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Herzliche Einladung zur Lesung und philosophischen Gesprächsrunde.
Am 15. Mai um 19 Uhr lese ich in Bad Kissingen aus meinem Buch Der Zauber des Lernens. Moderiert und begleitet wird die Verantstaltung von meinem philosophischen Lehrer Prof. Dr. Dietrich Böhler. Bernadette Herrmann-Böhler und Esther Meyer komplettieren die philosophische Gesprächsrunde. Die Lesung findet im Solereservoir statt, der Eintritt ist kostenfrei. Um Reservierung wird gebeten. Ich danke herzlich den Veranstaltern Simone und Raymund Müller sowie für die Unterstützung Sigismund von Dobschütz.
Das Buch „Der Zauber des Lernens“ setzt sich mit mehreren philosophischen Themen auseinander, die für das alltägliche Leben und Zusammenleben von Bedeutung sind. Der Haupteil „Der Zauber des Lernens“ widmet sich dabei den vielfältigen Aspekten des Lernens und spannt dabei einen Bogen von Sokrates zu Hannah Arendt, von Weisheit über Wissenschaft zu künstlicher Intelligenz, von Gelassenheit zu Engagement, von der Stoa zur Psychotherapie, vom Individuum zum Miteinander. Grundgedanke ist, dass Lernen und Selbstbestimmung untrennbar miteinander verknüpft sind, und dass hierin der Schlüssel liegt – sowohl zu einem guten Leben als auch zu einem besseren Umgang miteinander. Denn eine Grundhaltung des Lernens fördert nicht nur die eigene Entwicklung, sondern eröffnet in der Begegnung mit anderen Menschen auch Räume des Miteinanders, in denen sich Vielfalt entfalten und weiter vervielfältigen kann. Dabei geht es immer um das konkrete und besondere Sosein des Menschen, seine Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit, die sich auch darin zeigt, dass er sich immer wieder neu auslegen kann. Dieser Einzigartigkeit können wir nur gerecht werden, indem wir anderen offen und aufmerksam begegnen, das heißt unvoreingenommen in einer Haltung des Lernens. Im zweiten Text „Phönix aus dem Zweifel“ geht es um Philosophie als ein Unternehmen, das zunächst grundsätzlich alles und alles grundsätzlich in Frage stellt, um sich von Vorurteilen, Dogmen und problematischen Voraussetzungen zu lösen. Eine besondere Rolle spielt dabei Belinda, die Protagonistin der gleichnamigen Erzählung von Maria Edgeworth, die ihrem männlichen Gesprächspartner zeigt, was eine philosophische Harke ist. Auch die weiteren Texte setzen sich mit praktischen Belangen auseinander. So gibt es einen Text über Entwertungen, einen Text über Spinozas Philosophie der Freude und eine Reflexion über Hoffnung.
Gitta Lindemann's Reading.
This is a crop of the tv program of guestrowTV from April, 25th. It is about Gitta Lindemann's Reading at the Gallery of Martina Fregin. All the 25!!!😱 seats were sold out!!😃 Gitta is speaking at 0:31 and 1:18. Nice voice she has. A cute old Lady, isn't she.
Ich wusste, dass Daniel in 2023 und 2024 an den "Tatort Mittelmeer" Lesungen teilgenommen hat und bin nun aber auch auf eine Aufnahme aus 2021 gestoßen. Es beeindruckt mich, wie lange er das Projekt schon unterstützt. Die Geschichten sind sehr bewegend und bei dem zweiten Text den er liest, merkt man richtig wie nahe ihm das geht. 😔 Umso bedeutsamer, dass er sich jetzt mit seiner Dokumentation noch stärker für das Thema einsetzt. (Es lohnt sich die gesamte Lesung anzuschauen aber hier sind die time stamps für Daniels parts: 31:37 min und 43:32 min) gerne teilen und supporten: (x)
CWG.2026 – Live-Lesung
Wie soll ein Mensch das ertragen?
Opener / Einleitende Erklärung
(ruhig stehen, Blick ins Publikum – noch kein Textdruck)
Dieser stille, gemeinsame Gedankenraum
steht in einem bewussten Dialog
mit dem Lied „Wie soll ein Mensch das ertragen?“ von Gregor Meyle.
(kurze Pause)
Das Lied stellt eine Frage,
die viele von uns kennen –
aus Überforderung,
aus Erschöpfung,
aus dem Gefühl heraus,
dass die Welt manchmal einfach zu viel wird.
(Pause)
Dieser kleine, notwendige,
menschliche Gedankenraum
nimmt diese Frage auf.
Er lässt sie in uns erklingen.
Individuell.
Still.
Und in einer Form,
die stehen bleiben darf.
(ruhig)
Nicht, um schnelle Antworten zu geben.
Sondern um gemeinsam
einen Moment des Innehaltens zu öffnen.
Einen Moment des Verstehens.
Einen Moment des Mitgefühls.
(Pause – weicher Blick)
Vielleicht entsteht dabei etwas,
das uns heute Abend verbindet:
Das Gefühl,
nicht allein zu sein
mit dem, was wir aushalten müssen.
Und die leise Zuversicht,
dass Sinn
und Orientierung
wieder wachsen dürfen.
(kurze Pause – Übergang)
Lesung
Wie soll ein Mensch das ertragen?
(ruhig beginnen – kein Tempo, Atempause…)
Wie soll ein Mensch das ertragen,
wenn er morgens aufwacht
und die Welt schon
vor dem ersten Atemzug
laut ist.
(kurze Pause)
Wenn meine ersten Nachrichten des Tages
nicht von Leben erzählen,
sondern von Zerrissensein.
Wenn Stimmen aus aller Welt berichten,
dass wieder etwas zerbrochen ist.
(langsamer)
Ein Land.
Eine Stadt.
Eine Hoffnung.
(Pause – Blick heben)
Dann fällt mir dieses eine Lied
als Titelzeile von Gregor Meyle ein.
Eine schlichte Frage,
die mehr Wahrheit trägt
als jede Analyse:
(leise zweifelnd erfragen)
„Wie soll ein Mensch das ertragen?“
(Pause)
Überall Chaos.
Nicht das lebendige Chaos des Werdens,
sondern das zerstörerische Durcheinander
von Macht,
von Gier
von Neid
von Missgunst
und von Enthemmung.
Wenige Persönlichkeiten,
die längst aufgehört haben,
Menschen zu sehen.
Die die Welt behandeln
wie ein Tischtuch,
das man in drei Teile zerreißt,
um sich die schönsten Stücke
zu sichern.
(ruhig, tiefer)
Währenddessen leidet die Menschheit.
Nicht abstrakt.
Nicht theoretisch.
(klar)
Sondern konkret.
In Körpern.
In Seelen.
In Generationen.
(Pause)
Es gibt alte Bilder.
Alte Vorhersagen.
Gedanken aus ganz unterschiedlichen Zeiten,
die doch erstaunlich ähnlich klingen.
Ob in religiösen Texten,
in philosophischen Visionen
oder in den Worten
sehr empathischer Menschen,
die Vergangenheit,
Gegenwart
und Zukunft
nicht getrennt,
sondern verbunden
wahrgenommen haben.
Sie sprechen von Erschütterung.
Von einer Welt,
die aus dem Gleichgewicht gerät.
Von Gewalt.
Von Missbrauch.
Von Krieg.
Von Zerstörung.
Und davon,
dass nicht alles bestehen bleibt.
Dass nur wenige Menschen
das überstehen.
(Pause – leiser werden)
Ich lese das nicht wörtlich.
Ich lese es symbolisch.
Als Bild für einen inneren
und äußeren Zusammenbruch.
Als Erinnerung daran,
dass Systeme,
die auf Ausbeutung beruhen,
nicht ewig tragen können.
Ich sehe,
wie Ordnungen zerfallen.
Wie das Hetzerische laut wird.
Wie Extremismus –
gleich welcher Herkunft –
das Menschliche
erst leise
und dann immer brutaler
verdrängt.
Wie Glaube missbraucht wird,
um Macht zu rechtfertigen.
Wie Ideologien von Parteien
und Organisationen
Menschen spalten,
bis sie sich selbst
nicht mehr erkennen.
(lange Pause)
Und doch …
(sehr leise)
… in all diesen düsteren Bildern
liegt auch etwas anderes verborgen.
Ein Trost,
der leise ist.
Und deshalb
oft überhört wird.
(sanft)
Denn immer wieder heißt es:
Nach all dem
bleibt etwas übrig.
Bleibt Weniges bestehen.
Nicht das Lauteste.
Nicht das Brutalste.
Sondern das,
was lebendig ist
und sich integrieren kann.
Die Natur bleibt.
(Pause)
Oder besser:
Sie findet zurück
zu sich selbst.
Sie regeneriert sich,
wenn man sie lässt.
Und mit ihr bleiben
wenige Menschen.
Menschen,
die sich nicht ködern lassen
durch Hass
und Größenwahn.
Die sich nicht aufhetzen lassen.
Nicht spalten.
Nicht instrumentalisieren.
Menschen,
die innerlich –
weltweit verstreut vielleicht –
stabil bleiben.
(Pause)
Nicht perfekt.
Nicht überlegen.
(klar)
Aber verwurzelt.
(ruhig)
Wenn die Zerstörung
sich selbst erschöpft hat,
wenn das eigene Gift
keine Nahrung mehr findet,
entsteht Raum.
Raum für etwas Neues.
Raum für klare Atemluft.
Raum für den Ausgleich
zerreißender Extreme.
Durch eine ausgewogene Balance
wird Harmonie möglich.
Nicht als Utopie.
Sondern als bewusste Entscheidung.
Dann schauen diese Menschen zurück
und sagen:
So soll es nicht mehr sein.
(Pause – Blickkontakt)
Und genau hier beginnt das,
was oft das
goldene Zeitalter genannt wird.
Nicht als Glanz.
Nicht als Macht.
(ruhig)
Sondern als Haltung.
Eine Zeit,
in der Herkunft,
Aussehen,
Religion
und jede Form von Macht
ihre trennende Bedeutung verlieren.
Nicht,
weil sie ausgelöscht werden.
Sondern,
weil sie ihren Platz finden
innerhalb
einer größeren Gemeinschaft.
(wärmer)
Und vielleicht wird in diesem Moment
auch etwas anderes verstanden:
Dass alles –
wirklich alles –
irgendwann und irgendwie,
auch in vernebelten, dunklen Zeiten,
eines Tages
einen klärenden Sinn ergibt.
Nicht im Sinne von Rechtfertigung.
Nicht im Sinne von Verharmlosung.
Sondern als Teil
eines größeren Lernens.
Dass das menschliche Ego
nicht dazu da ist,
sich zu erheben.
(klar)
Sondern sich sinnvoll einzufügen.
Dass kein Wesen,
kein Teil dieser Erde,
für sich allein existiert.
Dass Leben
nur in Gemeinschaft,
durch das sinnvolle Nutzen
unterschiedlicher Gaben
und Talente,
lebens- und liebenswert wird.
In der Verschränkung
aller Dinge und Wesen.
Im Kreislauf der Natur.
In einem Gleichgewicht,
das nicht beherrscht,
sondern getragen wird.
(ruhig, fast lächelnd)
Vielleicht versteht die Menschheit dann,
dass wahre Größe
nicht im Oben
und nicht im Rechts oder Links
steht.
(Pause)
Sondern im Miteinander.
Dass Harmonie
keine Schwäche ist,
sondern die einzige
Form von Dauer.
Eine Verschränkung der Elemente
und des Lebens
im Kreislauf der Natur,
getragen von der stabilen
Form des Kreises –
nicht endlich,
sondern beständig
und fortwährend.
(Pause – Atem)
Und so komme ich zurück
zu der Frage,
die mich morgens begleitet:
Wie soll ein Mensch das ertragen?
(sanft)
Vielleicht so:
Indem wir verwurzelt bleiben.
Indem wir erinnern,
was Leben bedeutet.
Was Gemeinschaft bedeutet.
Was Würde bedeutet.
Indem wir uns
nicht hin- und herreißen lassen.
Nicht spalten.
Nicht entmenschlichen.
Indem Worte
wieder zu Handlungen werden.
Und Handlungen
zu einem Miteinander,
das nicht perfekt ist,
aber ehrlich.
(Pause)
Dann …
dann ist es ertragbar.
Dann kommt die Zeit,
in der wieder etwas
erblühen darf.
Vielleicht sind diese Gedankenblumen
ein erster Samen,
damit kommende Generationen
sie lesen
und weitertragen.
Nicht im Eilschritt.
Aber Schritt für Schritt.
Langsam.
Unaufgeregt.
Zeit verbindend.
Echt.
(ruhig, getragen)
Ich glaube daran.
Nicht aus Naivität.
Sondern aus Erfahrung.
Dieser Glaube trägt mich.
Auch an müden Tagen.
Auch dann,
wenn es kaum auszuhalten scheint.
Denn es gibt da draußen,
weltweit,
Menschen,
die anders denken.
Die nicht immer mehr wollen.
Sondern gern teilen.
Die geben
und nehmen
im Gleichgewicht.
So,
wie es einmal gedacht war.
(letzte Pause – sehr ruhig)
Das ist für mich
die wirklich goldene Welt.
Eine Welt,
in der Zerstörung endet.
Und aus dem,
was stabil geblieben ist,
etwas Liebenswertes entsteht.
Wo Lebenskampf
zu Lebenskunst wird.
(Stille halten. Nicht sofort gehen.)
Nach ausreichend Pause nun abschließend, freundlich, bescheiden)
Danke fürs Zuhören,
Ihre Claudia Weidt-Goldmann
©️®️CWG.2026

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Lesung: Lars Eidinger performte Die Hauspostille von Bertolt Brecht in der Oper Bonn. Wasserleichenpoesie (18.02.2026)
[Mit Multiintrumentalist Hans-Jörn Brandenburg im Rahmen der Reihe Quatsch keine Oper]
Noch eine Ankündigung: Sinnflut in Ingelheim/Rhein am 07.02.2026
Das neue Jahr lässt sich doch nicht ganz so entspannt an, wie ich eigentlich geplant hatte. Auftritt Projekt Sinnflut in Wasems Kulturscheune: Lesungen aus “Aqua Obscura” (mit moi!), Musik und Live-Painting, außerdem gibt es Wein und Snacks – ich finde, das klingt nach Riesenspaß! Wer die “Aqua Obscura”-Anthologie in den Händen gehalten hat, weiß, dass das ein ganz besonderes kleines Kunstwerk…
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