Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Als ich die schweizerische Nationalhymne das erste Mal gehört habe, habe ich verstanden "wenn der ew'ge Firn sich rötet,..." Ich hatte es so als Ausdruck von Kontinuität und Beständigkeit im Kopf. Die Schweiz ist ja derzeit oft wegen Hangrutschen und Bergstürzen in den Nachrichten. Im Kleinen vollzieht sich hier Stück für Stück der Wandel, der mit der Erwärmung der Erde zusammenhängt. Ich weiß, dass es vor einiger Zeit mal einen Beitrag im Dlf gab, der das Schwinden des Rhone-Gletschers und der Schweizer Gletscher generell mit der Schiffbarkeit des Rheins und der Trinkwasserversorgung in der dicht besiedelten "blauen Banane" in Verbindung gebracht hat und ein düsteres Bild diesbezüglich zeichnete. Ich kann den Beitrag blöderweise nicht mehr finden...
Bei einer Zugfahrt durch die Schweiz vor einem Jahr auf dem Rückweg von Italien erlebten wir mitten in den Alpen vor dem Zugfenster dann tatsächlich den erhebenden Moment des Sichrötens der Berge im bevorstehenden Sonnenuntergang. Seitdem geht mir diese Sache nicht mehr aus dem Kopf, also schreibe ich sie hier mal auf...