Freitags mit den Flitzpiepen
Schönen Sonntag euch allen miteinander. Rolf Rupf hier aus der Redaktion der N5 grüsst alle diejenigen, welche sich gerade mit Brechreiz, intensiven Kopfschmerzen, Schlafentzug und Suizidgedanken aufgrund eines total versoffenen und verdrogten Wochenendes abgeben müssen. Die Flitzpiepen fühlen mit euch.
Nun, wir dachten uns, dass jedes Wochenende es verdient hat, eine RĂĽckblende auf unserem Blog zu erhalten. Und dieser Freitag (17.10.14) markiert wieder einmal einen Meilenstein in der Flitzpiepen-Chronik.
Beginnen wir, damit, dass wir uns nach unserer gemeinsamen, hier nicht näher beschriebenen, Pflicht zu Bieren zusammensetzten. Mir ist klar, es sollte „zu einem Bier“ heissen, aber wir trinken nicht nur ein Bier, es lässt sich höchstens sagen, wir haben „einen“ Vollrausch. Nun, natürlich wurden aus diesen Bieren immer mehr, die politischen Diskussionen, oftmals politisch inkorrekt, wurden immer unnachvollziehbarer, muss wohl am Alkohol liegen, und die Rauchpausen wurden in Atempausen umgewandelt. Nach einer Weile kam die Idee auf, ein Trinkspiel zu spielen, welches wir „Einfränkerlen“ nennen. Die Spielbeschreibung erhaltet ihr in einem anderen Blogpost. Wissen dazu müsst ihr, dass es relativ schnell betrunken macht. Fakt ist, dass es den Gaumen so stark reizt, dass es auch mal einen erfahrenen Trinker wie z.B. unseren geschätzten Mitalkoholiker Hans Hacke über den Schüsselrand schickt. Seine Reaktion auf seine atypische Abgabe von Speiseresten vermischt mit reichlich Gallensaft und Bierschaum war nicht vielmehr als ein dümmliches Lachen. Wer hätte mehr von ihm erwartet, Herr Hacke denkt auch, dass „Gruppendruck“ die potenzielle negative Auswirkung der Gruppenkohäsion gegenüber hierarchisch schwächer platzierten Gruppenmitgliedern bedeutet. Klar sehen wir hier, dass Hans seine Hausaufgaben über Heroin nicht sauber erledigt hat.
Weiter ging es danach mit einem kurzen Verschwinden von Rolf, er habe noch Leute anderswo am Start. Er wurde dafür ausgelacht. Alkoholiker haben nur einen Freund, und dass sei der Alkohol selbst. Die Nackenklatsche von Herrn Süffel war deshalb völlig legitim.
Einige Stunden später traf man sich wieder in der lokalen Stammbar, (aufgrund von Privatsphärenschutz werden Informationen, welche Rückschlüsse auf die Identitäten der Flitzpiepen geben könnten, auf diesem Blog nicht genannt, wie z.B. der Name unserer Stammbar) auf ein paar grosse Biere. Wie es George W. Bush, Ex-Präsident der Vereingten Staaten und weltweit beliebter Feldherr, der dem Nahen Osten politische Stabilität und Sicherheit gebracht hatte, schon sagte: „Echte Männer trinken grosse Biere.“ Für diese Aussage stiess er weitum auf Lob und Ansehen.
Es war etwa 3 Uhr morgens, als ein Freund von uns und ich (Rolf), auf die Idee kamen, MDMA zu nehmen. Für diesen Freund wäre es das erste Mal gewesen. Unser Problem war nur, dass Peter Pepp nur noch 3 „Bomben“ (in Papier eingwickelte MDMA-Kristalle in Pulverform) übrig hatte, da Rolf Rupf und Gustav Salami die anderen 2 am Wochenende zuvor schon konsumierten. Hoppla!
Eine hitzige Diskussion entfachte sich, als Max Süffel, wieder einmal stockbesoffen, ebenfalls Interesse am Drogenkonsum bekannte. Sein Anspruch darauf war auch völlig legitim, sind doch Rauschmittel für alle da. Da er jedoch, wie bereits erwähnt, blau war wie ein erwürgtes Kleinkind im Müll bei einer Mehrfamiliensiedlung für Leute aus der Unterschicht, war es nur schwer nachzuvollziehen, was er eigentlich ausdrücken wollte. Stellt euch vor, Boris Yeltsin hätte zusammen mit Charlie Sheen gerade die Beer Pong World Tour in Las Vegas gewonnen, etwa ähnlich betrunken war unser dicker Trinkgenosse.
Weiter ging es dann damit, dass ein Bekannter einer unserer Freunde sich als bekennender MDMA-Freund entpuppte und für uns alle etwas auftreiben konnte. Herr Süffel jedoch entschied sich jedoch kurzfristig gegen einen Drogenrausch und verabschiedete sich. Die restlichen, namentlich Hans Hacke, Peter Pepp, besagter XTC-Fanatiker, unser Freund, welcher den Vorschlag erst aufbrachte, und ich, Rolf, zog es dann zu Peter nach Hause, wo wir dann unseren „Flug“ begannen. Unser Freund, sowie Hans, waren beide noch MDMDA-Jungfrauen, sie waren zu Beginn skeptisch, aber als dann nach gut einer Stunde bei ihnen das Kribbeln einsetzte und der Kiefer nicht mehr das machte, was das zugehörige Hirn ihm befahl, waren auch sie von der Droge überzeugt worden.
Um die nächsten paar Stunden kurz zusammenzufassen, benutze ich die Begriffe „dummes Geschwätz, zabbelige Typen, grosse Pupillen, Musik, die Leute, welche die Szene nicht kennen, mit einem epileptischen Anfall in Wellenform gleichsetzen würden, und Kettenrauchen“. Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden, es war ein völlig normaler Flug, wohl für alle von uns. Um gut sechs Uhr morgens dann zog es uns nach Hause, nur um uns dort schlaflos im Bett zu wälzen. Aber das nimmt man bei MDMA in Kauf.
Dies wäre eine mehr oder weniger adäquate Zusammenfassung unseres Freitagabends gewesen, ich hätte mich auch kürzer halten können, aber ich persönlich finde, dass sich die Niveaulosigkeit eines „Events“ oder in unserem Falle eines „Abends“ erst dann richtig entfalten kann, wenn die Erzählung oder Wiedergabe davon rhetorisch so verwirklicht wird, dass das Geschriebene auch in einer Fachzeitschrift der ETH Zürich abgedruckt werden könnte, würde jene Zeitschrift denn Interesse an Drogenkonsum zeigen.
Genug der vielen Worte, ich hoffe, ihr könnt unsere armseligen und primitiven Leben ein bisschen besser nachvollziehen und uns dennoch als Drogenopfer abstempeln.
Mit besten GrĂĽssen aus dem Delirium,