Ich liebe es Einblicke in die alltägliche Arbeit von Journalisten zu bekommen, ich liebe es auch, wenn ich dabei noch etwas lernen kann. So geschehen ist es in den Gefilden der Rheinischen Post Mediengruppe, die sich direkt ĂĽber den Schadow-Arkaden im Herzen DĂĽsseldorfs befinden.Â
Die Besonderheit der Rheinischen Post Mediengruppe, vielleicht sogar ihr Erfolgsgeheimnis liegt in der grossmedialen Ausrichtung. In ihrem Gebäude tummeln sich auf einer Ebene Zeitung/Online (RP, RP-Online), Fernsehen (center.tv) und Radio (Antenne DĂĽsseldorf), wobei die Redaktionen nicht etwa durch TĂĽren getrennt werden. Der routinierte Arbeitsablauf verläuft flĂĽssig ĂĽber alle Mediensparten hinweg, Content wird vermehrt ĂĽber mehrere Kanäle geteilt und publiziert. Ein Erfolgsmodell!Â
Ein “Macher” dieses Modells ist der Chefredakteur von Antenne Düsseldorf, der zugleich auch Teilzeit-Moderator bei center.tv ist. Sein Name ist Christian Zeelen. Auch er betont, dass dieses Modell einen einzigartigen Charakter hat, zumindest im lokalen Raum. Vielleicht sind die Zahlen auch deshalb nicht so tiefrot wie bei anderen Medienhäusern auf dem Globus.
Wie organisiert sich dieses Erfolgsmodell?
Die vielen Monitore auf dem einen Bild zeigen die “Zentrale” der Redaktionen, den Newsdesk nach amerikanischem Vorbild. Hier laufen alle Informationen zusammen, die verschiedenen Medien kommen an einem Tisch zusammen und beraten wie was genau umgesetzt werden kann. Ein strategischer Vorteil! Generell besticht dieser Typus der Organisation der Redaktion durch diese Vollabdeckung der Medienarten (TV, Print, Hörfunk).
Sieht so die Zukunft des Journalismus aus?
Ich denke ja. Das Rezept wird mehr und mehr zu einem Erfolgsrezept. Es rentiert sich auch finanziell, es werden schwarze Zahlen geschrieben. Natürlich spart eine Mediengruppe so auch Geld ein, das ist aber in der harten Konkurrenzsituation ein natürlicher und logischer Schritt, um dauerhaft auf dem sich stets verändernden Markt existent zu sein. “Das eingesparte Geld wird nicht reinvestiert, das ist schlicht nicht mehr da.” Dieses Zitat von Christian Zeelen untermauert meine Ausführung.
Natürlich habe ich mir von dem netten Herren die Visitenkarte zustecken lassen. Er wird in Zukunft von mir hören, wenn es ich neue Erfahrungen während eines Praktikums sammeln möchte.












