Nutzerzahlen der BundID rĂŒcklĂ€ufig
Noch ne' ID gefÀllig
Erst vor einer Woche mussten wir ĂŒber weitere Preissteigerungen beim ePerso "wegen der Digitalisierung" aufregen und den Digitalisierungswahn kritisch hinterfragen. Nun berichtet Heise.de, dass die Zahl der BundID-Nutzerkonten zu Ende 2024 um mehrere hunderttausend auf rund 4,9 Millionen zurĂŒckgegangen ist. Wollen die Menschen keine weiteren Digitalisierungsprojekte?
Es ist eher so wie bei der elektronischen Patientenakte (ePA), die nach einem halben Jahr als Zwangs-ePA fĂŒr Millionen gesetzlich Versicherte einfach leer vor sich hindĂŒmpelt. Es gibt da drin fĂŒr die Versicherten fast nichts zu sehen. Genau so verhielt es sich auch mit der Zwangs-Authentifizierung beim ePerso, die den Menschen aufgedrĂŒckt wurde, fĂŒr die es aber kaum Anwendungen gibt. Heise.de zĂ€hlt zu den Nutzern nur 22% der Ausweisbesitzer.
ZurĂŒck zur BundID
Die 4,9 Millionen Nutzer der Authentifizierungsmethode mit der BundID sind nur zustande gekommen, weil es dem Gesetzgeber eingefallen ist, die BundID fĂŒr SchĂŒler und Studenten 2023 zur Pflicht zu machen, wenn sie die 200 Euro Einmalzahlung als Ausgleich fĂŒr die damals gestiegenen Energiepreise zu erhalten. Danach dĂ€mmerten die Konten vor sich hin und werden bei UntĂ€tigkeit quartalsweise gelöscht.
Warum werden solche Projekte nicht sinnvoll geplant und auch die Unternehmen mit einbezogen, anstatt denen die Herausgabe diverser Kundenkarten und Apps zu gestatten, mit denen sie unsere persönlichen Daten abziehen und verkaufen können? Die wissen wenigstens, wie sie ihre Produkte den Menschen schmackhaft machen können ...
Als Verein mussten wir fĂŒr die Anmeldung im EU Lobby-Register eine EU-ID haben, fĂŒr die Registrierung beim Lobby-Register des Bundestags wieder eine BundID. Ob es auch noch bundeslĂ€nderspezifische IDs gibt, keine Ahnung, zu befĂŒrchten ist es schon. Auf jeden Fall hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass Deutschland mit der Digitalisierung ein Problem hat. Ohne sinnvolle Anwendungen bleiben es stets Strohfeuer - die eine Menge Steuergeld vernichten. Daran wird auch die geplante Umbenennung der BundID in Deutschland-ID nichts Ă€ndern.
Mehr dazu bei https://www.heise.de/news/Nach-Einmalzahlung-Hunderttausende-inaktive-BundID-Konten-sind-geloescht-10617296.html
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3JX Link zu dieser Seite: https://www.a-fsa.de/de/articles/9262-20250827-nutzerzahlen-der-bundid-ruecklaeufig.html
















