LiteraTour dâHorizon | Der Schatz des Bucoleon
«Da liess sich Watkins vernehmen: âčIch auch, Eure Lordschaft. Wahrhaftig, das will ich. Wenn Sie mir noch ein Glas Whisky geben, bin ich imstande, gegen sie alle aufzukommen. Jawohl. Ich kann ein Eisen noch schwingen, auch wenn ich eins auf den Kopf bekommen habe. Lassen Sie mich mithalten, meine Herren. Das ist alles, worum ich Sie bitte.âș»
Ein Held bricht auf in eine fremde, gefĂ€hrliche Welt, lernt exotische Orte kennen und trifft auf finstere MĂ€chte. Dabei kann er aber immer auf die Hilfe seiner Getreuen zĂ€hlen und findet erst noch Hilfe an Orten, an denen er sie nicht erwartet. Und am Ende seiner Reise wartet vielleicht sogar ein Schatz. «Der Schatz des Bucoleon» von Howden Smith hat alles, was es fĂŒr eine typische Abenteuergeschichte braucht. Held Hugh Chesby will eigentlich nichts weiter als nach dem Krieg an der Wallstreet viel Geld zu verdienen und «glĂŒcklich werden, reich, zufrieden und fett». Deshalb kam er mit seinem Freund «Jack herĂŒber nach New York, anstatt zu Hause zu bleiben und mich mit meinem Onkel herumzuraufen.» Dieser Onkel allerdings telegraphiert gleich zu Beginn der Geschichte und kĂŒndigt seine baldige Ankunft in New York an, und zwar mit dem Hinweis, er habe endlich das RĂ€tsel um den Schatz gelöst. Der Schatz ist eine Familienlegende der Chesbys, in dem alten englischen Herrenhaus gibt es dutzende Hinweise darauf. Seit Generationen allerdings ist es den Chesbys nicht gelungen, das RĂ€tsel zu lösen. Und nun will also Hughs Onkel James das RĂ€tsel endlich gelöst haben. Hugh glaubt nicht so recht daran und will eigentlich mit der ganzen Geschichte nichts zu tun haben. Sein Freund Jack und seine Cousine Betty hingegen finden die Sache Ă€usserst spannend und wĂŒrden am liebsten gleich abreisen, Hugh wehrt aber ab. Noch. Denn Onkel James wird kurz nach seiner Ankunft in New York ermordet â und Hugh sieht sich gezwungen, sich der Familienangelegenheit anzunehmen. Seine Reise fĂŒhrt ihn von Amerika erst zum Familienwohnsitz nach England und dann bis nach Konstantinopel zum berĂŒhmten «Bucoleon», einem Palast am Marmarameer. Begleitet wird er dabei von seinen Freunden Jack und Nikka, seiner Cousine Betty, deren Vater und Watkins, dem Diener von Onkel James.
Die Abenteuergeschichte ist kurzweilig, bisweilen einfach gestrickt, aber durchaus unterhaltsam. ErzĂ€hlt wird sie aus der Sicht von Jack, der als Ich-ErzĂ€hler nahe am Geschehen ist und seine EindrĂŒcke schildert. Die Sprache ist eine altmodische. So beschreibt Jack den Diener Watkins etwa als: «Plump, recht solide gebaut, mit dem maskenhaften Gesicht eines englischen Faktotums.» Hin und wieder gibt es Ăbersetzungsfehler, zum Beispiel als etwas auf dem «MantelstĂŒck» stehen soll. Damit ist das Kaminsims gemeint, das im Englischen «mantlepiece» heisst.
Aber âŠ














