Dresden 21.10.18

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Dresden 21.10.18

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Ach, na ja, Fakten und ooch noch Statistik. Es herrschen die GefĂŒhle!
Wieder und wieder hat es sich gezeigt, dass ihr Hangen am gewohnten, am lĂ€ngst schon verlorenen Leben, so starr ist, dass es die eigentlich menschliche Anwendung des Intellekts, Voraussicht, selbst in der drastischsten Gefahr vereitelt. So dass in ihr das Bild der Dummheit sich vollendet: Unsicherheit, ja Perversion der lebenswichtigen Instinkte und Ohnmacht, ja Verfall des Intellekts. Dieses ist die Verfassung der Gesamtheit deutscher BĂŒrger.
Walter Benjamin: âEinbahnstraĂe - Berliner KIndheit um Neunzehnhundertâł, S. 21
MARX ATTACKS !
Weâre not only about to lose Chemnitz, Dresden, Sucksen, Schland â, weâre about to lose planet Earth and at the same time being forced to fight those blockheads & bull necks when there has more to be done than ever!
Sachsen:Pegida macht jetzt auf sozial
In Dresden kĂŒmmert sich ein Verein um Obdachlose â aber nur deutsche. Auch andere Sozialvereine kooperieren mit den FlĂŒchtlingsfeinden, nur einer hĂ€lt dagegen.
Von Tilman Steffen
23. Dezember 2016, 10:18 Uhr
Der Saal im Dresdner Ballhaus Watzkeist warm erleuchtet, die Tafeln zwischen den MarmorsĂ€ulen sind mit Kerzen, Ăpfeln und SchokoweihnachtsmĂ€nnern dekoriert. Die knapp 400 GĂ€ste plaudern, speisen GĂ€nsebraten mit Rotkohl, lachen ĂŒber die Pointen des Kabarettisten Uwe Steimle, dann legt DJ Happy Vibes Musik auf. Â
Die meisten sind zum ersten Mal hier. Es sind MĂŒtter, Kinder, auch bĂ€rtige MĂ€nner, die man sonst auf Bahnhöfen oder in WĂ€rmestuben sieht. FĂŒr viele von ihnen wird es das einzige Mahl in dem Dresdner Restaurant bleiben. Im Alltag fehlt das nötige Geld.
Ermöglicht hat das Weihnachtsessen der Verein Dresdner BĂŒrger helfen Dresdner Obdachlosen und BedĂŒrftigen e.V., gegrĂŒndet am 21. Juli 2016, vom Finanzamt als mildtĂ€tig anerkannt. Vereinschef Ingolf Knajder ist der Hauptorganisator, 53 Jahre alt, Angestellter im Dresdner Autohaus Heike Hanisch GmbH, das auch einer der ersten UnterstĂŒtzer des Vereins ist. Knajder hat die Idee mit dem GĂ€nsebraten fĂŒr HilfebedĂŒrftige aus Berlin ĂŒbernommen, wo er acht Jahre einen Reifen- und Autohandel leitete. In Berlin lĂ€dt der UnterhaltungskĂŒnstler Frank Zander seit 1995 Obdachlose zum Weihnachtsessen in ein Vier-Sterne-Hotel ein.
Der Unterschied: FĂŒr Zander macht es keinen Unterschied, woher seine GĂ€ste kommen, fĂŒr Knajder schon.
Knajders Verein beschrĂ€nkt sein Engagement qua Satzung auf âDresdner Obdachlose und BedĂŒrftigeâ. Er betont zwar auf Nachfrage, auch âDresdner mit Migrationshintergrundâ erhielten bei ihm Hilfe. Auch FlĂŒchtlinge? âDas besprechen wir, wenn es soweit istâ, weicht er aus.
Man muss nicht lange suchen, um die DNA dieses Vereins zu entschlĂŒsseln. Er rekrutiert sich aus der islamfeindlichen Pegida-Bewegung, die hier in Dresden ihre Wurzeln hat. Knajder lief nicht nur bei den MontagsaufzĂŒgen mit, er stand neben Pegida-MitgrĂŒnder Lutz Bachmann auf der BĂŒhne, trat als Ordner in Erscheinung, er ist fest mit dem rechten Milieu verwachsen. In seiner Wortwahl gegen âGutmenschenâ und Rassismusgegner ist er menschenfeindlich, auf der StraĂe wird er handfest. Andersdenkende beschimpft er als âelende Kommunisten Votzeâ, die Linken-Vorsitzende Katja Kipping beleidigte er als ârote verlogene Stasi-Hexeâ, der erkrankten OberbĂŒrgermeisterin Helma Orosz schrieb er: âMöge Sie der Krebs endlich holenâ.Â
Als junge Linke im Mai in Dresden aus einer SeitenstraĂe heraus gegen einen Pegida-Aufzug protestieren, stĂŒrmte Knajder hervor und versuchte, ihnen ihr Transparent zu entreiĂen. Er ist Administrator einer Facebook-Gruppe, die Dresden vor âIslam-Toleranz-Romantikern, Gutmenschen-Spinnern und Deutschland-Hassern!â schĂŒtzen will.Â
Unter den Mitgliedern der Facebook-Gruppe der Obdachlosenhilfe ist neben Pegida-Mitorganisator Siegfried Daebritz auch der zweite Vereinsvorsitzende Uwe Riedel, ein Bauunternehmer, der auf Facebook fĂŒr die NPD wirbt und die IdentitĂ€re Bewegung. Riedel sprach sich auch dafĂŒr aus, âdieses Drecksgesindel von âPolitikernâ auf[zu]hĂ€ngenâ. Als die lokale FDP erfuhr, dass auch ihr Kreisvorstandsmitglied Jens Genschmar mit Knajder im Vereinsvorstand sitzt, stellte man ihn zur Rede. Statt zu antworten, trat Genschmar zurĂŒck.
Spenden nur fĂŒr Deutsche
Der Dresdner Verein ist das erste Sozialprojekt, das sich aus dem Personal und dem Geist von Pegida rekrutiert. Die Protestbewegung wird zur KĂŒmmerer-Initiative. Schon die NPD erkannte vor Jahren, dass das Helfer-Image WĂ€hler anzieht, heute profiliert sich die AfD in den Landtagen als Problemlöser der kleinen Leute. Â
Die BeschrĂ€nkung der Hilfe auf deutsche BedĂŒrftige hat in Dresden eine gewaltige Hilfsbereitschaft freigesetzt: Am Telefon erzĂ€hlt Knajder von sieben Mercedes Sprinter-Transportern voll mit Kleiderspenden, die vor dem Weihnachtsessen zusammenkamen. Im Hintergrund klappert Geschirr, die Kellner decken die Tafeln im Ballhaus ein, das Weihnachtsessen soll mit Kaffee und Stollen beginnen. Er sei âgeplĂ€ttet von der Hilfsbereitschaftâ. Jetzt zeige sich, âdass Dresden mehr ist als Pegidaâ. Etwa 70 Mitglieder habe der Verein bereits aufgenommen, Dutzende weitere AntrĂ€ge stapelten sich, sagt Knajder. Dass er bei Pegida selbst tief mit drinsteckt, verschweigt er.
Viele seiner AnhĂ€nger treibt der Argwohn, der Staat verschleudere Millionensummen fĂŒr FlĂŒchtlinge, wĂ€hrend deutsche Arme Hunger leiden. Sie glauben die MĂ€r, FlĂŒchtlinge wĂŒrden gegenĂŒber deutschen BedĂŒrftigen bevorzugt und seien eigentlich wohlhabend. Dabei liegt der Regelsatz fĂŒr FlĂŒchtlinge mit eigener Wohnung bei 362 Euro, Alleinstehende Hartz-IV-EmpfĂ€nger bekommen 42 Euro mehr. âDie Menschen kommen ohne PĂ€sse nach Europa, haben aber alle mindestens ein Handy dabeiâ, beklagt Knajder. Das könne er nicht gutheiĂen.
Sein Verein sei nicht fremdenfeindlich
Der Neid wegen der Handys ist so alt wie die FlĂŒchtlingskrise. Dabei sind sie oft der einzige Besitz der GeflĂŒchteten, die einzige Verbindung in die Heimat, der letzte Rest PrivatsphĂ€re in den engen, lauten MassenunterkĂŒnften.
Um den Neid zu schĂŒren, wird auch nicht unterschieden zwischen dem Geld, was die Asylbewerber selbst erhalten und den BetrĂ€gen, die der Staat an Betreuer und Betreiber der UnterkĂŒnfte zahlt â Geld, das letztlich ja lokalen Unternehmen zugutekommt und den Wirtschaftskreislauf stĂ€rkt. âTĂ€gliche Betreuungskosten von 140 ⏠bis 265 ⏠, was fĂŒr ein Wahnsinnâ, schreibt Knajder auf FacebookÂ ĂŒber minderjĂ€hrige Asylsuchende.Â
Sein Verein sei gar nicht fremdenfeindlich, verteidigt sich Knajder. âWir begrenzen unsere Hilfe nur.â Dass er so eine ganze Menschengruppe wegen ihrer Herkunft ausgrenzt, streitet er ab.
Das Dilemma der anderen Vereine
Bisher war sich Dresden einig: Wer Hilfe braucht, muss Hilfe bekommen. Seit aber Pegida in die Obdachlosenarbeit eingestiegen ist, befinden sich die anderen Hilfsinitiativen der Stadt in einem Dilemma: Knajder hat einen Teil der Eintrittskarten fĂŒr sein Weihnachtsessen auch an die Tafel-Vereine in Dresden und Umland verteilt, auch an die Heilsarmee. MĂŒsste man einem solch rassistischen Verein nicht die Kooperation verweigern, fragte sich deren Chef Gert Scharf. Oder ist das Wohl der Wohnungslosen wichtiger? âIch lieĂ mich auf das Experiment einâ, sagt Scharf, trotz Bedenken. Er verteilte 60 Karten von Knajder an seine Klienten und gab der Obdachlosenhilfe zeitgleich per Mail zu verstehen, dass die Zusammenarbeit sofort beendet werde, âwenn wir nur einen Hauch von Ausschluss bestimmter Personengruppen mitbekommenâ. Scharf hat erkannt, dass die Obdachlosenhilfe âmit deutschnationalen Gedanken sympathisiertâ.Â
Auch Christian Schmidt von der Tafel Radebeul lehnt Ausgrenzung ab und distanziert sich von Knajders Verein. âDoch dann gab es dieses Angebot â Stollen und GĂ€nsebratenâ, sagt er. âDa habe ich gedacht, ich tue was Gutesâ. Schmidt verteilte 70 von Knajders Eintrittskarten an seine Tafel-Besucher, sie wurden ihm âaus den HĂ€nden gerissenâ. Auch an die Tafel in Freital und die Diakonie will Knajder Karten losgeworden sein.
Nur Andreas Schönherr von der Dresdner Tafel blieb konsequent und lehnte Knajders Karten ab, âweil alle öffentlich benannten Personen des Vereins rassistisch agierenâ. Seitdem sieht sich Schönherr einer Schmutzkampagne ausgesetzt. Unbekannte Personen erkundigten sich bei Tafel-Besuchern und -Mitarbeitern nach Details seiner Arbeit, sagt er. Beobachter rollten in Autos an der Lebensmittel-Ausgabestelle an, um GĂ€ste zu fotografieren. Knajder sagte in einem Interview, die Dresdner Tafel sei nicht gegrĂŒndet worden, um âScheinasylanten, kriminelle Migranten und islamistische Terroristen zu beköstigenâ.
Die Polizei fahre nun hĂ€ufiger an seinem Wohnhaus vorbei, sagt Schönherr. In einem Telefonat habe er Knajder klargemacht, dass seine Tafel nicht zwischen deutschen und auslĂ€ndischen HilfsbedĂŒrftigen unterscheide. Knajder habe entgegnet, der Staat tue einfach zu viel fĂŒr FlĂŒchtlinge. Der Streit eskalierte derart, dass Schönherr das GesprĂ€ch beendete.
Stunden spĂ€ter schrieb Knajder auf Facebook, Menschen wie Schönherr âwĂŒnsche ich den baldigen Tod und nichts anderesâ. Zwei CDU-StadtrĂ€te kommentierten das mit den Worten, man solle die Tafel finanziell ĂŒberprĂŒfen. Tage spĂ€ter setzte Knajder nach, es sei traurig, dass manche Menschen an Krebs sterben, âwĂ€hrend Menschen wie Herr Schönherr ein langes Leben haben und es besser umgedreht wĂ€reâ. Schönherr beauftragte einen Anwalt, verlangte von Knajder Unterlassung und Schadensersatz, doch der weigerte sich.Â
Die Sache liegt jetzt im Landgericht Dresden. Am Freitag soll das Urteil fallen. Schönherr hofft, dass der Richter objektiv entscheidet. Denn der Jurist Jens Maier ist aktives Mitglied der AfD, er kandidiert derzeit fĂŒr den Bundestag. Knajders Rechtsbeistand dĂŒrfte Maier bereits kennen, den erst vor wenigen Wochen aus der CDU ausgetretene Maximilian Krah. Eine seiner prominentesten Mandantinnen ist Frauke Petry.
Quelle: https://www.google.de/amp/www.zeit.de/amp/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/sachsen-pegida-sozialarbeit-deutsche-obdachlose-fremdenfeindlichkeit-fluechtlinge

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WĂ€re er PoC, wĂŒrde dieser Pegidiot in Sucksen als potentieller SelbstmordattentĂ€ter wohl immer wieder festgesetzt.Â
Komm wir tanzen zusammen im Wasserwerferregen
Dann ist das Feuer unser BĂŒhnenlicht und das TrĂ€nengas der Nebel
- Traum von Freiheit von Betontod