Das Mensch ist trotz Farbfilm und Farbfernsehen und Farbenvielfalt auf allen digitalen Geräten und Magazinen Farbenblind, insbesondere was das Selbst, also das Mensch-Sein angeht. Das Mensch kennt als "Farben" für das Selbst nur Schwarz und Weiss. Und wie jedes Künstl-Es und Farb-Kenn-Es weiss (!), sind Schwarz und Weiss keine Farben, sondern das Ermöglichen oder das Verhindern, das Locken von Farbe oder das Abdecken, das Licht oder Nicht. Das Mensch ist für das Selbst Farbenblind. Warum? Das Mensch ist ohne diese Blindheit fast alle Fàrbungen von Braun. Von hellstem Braun, Sandstrandfarben, bis zu dunkelstem Braun, also von fast Weiss, bis zu fast Schwarz, aber eben stets DaZwischen. Die allerallermeisten Menschen sind - wie in fast allem anderen auch - in der Mitte zu finden, vor allem im Sommer. Das Mensch ist Farbenblind für das Selbst, und fast nur dafür. Warum? Immer wieder: "der erste schwarze Präsident", und *ich darf meinen Augen nicht trauen, denn diese berichten *mir, dieser Mensch ist mittelbraun, also weit wegg von Schwarz. Die meisten Mitteleuropäischen sind, wenn Sie von der Ostsee und einem ungetrübten Hoch zurückkommen dunkler gefärbt, als der aktuelle Präsident der USA. Und *ich bin scheinbar ein weisser Mensch, obwohl *ich im Spiegel einen von beige bis hellbraun schwankenden Mensch sehe, je nach Sonnenscheindauer, aber nie einen weissen Mensch. Warum ist das Mensch für das Selbst so beschränkt, und das nicht nur in der Farb-Wahrnehmung? Warum verzichten wir permanent auf Vielfalt und Genauigkeit? Warum also ist das Mensch in der Selbst-Wahrnehmung so eindimensional, vielleicht zweidimensional, aber mehr nicht?