Mir fiel es in letzter Zeit schwer meine Gedanken zu ordnen und schreiben, aber ich will es mal versuchen.
Durch einen blĂśden Zufall, der in letzter Zeit leider viel zu häufig auftrat, dachte ich Ăźber einige Dinge nach, die mich dann nicht mehr loslieĂen. Durch geringen Speicher stellte mich mein Handy vor die Wahl, Bilder oder Unterhaltungen zu lĂśschen, um auf letztere wieder zugreifen zu kĂśnnen. Dadurch sah ich mir all diese Bilder an und las mir einige Unterhaltungen durch, und ich schweifte so sehr heute Nacht mit den Gedanken ab, dass ich mir folgendes vor Augen fĂźhrte, worĂźber ich vorher noch nicht so richtig nachgedacht hatte.
Keiner kann jemals alles festhalten, wie es ist oder war. Es wird nie alles in Erinnerung bleiben, und man kann dagegen sogut wie nichts tun.
Wir Neigen dazu, alles mĂśglichst detailgetreu festhalten zu wollen, sei es durch Fotos oder durch gespeicherte Unterhaltungen, um bloĂ diese Dinge nicht zu vergessen, weil es doch um wichtige und fĂźr uns schĂśne und prägende Momente geht, die unser Leben zeichnen. Aber egal wie sehr wir versuchen, all das festhalten zu wollen, die Momente, und gerade die GefĂźhle in den festgehaltenen Fotos, oder die GefĂźhle während einer Unterhaltung, kĂśnnen niemals durch etwas elektronisches wie Bilder oder Chats festgehalten werden. Es kann vielleicht eine vage Vorstellung vermitteln, aber im Endeffekt bleibt der Moment nur ein GefĂźhl in uns, und kann nie wieder so aufgerufen werden, wie er erlebt wurde. Ob das nun eine traurige Erkenntnis ist? Ich weiĂ nicht. Es hat etwas trauriges an sich, auf jeden Fall, aber genau so hat es viel Gutes. Wir kĂśnnen nicht alles festhalten, und das mĂźssen wir auch nicht. Wir mĂźssen vielleicht gerade manchmal lernen loszulassen und die Erinnerung ehren. Im Endeffekt weiĂ unser Kopf von ganz allein was er als wichtig empfindet, und dementsprechend werden die wichtigen Ereignisse im Leben auch immer prägend in der Erinnerung verankert sein und bleiben. Nichts ist fĂźr immer, aber jeder Moment einzigartig. Und wer jeden Moment so auffasst und fĂźr sich in Erinnering behält, der hat so viel mehr als jemand der versucht alles auf Fotos und in Unterhaltungen schwarz auf weiĂ festhalten zu wollen. Das heiĂt natĂźrlich nicht dass wir aufhĂśren sollten Bilder zu machen oder Dinge festhalten zu wollen. Wir sollten uns nur vielleicht ein wenig Ăśfter die Frage stellen, wo und wie wir unsere Prioritäten setzen;
Ob wir darauf aus sind, unser Leben so wie es war und ist so genau wie mĂśglich festzuhalten um es nicht zu vergessen, oder ob wir nicht lieber leben, alles machen ohne den Drang zu haben auf die Erinnerung angewiesen zu sein, um niemals zu vergessen, dass alles endlich ist und die Zeit begrenzt und kostbar?













