Kunst des 20. Jahrhunderts: Ein Jahrhundert der Innovation und des Wandels
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Kunst des 20. Jahrhunderts: Ein Jahrhundert der Innovation und des Wandels

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Andre DERAIN (1880-1954)
“Die großen Badenden" - "The Large Bathers” (1908) Öl auf Leinwand - Oil on Canvas Stiftungsfonds Jonas Netter
Ausstellung / Exhibition REVOLUTION DES PRIMITIVISMUS “Modigliani” THE PRIMITIVIST REVOLUTION "Modigliani" ALBERTINA Wien / Vienna - 2021/2022
Die Elemente dreier verschiedener Richtungen flossen in der abstrakten Kunst zusammen: das surrealistische und dadaistische Erbe, das sich in abstrakten Formen ausdrückte und eine Beziehung zum Unterbewußten herstellte (Arp, Miró, Klee, die Eggeling-Richter-Filme 'Diagonale Symphonie' und 'Rhythmus 21' sowie Jackson Pollocks 'automatic painting'); der romantische Realismus von Gaugin, Matisse und den Fauvisten, der zu den «sinnlichen» Abstraktionen von Kandinsky führte; und die Versuche der Kubisten, ihre Objekte auf das Wesentliche zu reduzieren, die Cézanne, Picasso und Braque mit den «kühlen», strengen Abstraktionen von Mondrian verbanden.
Amos Vogel, Film als subversive Kunst (p. 108)
Henri Matisse Jazz: Wo Farben tanzen und Worte singen
young-women-in-the-garden.jpg!Large, Louis Valtat
Fauvismus wird in der Kunstgeschichte einer Stilrichtung der Malerei zugeordnet. Sie entstand aus einer Bewegung innerhalb der französischen Avantgarde zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Fauvismus, getragen von sehr unterschiedlichen Künstlern, bildet die erste Bewegung der klassischen Moderne. https://www.wikiart.org/de/paintings-by-style/fauvismus#!#filterName:all-works,viewType:masonry

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100 Meisterwerke: 24. "Der grĂĽne Streifen. Bildnis Madame Matisse" von Henri Matisse
100 Meisterwerke: 24. “Der grüne Streifen. Bildnis Madame Matisse” von Henri Matisse
„Der grüne Streifen. Bildnis Madame Matisse“ von Henri Matisse ist eine Ölgemälde aus dem Jahr 1905. Darauf stellt Matisse seine Frau im fauvistischen Stil jener Zeit dar. Der Fauvismuswar eine Stilrichtung in der Malerei die sich vom damals vorherrschenden, orthodoxen Impressionismus abhob. Fauvistische Künstler waren nicht darauf aus Gegenstände illusionistisch oder naturgetreu darzustellen,…
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"acı çeken kimsenin bütün zevki inlemektir, bundan bir zevk almasaydı inlemekte direnir miydi?"
Loulou, Kees van Dongen (1877–1968), 1924Â
Die jungen „Wilden“ erobern das Stillleben
Bei dem Gedanken an die Gattung „Stillleben“ kommen mir Früchte, totes Wildbret auf einem Silbertablett, verstaubte alten Vasen auf dem Dachboden oder farblich in Altrosé getauchte Blumensträuße in den Sinn. Alles künstlerisch wertvoll auf einem Tisch angeordnet und vom Künstler in einer technischen Meisterleistung klassisch und der Natur getreu auf die Leinwand gebracht. Hier und da gibt es interessante Details zu entdecken, und über die Symbolischen Bedeutung wird es sogar spannend. Doch die inhaltliche Wiederholung der abgebildeten Objekte wirkt mitunter emüdent auf den Betrachter und irgendwann ist das nächste Stillleben „nur“ noch schön anzuschauen.
 Jan Davidz de Heem, Stillleben mit Dessert, 1604. Öl auf Leinwand, 149 x 203 cm. Musée du Louvre, Paris.
 Als Ausgangspunkt jeder akademisch-künstlerischen Ausbildung zur Erlangung technischer Perfektion steht das Stillleben – es werden Proportionen, Perspektiven, Lichtverhältnisse und Oberflächenstrukturen studiert und auf der Leinwand wiedergegeben. Für gewöhnlich erlaubt gerade das so klassische Stillleben keinen Raum für „Kreativität“, und dennoch erfuhr diese Gattung spätestens seit Paul Cézanne (1839-1906) ihre Emanzipation und wird zur Quelle der Inspiration und Variation. Dem Künstler gelang es, in der freien Konzeption des Stilllebens die eigene künstlerische Wahrheit zu finden. In der bewussten Vernachlässigung von Perspektive, Proportion und Oberflächenstruktur zeigt sich nicht nur eine Umformulierung der Ausdrucksformen, es gelang den jungen „Wilden“, allen voran Matisse, auch, einen Skandal in der Kunstgeschichte auszulösen. Die Auflösung der Objekte in Flächen und die autonome Verwendung der Farbe stellte ihre Neuinterpretation der klassischen Gattungen dar. Die Künstler um die vorige Jahrhundertwende waren auf der Suche nach einer ihnen eigenen Wahrheit der Malerei, die sie mitunter auch in der Darstellung einer Obstschale auf dem Tisch fanden.
 Henri Matisse, Früchte und Bronze, 1910. Öl auf Leinwand, 91 x 118,3 cm. Staatliches Museum für Bildende Künst A. S. Puschkin, Moskau.
 Finden Sie die Werke des jungen, „wilden“ Matisse noch bis zum 17. März 2013 im Metropolitan Museum of Art in New York in der Ausstellung Matisse – In Search of True Painting und begleiten Sie ihn auf der Suche nach der wahren Malerei. Alternativ und zum Nachschlagen bietet der Verlag Parkstone International mit dem Titel Stillleben oder Meisterwerke der Blumenmalerei, beide von Victoria Charles, einen Überblick über die Geschichte des Stilllebens.