Drohnenschwärme über der Ostsee
Vernetzte Systeme zur Übung für "zukünftiges Luftkampfsystem"
Das sogenannte "Manned Unmanned Teaming" (MUT) soll mit dem neuen europäischen Kampfflugzeug eingesetzt werden. Dazu testet die Bundeswehr vom Flugplatz Putlos-Todendorf den gemeinsamen Flug mit Drohnenschwärmen. Dabei sind bis zu fünf "größere Drohnen" laut einem Bericht der "Welt" mit etwa drei Metern Flügelspannweite "im beliebig steuerbaren Formationsflug im Verbund mit einem bemannten Learjet geflogen". Die Flugkörper seien dabei in einem Abstand von 15m zueinander geflogen und hätten das Ausweichen zu Hindernissen simuliert.
Airbus und die französische Firma Dassault Aviation sollen in den nächsten 20 Jahren ein europäisches Kampfflugzeug entwickeln. Die Erklärung beider Konzerne für ein "zukünftiges Luftkampfsystem" ("Future Combat Air System, kurz FCAS) wurde auf der ILA vorgestellt. Die Erkenntnisse der Übungen über der Ostsee sollen in eine gemeinsame Konzeptstudie einfließen, mit der die Bundeswehr die Anforderungen für die neue Luftkampf-Plattform festlegt. Das "mit anderen Luftstreitkräften (z.B. der Eurodrohne) vernetzte System" soll "das gegnerische Luftkriegspotenzial in der Luft und am Boden" bekämpfen können.
Besonders heikel ist die Aussage, dass "die mitfliegenden Drohnen teilweise autonom agieren sollen". Dazu wird jedoch nur gesagt, dass "automatisierte Funktionen [...] den Einsatz mitgeführter Waffen umfassen" könnten. Mit einer Mehrheit von 566 zu 47 Stimmen hat kürzlich jedoch das Europäische Parlament eine Resolution zur Ächtung von Killerrobotern angenommen und die Bundesregierung setzt sich bei den Vereinten Nationen offiziell dafür ein, autonome Waffen zu ächten.
Mehr dazu bei https://www.heise.de/tp/features/Airbus-arbeitet-an-toedlichem-Drohnenschwarm-4167056.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6625-20180919-drohnenschwaerme-ueber-der-ostsee.htm

















