Die Junihitze 2026, Teil 3. Mit Beobachtungen zu verschiedenen Aggregatzuständen von Proteinriegeln
Donnerstag (18. Juni 2026). Es ist warm, aber nicht extrem heiß. Ich bin auf dem Hamburg Innovation Summit, dazu gibt’s nen eigenen kleinen Beitrag hier. In dem nenne ich es “bestes Hamburger Sommerwetter, kurz vor Beginn der angekündigten Hitzewelle”.
Montag (22.) Bekannte aus Süddeutschland beneiden mich um die vormittäglichen 22 °C in meinem Büro in Hamburg, die ich durch Lüften erreichen kann.
Mittwoch (24.) Sustainability Summit. Erster Workshop zum Klimawandel. Draußen ist es sehr warm, drinnen auch. Als der Workshop endet, bin ich ungewohnt erschöpft. Vielleicht vom Workshop. Vielleicht vom Wetter. Wahrscheinlich von beidem. Ich versuche, viel zu trinken.
Verwandte und Freunde aus Süddeutschland berichten noch einmal von ganz anderen Zuständen. Ich möchte das nicht gegeneinander aufrechnen. In Hamburg ist es vergleichsweise noch auszuhalten.
Freitag (26.) Hamburg Sustainability Conference. Ich führe einen weiteren Workshop zum Klimawandel durch. Für den Raum ist eine Klimaanlage angekündigt. Sie ist auch da. Sie scheint allerdings an ihr technisches Limit geraten zu sein und beschlossen zu haben, die steigenden Temperaturen eher wissenschaftlich zu begleiten als aktiv zu bekämpfen.
Man sitzt und steht also zusammen und spricht drei Stunden lang über steigende Temperaturen, während die Temperatur steigt. Mittlerweile ist die Hitze auch in Hamburg voll angekommen.
Am Samstag (27.) stelle ich bei ~40 °C ein flaches Becken mit kaltem Wasser unter den Schreibtisch und parke meine Füße darin. Das hilft einigermaßen. Es ist vermutlich keine Maßnahme aus einem Hitzeschutzplan. Ich denke über die Anschaffung einer Klimaanlage nach.
Der Proteinriegel im Rucksack hat sich in eine zähflüssige Masse verwandelt. Die Verpackung hält tapfer dagegen.
Der Ventilator bekommt einen festen Platz im Tagesablauf. Früher stand er irgendwo im Schrank und hatte den Charakter einer Option. Jetzt wirkt er eher wie ein Mitbewohner.
Montagmorgen. Es beginnt zu regnen. Genau jetzt muss ich dienstlich weg. Am liebsten würde ich alle Fenster weit offen und die kühlere Luft in die Wohnung lassen. Stattdessen schließe ich die Fenster, schließe die Wohnung ab und schließe die warme Luft gleich mit ein.
Im ICE läuft die Klimaanlage zuverlässig. Ich ziehe ein Langarmshirt an, das ich vorsorglich eingepackt habe. Gestern noch hätte ich mir nicht vorstellen können, freiwillig ein Langarmshirt anzuziehen.