Warum niemand mehr bloggt oder seine eigene Seite fĂźrs Publizieren nutzen mĂśchte und warum sich niemand fĂźr das Indieweb und reclaim.fm interessiert.
Zu Beginn seines Vortrags, räumt Felix Schwenzel gleich ein, dass der gewählte Titel eigentlich totaler Quatsch sei, da er im Rahmen seines Vortrags eigentlich zeigen mĂśchte, warum das Indiweb seiner Meinung nach die Zukunft ist. Ob innerhalb oder auĂerhalb des Mainstreams â es boomt.
Die Frage warum sich keiner fßr Plattformen wie Indiweb und reclaim.fm interessiert ist einfach. Sie sind einfach zu kompliziert. Das Potential der Plattformen lässt sich zwar erkennen, allerdings ist es selbst fßr Technikaffine-Menschen sehr schwer zu verstehen.
Selbst Schwenzel erzählt, wie er sich damit schwer tut und auch nur halbwegs durchblickt. Das verdeutlicht er an dem Beispiel der Replies-Funktion: âWas sind z.B. Replies? Eine Antwort auf eine Antwort?â Nach eigenen Aussagen hat Schwenzel sehr lange gebraucht um einen Durchblick zu bekommen, das gleiche gilt fĂźr reclaim.fm.
Im Anschluss geht Schwenzel genauer auf das Thema Bloggen ein. Was ist Bloggen? Und warum Blogge ich? FĂźr Felix Schwenzel liegt die grundlegende Motivation fĂźrs Bloggen darin, die eigenen Gedanken ausfĂźhrlich zu strukturieren. Es ist fĂźr ihn eine Art kreative Selbstbefriedigung. Gehirnjogging bei dem ein permanenter Austausch mit der Welt und anderen Leuten stattfindet. Dabei handelt es sich natĂźrlich nicht um eine allgemein gĂźltige Definition, sondern um Schwenzels eigene. Â
Zu der Frage warum sollte man bloggen, gibt es nicht viel zu sagen, auĂer dass es einfach toll ist. Die Faszination ist schwer zu vermitteln. BezĂźglich EinstiegshĂźrden, sieht Schwenzel  nicht so sehr die technischen HĂźrden als problematisch sondern vorwiegend psychologische. Kaum einer traut sich. Trotzdem hat sich in den letzten 5 Jahren etwas Entscheidendes verändert und zwar Social Media. Dort wird zwar nicht direkt ins Internet geschrieben, aber dafĂźr Freunden, Familie etc. Das funktioniert laut Schwenzel zum einen, da es geringe technische HĂźrden gibt und zum anderen liegt es daran, dass psychologisch gesehen die Leute dort reden wo Leute sind (âwo die Party istâ) und nicht wo keiner ist, da es psychologisch frustrierend ist. Â
Bei den Erklärungsversuchen bezßglich Indiweb und reclaim wird es schwierig. Wie der Redner selbst diverse Male selbst sagt, ist es sehr komplex. Leider gilt das auch fßr den weiteren Verlauf des Vortrags. Fßr Leute die nicht gerade tief in der Materie stecken, ist es in dieser kurzen Zeit so gut wie unmÜglich, einen Durchblick zu erlangen.
Als Beispiel fĂźr die guten Aspekte der Plattformen, macht Schwenzel ein Selfie und postet es auf Instagram. Durch eine Funktion wird der Post anschlieĂend sowohl bei Facebook, als auch auf Twitter geteilt. Allerdings passiert das Ganze so schnell, dass man weder versteht wie es funktioniert, noch worin der Sinn bzw. der Bedarf dahinter liegt.
Fßr Felix Schwenzel ist spätestens durch das Instagram Beispiel klar, Indiweb hat Zukunft. Damit geht ein Vortrag zu Ende, dessen Thematik leider den Rahmen einer 30-Minßtigen Präsentation sprengt und mich mit einem ßber meinem Kopf schwebenden Fragezeichen zurßcklässt.
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