinen groĂen Zusammenhang gesehen hĂ€tte, allerdings kann ich nach eigenen Tests bestĂ€tigen, dass der Autofokus mit S-Log 2 und auch S-Log 3 deutlich besser funktioniert, wenn der "BerĂŒhrungsmodus" deaktiviert ist.
Das nachfolgende Video zeigt hierzu drei Beispielclips (aus insgesamt 52 Clips, die ich zur ĂberprĂŒfung gedreht habe). Es fĂ€llt auf, dass der Autofokus nicht nur deutlich sicherer, sondern auch sehr zĂŒgig agiert. Alle Beispielclips wurden, um den Test "schwieriger" zu machen, mit Fokusfeld "weit" aufgenommen, d.h. das Fokussystem musste selbst entscheiden, wo es den Fokus hinsetzen muss.
Um die ZuverlĂ€ssigkeit des AF in S-Log weiter zu steigern, wĂŒrde ich dennoch empfehlen, dem Fokussystem wenn möglich immer konkrete Fokuspunkte anzugeben, statt durchgehend den Fokusmodus «Weit» zu nutzen. Hierzu bieten sich etwa Spot-Fokus GröĂe S oder M an. Auch die korrekte Belichtung, in diesem Fall nach ETTR-Prinzip, hilft dem Fokus enorm.
Eine Kontrolle mittels Focus Peaking oder die Nutzung des manuellen Fokusâ ist meistens nicht erforderlich, kann aber in Extremsituationen zum Einsatz kommen. Will man hier auf Nummer sicher gehen, kann man sich die Funktion "AF/MF-Steuerung (halten)" auf eine Taste programmieren und den Fokus sperren, sobald das gewĂŒnschte Motiv getroffen ist.
3. Ăbertragung von Log-Material in ein ansehnliches Bild: LUTs
Die verbleibende Frage, die sich nun noch stellst, ist: Wie bekommt man dieses flache, entsĂ€ttigte Log-Bild in ein Bild ĂŒbersetzt, das auf unserem Monitor ansprechend aussieht? Der langjĂ€hrige Standard fĂŒr die Video-Wiedergabe, mit dem jedes GerĂ€t umgehen kann, ist Rec. 709 â d.h. dies ist untere Zielvorgabe. Wie wird aus Log nun Rec. 709? Die Antwort hierzu sind die sog. LUTs («Look Up-Tables»): Dies sind mathematische Tabellen, die Bildinformationen umrechnen bzw. konvertieren. Sie können entweder rein technischer Natur sein («Conversion LUTs», etwa fĂŒr Log oder HLG zu Rec. 709-Umwandlungen) oder eine kreative Funktion haben, indem sie bspw. einem Video eine bestimmte Art von Kurve und Farbreproduktion hinzufĂŒgen (etwa den Kinolook mit ausgeblichenen Schatten) [9]. LUTs kann man direkt von den Herstellern beziehen, die i.d.R. fĂŒr ihre Log-Formate eigene, kostenlose Konvertierungs-LUTs anbieten [10]; man kann sie aber auch selbst erstellen (technische LUTs bspw. mit LUTCalc [11], kreative z.B. mit Pixelmator Pro oder Photoshop). Man kann Log-Material auch manuell mit Kurven umwandeln, allerdings ist dieser Weg deutlich umstĂ€ndlicher und zeitaufwendiger als die LUT-Variante.
FĂŒr unserer Log-Material brauchen wir also zunĂ€chst eine technische LUT, um das Material erstmal in ein ansehnliches 709-Bild zu ĂŒbersetzen. Auch hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Man kann bspw. in Standard-709 ĂŒbersetzen oder in eine 709-Variante mit sehr geringem Kontrast (in LUTCalc etwa LC709 genannt), damit man noch mehr Freiheit zur eigenstĂ€ndigen Bearbeitung hat. Man kann aber auch in bestimmte Bildprofile ĂŒbersetzen, d.h. man könnte S-Log 2 auch in Cine 1 oder Cine 4 ĂŒbersetzen und hat dann direkt einen relativ fertigen Look, der nur noch geringe Korrekturen erfordert. Geht man diesen Weg, bietet sich der Vorteil, dass man zwar denselben Look erhĂ€lt, den man auch in der Kamera bereits einstellen könnte, allerdings erweitert um die Dynamikmöglichkeiten von S-Log2. Mein persönlicher Favorit zur Konvertierung ist Sonys s709, da es eine ganz distinkte, sanfte Kontrastwiedergabe erzeugt; ich finde nichts so unansehnlich wie ĂŒbertriebenen, harten Kontrast, heftige SchĂ€rfung und ĂbersĂ€ttigung wie etwa bei Handyaufnahmen, daher mag ich s709 besonders gern. Soweit ich eruieren konnte, ist s709 nicht nur der Monitoring Look fĂŒr die Sony Venice in S-Log 3, sondern auch die Basis fĂŒr S-Cinetone. Daneben konvertiere ich mein Material auch gern in Cine 2 und Cine 4.
Um eine technische LUT zu erstellen, mĂŒssen wir in LUTCalc verschiedene Parameter angeben. Die wichtigsten sind die, um die sich dieser ganze Beitrag dreht: Auf der linken Seite findet sich die Auswahl fĂŒr Eingabe-Gamma (Rec Gamma) und Eingabe-Farbraum (Rec Gamut) sowie Ausgabe-Gamma (Out Gamma) und Ausgabe-Farbraum (Out Gamut). Dazu stellen wir ein: Input Range 109, Output Range 100, Unclipped. Die FarbrĂ€ume stellen wir, da wir unseren Movie-Farbraum ja erhalten wollen, auf Passthrough; so wird nur das Gamma konvertiert; hĂ€tte man einen S-Gamut verwendet, wĂŒrde man beim Eingabe-Farbraum die Variante von S-Gamut auswĂ€hlen und beim Ausgabe-Farbraum i.d.R. Rec. 709. Bei Gamma setzen wir S-Log 2 ein und wĂ€hlen uns dann ein Output unserer Wahl: Ich wĂŒrde empfehlen, zwischen Rec. 709, LC709, s709, Cine 2 und Cine 4 zu wĂ€hlen, aber auch andere Looks wie Sony Cine 709 oder Alexa X-2 ergeben je nach Situation tolle Bilder â je nach gewĂŒnschtem Ziellook. Man kann aber auch mit anderen experimentieren. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, S-Log 2 mit zwei LUTs zu konvertieren: eine technische LUT ĂŒbersetzt z.B. in s709 oder Cine 4, eine zweite kreative LUT passt diese Kurve dann direkt in einer bestimmten Art an, sodass noch weniger manuelle Korrekturen nötig werden. FĂŒr ein Aufnahmebeispiel mit unterschiedlichen LUTs in der Praxis siehe folgendes Video bei YouTube:
Ich wĂŒrde ferner empfehlen, mittels âStop Correctionâ dieselbe LUT fĂŒr mehrere Belichtungen (i.d.R. zwischen 0 und -3 EV) zu erstellen, sodass die LUT das Gamma ĂŒbertrĂ€gt und gleichzeitig die Belichtung korrigiert. Wenn man also oft +2 EV belichtet, kann man bspw. in Final Cut dann ein Preset erstellen, das S-Log 2 standardmĂ€Ăig mit -2 EV normalisiert und in Rec. 709 ĂŒbertrĂ€gt.Â
PS. Anbei noch ein unspektakulĂ€res Beispielvideo fĂŒr die Kombination aus S-Log 2 und Movie-Farbraum:
- - - - - - - - - - - - - -
ANMERKUNGEN
[1] S. etwa hier: https://www.sony.de/interchangeable-lens-cameras/products/ilce-7cm2/spec?sku=ilce7cm2s.cec je nach Codec mit Datenraten bis zu 600mbps.Â
[2] Beispielhaft fĂŒr die A7R III: https://www.sony.de/electronics/wechselobjektivkameras/ilce-7rm3/specifications
[3] Exemplarisch: https://www.fotokoch.de/kamera-basics-was-ist-der-dynamikumfang.html?srsltid=AfmBOooJMorcPj6KJT6KoiyCSrp9yRPLwZeThd4LiHBczkmO5MqEg7G9#was-fuer-einen-umfang-haben-moderne-sensoren-in-der-regel
[4] FĂŒr das menschliche Augen finden sich im Internet Angaben von 14 bis 30 Blenden Dynamik. Wie viele es wissenschaftlich korrekt sind, ist hier nicht entscheidend: Man kann im Selbstversuch bereits herausfinden, dass das Auge in jedem Fall differenzierter Szenen wahrnehmen kann, deren Dynamik von tiefen Schatten bis ganz heller Sonnenstrahlung reicht, wo die Kamera schneller an ihre Grenzen kommt.Â
[5] https://www.dxomark.com/Cameras/Sony/A7R-III sowie https://www.dxomark.com/Cameras/Sony/a7-III
[6] https://pro.sony/s3/cms-static-content/uploadfile/06/1237494271406.pdf
[7] S. etwa das Video von YouTuber M1R0 Life through a lens: https://www.youtube.com/watch?v=u4Q32Q-ICOI
[8] Beispielhaft zum Thema S-Gamut/Farben seien hier folgende beiden Videos verlinkt: https://www.youtube.com/watch?v=CvMM3SSepn8 sowie https://www.youtube.com/watch?v=k9cJKnQJaUY
[9] S. zu LUTs im Allgemeinen bspw. die folgende Ăbersicht: https://blog.frame.io/2019/08/12/luts-101/
[10] LUTs von Sony
[11] https://lutcalc.net
















