Vor einigen Tage ist Fedora 20 aus Rawhide abgezweigt worden und befindet sich nun im Branched-Zweig. Folgerichtig befinden sich nun in Rawhide die ersten Pakete für Fedora 21.
Ehrlich gesagt war ich neugierig, wie flüssig der Übergang zu einer neuen Versionszahl ist. Theoretisch sollte ich davon nichts merken. Meine Erfahrung aber sagt, dass Theorie und Praxis zwei völlig verschiedene Dinge sind. Irgendwas ist ja immer...
Während ich also gebannt die Update-Ausgaben von yum verfolgte, Musste ich darüber nachdenken wie unterschiedlich das Verhalten bei Updates doch sein kann. Die meistens Linux-User, die ich kenne, freuen sich mehr oder weniger über Updates. Alle Windows-User, die ich kenne, sind im besten Fall davon genervt.
Woran liegt das? Nun, dazu muss man verstehen, wie die Updates bei den verschiedenen Systemen funktionieren. Bei Linux bekommt alle Software über die Paketverwaltung, also nicht nur das eigentliche Betriebssystem, sondern auch die Programme wie Firefox oder die Office-Suite. Und in dem Zusammenhang auch wichtig: Man kann jederzeit nachsehen, was sich mit dem Update ändert. Werden Fehler korrigiert? Oder gibt es neue Funktionen? Man muss nicht raten, ob und was sich geändert hat. Man weiß, was passiert ist. Diese Transparenz macht es leicht, sich auf das Update zu freuen.
Ganz anders verhält es sich bei Windows. Hier werden die Updates einfach durch nummeriert. Keine Sau weiß, was warum geändert wird. Dazu kommt, dass Microsoft nach der Veröffentlichung einer Windows-Version nur in Ausnahmefällen neue Features hinzufügt. Man bekommt also nur Bug- und Security-Fixes. Und normale Benutzer merken davon wenig. So hat man Last (aufgezwungener Reboot) damit, aber keine Vorteile. Kein Wunder also, dass kein normaler Mensch Bock auf Windows-Updates hat.
Wenn man also auf Linux-Seiten wie DistroWatch den Spruch
Put the fun back in computing
liest, dann sind Dinge wie die Updates gemeint. Denn mit Linux machen die wieder richtig Spaß.